#39 - Studio Percussion: GRAZ spielt Steve Reich

Show notes

Steve Reich gilt als Mitbegründer der Minimal Music und als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten Amerikas. Anlässlich seines 90. Geburtstages fand am 3. Oktober ein ganz besonderes Event statt: 24 Stunden lang wurde von rund 90 MusikerInnen die Musik von Steve Reich zelebriert. Und das an über 20 Orten quer durch die Stadt Graz. Sowohl auf öffentlichen Plätzen als auch in diversen Konzertlocations. Bei uns zu Gast sind die beiden hauptverantwortlichen Organisatoren Raphael Meinhart und Bernhard Richter.

Sie erzählen uns über ihre Herangehensweise an ein solches Megaprojekt, von den logistischen Herausforderungen bei der Vorbereitung und letztlich von ihren intensiven Stunden am Tag des Events selbst. Um sich einen besseren Eindruck von den Konzerten machen zu können, haben wir zahlreiche Hörbeispiele mit auf Sendung und erfahren von Raphael und Bernhard auch, welche Momente für sie ganz besonders in Erinnerung bleiben werden.

Weiterführende Links:

https://grazspieltstevereich.at/
https://www.studiopercussion.com/

Raphael Meinhart:
Instagram: https://www.instagram.com/raphael_ambient_meinhart/
Facebook:https://www.facebook.com/raphael.meinhart

Bernhard Richter:
Instagram: https://www.instagram.com/bernhardrichterbr/
Facebook: https://www.facebook.com/bernhard.richter.5

STUDIO PERCUSSION Graz:
Instagram: https://www.instagram.com/studiopercussiongraz/
Facebook: https://www.facebook.com/profile.php?id=100063627906243

COMING SOON:
EXIT UNIVERSE feat. Susana Sawoff: https://www.youtube.com/watch?v=iLOCStzSIOs

Produziert von DAS POD (https://daspod.at/)).

Show transcript

00:00:03: Muse am Mikro,

00:00:05: der Podcast der Musikschulservice-Stelle des Landes Steiermark für die steirischen Musikschulen.

00:00:11: Aktuelles und Interessantes aus dem bunten steirischem

00:00:15: Musikschulleben.

00:00:19: Servus und hallo bei Muse Am Mikro!

00:00:21: Mein Name ist Birgit Schweiger.

00:00:23: ich unterrichte Klarenette und elementares Musizieren an der Musikschool Weitz und darf die Steiermarkt als Fachreferentin für elementares Musikieren und Bewegung vertreten.

00:00:34: Vor genau einem Jahr habe ich im Podcast eine Folge mit dem Titel Im Schlagzeug Himmel gestaltet.

00:00:41: Damals stand das Landesjugend-Perkaschen-Ensemble im Mittelpunkt.

00:00:46: Hört diese Folge Nummer neunundzwanzig gerne auf der Plattform Eures Vertrauens nach!

00:00:51: Einfach Mose am Mikro bei Google eingeben und reinhören.

00:00:57: Und heute geht es wieder um die faszinierende Welt des Schlagwerks Allerdings mit einer ganz besonderen musikalischen Reise durch die Stadt Graz, wie ihr gerade hören konntet gestartet um Null Uhr bei der berühmten Weikert-Uhr am Hauptplatz.

00:01:31: Am dritten Oktober wurde Graz vierundzwanzig Stunden lang zur Bühne von Mitternacht bis Mitternachts erklang an verschiedenen Plätzen der Stadt Musik.

00:01:41: ein außergewöhnliches Projekt anlässlich des neunzigsten Geburtstages von Steve Reich einem der bedeutendsten Vertreter der Minimal Music.

00:01:50: Initiiert und auf die Beine gestellt haben dieses musikalische Großprojekt Raphael Meinhardt und Bernhard Richter von Studie bei Kaschen Graz.

00:02:00: Was bedeutet es, eine ganze Stadt einen Tag und eine Nacht lang musikalisch zu bespielen?

00:02:06: Wie bringt man ein solches Vorhaben auf die beine und was passiert wenn Musik nicht nur im Konzertsaal stattfindet, sondern mitten im urbanen Alltag.

00:02:17: Darüber spreche ich heute mit meinen Gästen Raphael Meinhardt und Bernhard Richter.

00:02:22: Hallo Raphael!

00:02:24: Hallo!

00:02:25: Und hallo Bernhard oder Bernie wie dich alle nennen?

00:02:28: Hallo!

00:02:29: Schön dass ihr heute hier seid.

00:02:32: Raphael, Bernie Wie ist eigentlich diese Idee entstanden?

00:02:36: Graz einfach vierundzwanzig Stunden mit Musik zu bespielen.

00:02:40: Also die Idee gibt's seit zwei Jahren, oder ist vor zwei Jahren entstanden.

00:02:46: Damals haben wir so gebrainstormt was halt an Projekten in den nächsten Jahren anstehen könnte und Wir sind dann eingefallen, wir haben im Jahr ein Anlässlich von Steve Reichs siebzigsten Geburtstag was gemacht in Graz In der Synagoge Und das war im Jahr zwanzig.

00:03:08: Ich überlegte, okay der erlebt noch.

00:03:10: Der müsste aus dem Jahr zwanzig neunzig werden und hab dann seinen Geburtstag gegoogelt.

00:03:19: Tritt der Oktober im Kalender geschaut das Samstag Und... Dann war die Idee Minimal Music ist sowas für mich sowas was keinen Anfang und kein Ende hat.

00:03:32: Deswegen kam die Idee irgendwas was sehr lang dahin geht zu machen.

00:03:38: Das sind vierundundig Stunden und die Ursprungsidee war dann eigentlich so eine Clapping-Music Kette durch ganz Graz zu machen.

00:03:46: Also, Clapping Music ist ein Stück für zwei klatschende Personen, dass man das vom Pro Putsch bis zum Schöckel mit so musikalisch weitergegebenen Staffelstäben macht.

00:03:58: Das war also die Ausgängsidee davon hat sich natürlich weit entfernt.

00:04:02: aber daraus ist der Tag entstanden

00:04:05: Und das heißt Steve Reich eigentlich deshalb eben wegen dieser langen Atmigkeit, die man damit machen kann.

00:04:13: Oder gibt es noch irgendeinen Bezug den du zu dem Komponisten hast?

00:04:17: Ja wir sind alle schon relativ lange mit ihm verbunden also das Assemble Studio.

00:04:24: bei Karsten Graz spielt er schon seit vielen Jahrzehnten eigentlich seine Musik und mein Vater Günther Meinhard war auch Anfang der achtziger mit ihm selber auf Tour.

00:04:34: Das gibt es da schon auch tatsächlich eine persönliche Bindung und die Musik von ihm ist ja sehr percussion-lastig, weil er auch selbst Percussionist ist.

00:04:46: Und das ist sozusagen für ein Percussion-Assemble prädestiniert, seine Musik zu spielen.

00:04:52: also Die Verbindung kommt über mehrere aus mehreren

00:04:56: Ecken.

00:04:57: Und wie seid ihr dann letztendlich auf die Orte gekommen, die ihr in Graz ausgewählt habt?

00:05:02: Weil du gesagt hast das war zuerst diese Idee vom Blood Butch-Beschöckel.

00:05:06: Aber wie habt's da dann die Plätze konkret ausgesucht?

00:05:10: Ja es war auch ein Prozess.

00:05:12: also es war schon relativ früh.

00:05:14: die Idee das an öffentlichen Orten zu machen oder wir finden das spannend Musik oder gerade so sozusagen zeitgenössische Musik nicht nur in Konzertzählen zu verstecken, jetzt ein bisschen übertrieben formuliert.

00:05:37: Deswegen sind wir halt so im Kopf die verschiedenen Orte durchgegangen in Graz was möglich wäre und die das dann gewohnt sind haben sich herauskristallisiert.

00:05:47: also da gab es schon noch mehr Ideen die dann einfach aus verschiedensten Gründen nicht funktioniert haben.

00:05:55: oder Ja, über den Prozess von ein zwei Jahren verändert sich dann natürlich viel.

00:06:00: Aber im Endeffekt haben wir glaube ich für alle Stücke sehr gute Locations gefunden.

00:06:06: Alles klar!

00:06:07: Gab es in diesen ein-zwei Jahren der Vorbereitungsfasen Bernie vielleicht an dich gerichtet?

00:06:14: Einmal einen Moment wo ihr euch gedacht habt, boah das ist eine richtig großartige Idee.

00:06:18: aber worauf in aller Welt haben wir uns da jetzt wieder eingelassen?

00:06:24: kommt viel öfter vor als man denkt, glaube ich.

00:06:31: Das ist bei vielen Projekten und so dass es... das war jetzt von vornherein schon größer gedacht aber es gibt sehr viele Projekte die viel kleiner gedacht werden und dann immer noch mehr fort aufnehmen und immer noch größer, noch größern, noch grösser werden.

00:06:47: also mit dem Projekt war sicherlich das größte Problem die Logistik überschaubar zu machen und die Pläne waren, wo auch welche Instrumente, welche Musiker, wo sein dürfen sollen müssen können.

00:07:05: Die Standorte natürlich man braucht überre Genehmigungen selbst für den Strom

00:07:11: etc.,

00:07:12: und für Security und Tickets und keine Tickets.

00:07:18: Und speziell in den öffentlichen Räumen braucht man ihn kratzendlich überall Genehmigung, dass das alles funktioniert Muss man aber auch sagen, dass sich die größte Planung, das bezüglich was der Günther Meinhard übereinander hat.

00:07:29: Gott sei Dank!

00:07:30: Das war zeitlich auffangt und es wäre für uns alleine nicht zu zustimmen gewesen.

00:07:37: Ja ihr wart selber als Musiker Teil des ganzen Projektes.

00:07:40: eben deshalb glaube ich wenn jemand so diese Management-Tätigkeiten übernimmt ist das schon sehr viel geholfen oder?

00:07:46: Ja, an dem Tag waren wir dann auch zuvor, gerade das letzte Monat oder die letzten zwei Monate, waren wir schon eine Vorbereitung mit den Üben und Proben zu koordinieren.

00:07:57: Wir haben ja auch die Probeleitungen natürlich selbst übernommen.

00:08:02: Und wenn du dann warst okay das funktioniert jetzt dass die Instrumente dort sind weil es sind ja so große Produktionen da brauchst du ja wirklich Räumlichkeiten.

00:08:10: zum Raum Sechs Marimbus mit sechs Marimpen, das war ja bei der Storiate in Stephanien schon eine Riesenaktion.

00:08:21: Und jetzt natürlich wieder und dann kommen noch Stücke dazu wie Drumming City Life mit kleinen Orchester und so, also dass man unsere Hauptgeschichteln, sag ich mal, das zu koordinieren und wenn du weißt okay Der Raum, den gibt es, die Instrumente sind schon da und du kannst dich auf das Proben konzentrieren.

00:08:39: Das ist natürlich...das macht's dann schon aus ja?

00:08:43: Six Marimbas!

00:08:44: D.h.,

00:08:45: ihr habt die Instumente wahrscheinlich jeder von irgendwo mitgenommen weil es wird nicht an einem Standort also die Uni wird keine Six Marimbas haben oder?

00:08:53: Oder habt ihr von Studie bei Kashmars?

00:08:56: Six marimbas irgendwo herumstehen?

00:08:59: Schon?

00:09:00: Ähm, Six Maribbas nicht.

00:09:03: aber wir haben Heuer, also mit Adams auch mit Musikhaus Lechner und so eine Kooperation begonnen.

00:09:12: Wir haben insgesamt heuer vier C-Marimbas gekauft und wir haben selber auch ein paar C-Marimbas und mit den vier gekauften Marimbas.

00:09:22: Und es war uns auch wichtig dass das von einer Marke ist, von einer Firma ist und die gleichen Instrumente sind weil das auch homogener ist.

00:09:33: Genau so haben wir, dass das erste Meter stimmt und beim zweiten Mal war es ein bisschen offener.

00:09:38: Jetzt weiß er beim Steve Reichstag.

00:09:42: Da haben wir Gott sei Dank von der Universität ein paar Marimpen gekriegt.

00:09:47: Bleiben wir vielleicht gleich bei dem Werk, weil wir gerade drüber reden.

00:09:50: Hören wir da vielleicht einmal kurz rein wie sich das angehört hat in dieser Nacht?

00:10:11: Ja, das waren jetzt sechs Marimmers.

00:12:15: Das war im Mumut der Kunst Uni Graz.

00:12:20: Da durfte ich auch selber als Gast dabei sein und mir ist aufgefallen, Bernie du hast auf deinem Notenstände einen Handytimer mitlaufen gehabt.

00:12:29: Wofür war das gut?

00:12:31: Gört es zum Stück?

00:12:33: Nein, das gehört nicht zum Stück.

00:12:35: aber Six Marimbas haben wir quasi geöffnet und improvisatorisch angelegt und haben vier Solisten eingeladen dazu.

00:12:46: Man muss ein bisschen die Zeit im Blick haben, weil sonst kann das irgendwie ganz schnell einmal mit ein paar Gigabyte Solos in vielleicht andere Sphären kippen.

00:12:56: Also es war dann immer so ausgerichtet unsere drei Parts oder drei Teile hat das Stück so im Wesentlichen dass wir ungefähr vierzig Minuten uns durch bewegen und jeden Teil in etwa gleich lang anskizzieren.

00:13:11: Das war auch gut so vom Plan.

00:13:13: also wir haben da im Präusor da ist ja viel gearbeitet Wir haben einen sehr detaillierten oder viel detailleren Plan gehabt.

00:13:23: Und Gerald Brennfalk hat dann so losgelegt beim Soundcheck mit dem ersten Solo, dass unsere Pläne komplett zunichte gemacht wie wir jetzt nicht sagen.

00:13:33: also er hat so bombastisch drüber soliert und irgendwann noch ich weiß nicht der hat angefangen zu spülen einfach nicht mehr aufgehört.

00:13:41: Und dann hat es einen kurzen Stopp gemacht, ich finde das so cool was wir da machen!

00:13:47: Wir müssen das ein bisschen anders planen und teilen.

00:13:51: Deswegen auch die Uhr damit wir wissen okay wann gehen wir in den nächsten Teil?

00:13:55: Und können den Ablauf ein bisserl sogar garantieren und auch zeitlich ein bissel begrenzen für das ganze.

00:14:01: Alles klar also deshalb der Timer.

00:14:03: Wir hätten sonst auch zwei Stunden spielen können.

00:14:06: Stimmt, das hätte dann für die anderen weiterfolgenden Acts nicht so gepasst.

00:14:10: Das war ja noch was geplant.

00:14:11: Genau dieses Six-Marimbas war ja doch ein Stück des dann schon,

00:14:14: ich glaube um...

00:14:15: ...einundzwanzig Uhr?

00:14:17: Zwei und zwanzig!

00:14:17: Oder zwei und zwanzig Uhr war genau.

00:14:20: Gehen wir vielleicht zurück?

00:14:21: also es waren ja insgesamt zweiundzwansig Acts an sechzehn verschiedenen Plätzen.

00:14:27: Wie hat man die Nacht begonnen?

00:14:28: nach der Weikadur?

00:14:29: Also die Weikadura haben wir gehört, das war der offizielle Startschuss quasi.

00:14:33: Wie ist dann weitergegangen?

00:14:35: Also zeitgleich ist es auch um Nullo in der Herr Cesugirche losgegangen.

00:14:39: Mit Four Organs, ein Stück für vier elektrische Orgen und einen Marakas-Spieler.

00:14:57: Und gab's danach eine Improvisation über oder zu diesem Stück von Manfred Tausch auf der Orgel... ...und dann kam Violin Face gespielt von der Olivier de Prato wiederum darüber eine Improsession von Manfried Tausch und von mir.

00:15:14: Das war sozusagen das erste Konzert von null bis ein Uhr.

00:15:18: Und dann ging es weit davon, ein Uhr bis sieben Uhr in der Früh mit Pendulum Music stündlich zu sein.

00:15:26: Stück für vier Mikrofone die gleichzeitig also die einen relativ hohen Stativ hängen und dann gleichzeitig angeschaukelt werden und über eine Verstärkerbox pendeln und durch das Feedback, das dadurch entsteht ein rhythmisches Muster.

00:15:48: Ein ganz frühes Werk von Steve Reichs und das haben wir dann stündlich gespielt.

00:15:55: Auch in der Herzeesu-Kirche?

00:15:56: Genau ja!

00:15:57: Wie war es jetzt um Mitternachtin der Herzeseesu Kirche?

00:16:00: Wie viele Menschen waren da zu Gast?

00:16:02: Gab's wirklich welche die... also viele, die dort waren?

00:16:06: Es waren circa hundert.

00:16:09: Ich glaub sogar

00:16:10: ein bisschen mehr.

00:16:12: Die dort waren, also war eigentlich super besucht für die Uhrzeit.

00:16:15: Das ist ja schon Nullur in ein Konzert zu gehen.

00:16:20: Ist schon eine Herausforderung!

00:16:22: Und damit

00:16:23: echt nur für uns Spieler.

00:16:25: Nur kurz Bernie wie du am Anfang.

00:16:27: Wie gesagt hast du ja auch Nulluru könntest kommen da, da hast sicher Zeit, da hat niemand der Ausrede.

00:16:31: Da gibt

00:16:31: es keine Ausreden

00:16:32: mehr?

00:16:32: Stimmt...

00:16:34: Also wenn ich ja kurz, das ist die Generalprobe haben wir ja um zehn am Abend gehabt.

00:16:41: Tagsüber von Wien-Ritur kommen.

00:16:42: Wir haben zwei Tage vorher noch City Life in Wien geprobt, sondern jetzt Mittag kamen und dann zehn ist die Generalprobe.

00:16:51: Die Stimmung um diese Zeit in der Kirche war schon Wahnsinn!

00:16:56: Also das ist wirklich ... auch Pendulum und so... Das Hattu drinnen pfiffen und natürlich auch so eine Energie im Sakralen Raum.

00:17:05: Um null Uhr da das Konzert, das war total cool mit den Orgelungen und so.

00:17:11: Das war schon sehr speziell.

00:17:15: Man muss sich immer überwinden, so was zu machen und dort hinzugehen.

00:17:19: Sich auf das einzulassen, aber das hat schon was.

00:17:22: Das hat wirklich absolut

00:17:24: was.

00:17:26: Und waren Sie selber jetzt wirklich die kompletten vierundzwanzig Stunden mit dabei?

00:17:32: Habt ihr zu verschiedenen Acts gewechselt?

00:17:35: Weil gespielt?

00:17:35: habt ihr nur vier oder fünf Projekte gesagt?

00:17:38: Also nur unter Anfangszeichen!

00:17:41: Also ich war den kompletten vier bis zwanzig Stunden dabei, weil du vorher gefragt hast ob das Konzert gut besucht war.

00:17:50: Das hat sich dann gegen halb zwei hat sich die Kirche eher schon wieder gelehrt.

00:17:59: Bis drei in der Früh haben wir noch die Sachen ein bisschen abgebaut Und dann von drei bis sieben war man eigentlich mehr oder weniger zu zweit in der Kirche und haben die Mikrofone stündlich angetaucht.

00:18:16: Angeschaukelt,

00:18:17: aber das war ja auch so geplant?

00:18:19: Oder erwartbar eigentlich.

00:18:20: Das war ein Livestream.

00:18:22: Genau, es gab einen LivestREAM.

00:18:24: Es waren um drei in der Früh zwei Besuchende da.

00:18:30: Die sind da wirklich deswegen gekommen.

00:18:33: ein Stück mitgespielt.

00:18:36: Die haben uns geholfen, die Mikrofone anzutauchen.

00:18:38: Okay, spannend!

00:18:42: Genau ich bin da Gott sei Dank rausgekommen.

00:18:45: Ich habe schon die Befürchtung gehabt dass sie das energetisch, dass es schwierig wird in dem ganzen Tag weil ich glaube wir haben sieben oder acht Konzerte gespielt an dem Tag plus die Soundchecks und die Einspielproben von einem Eck noch zum nächsten.

00:19:02: genau deswegen war bei mir die Nacht quasi Da war ich noch zu Hause, aber dann ab neun Uhr ist dann durchgegangen.

00:19:10: Wow!

00:19:12: Wie halt man sich da fit bis zum letzten Konzert?

00:19:16: Energy Drinks oder keine Ahnung...

00:19:19: Adrenalin.

00:19:20: Ja es ist schon so was Spezielles ist, was er jetzt hat jede Woche oder jedes Jahrzehnt nicht einmal macht.

00:19:33: Ja, ist das halt einfach immer so.

00:19:34: und dann beißt man eine oder ... durch die Energie bleibt man munter.

00:19:39: Und Kaffee.

00:19:42: Red Bull!

00:19:42: Okay...

00:19:44: Der Zeitplan war einfach so, genau der Zeitplan waren einfach so dass das also im Meinfall war der erste Block glücklich von neun bis neuen Vormittag bis um vier.

00:19:55: Und da war eigentlich keine Zeit zum Müde sein weil mal Man schwebt da dahin, es ist Adrenalin pur und man kommt von Citylife oben vom Schlosswerk runter direkt ins Schauspielhaus.

00:20:13: Und ausmännlicher Stunddraming und so... Da bist du wirklich voll on fire!

00:20:18: Da war dann meine erste Pause.

00:20:20: irgendwie also da hab ich auch gemerkt, da kommst gar nicht so schnell runter.

00:20:24: Ich habe den ganzen Tag bis dort überhaupt nichts gegessen weil der Körper hat da signalisiert brauch jetzt nix, du bist fokussiert und das passt.

00:20:34: Und erst dann am Abend nach dem ersten biselessen irgendwie hat man gemerkt, es wird mal müde... ...und dann geht's wieder Schlag auf Schlag dahin!

00:20:43: Dann ist es von sieben Uhr am Abend bis zum elf Uhr am Abend wieder komplett durchgegangen.

00:20:50: Ich glaube, das Adrenalin hält dann wirklich fit.

00:20:54: dem ganzen Tag extrem geholfen hat war, dass das weit nach einfach fantastisch war.

00:20:59: Also sowohl für die Besucherinnen als auch wir uns nehmen.

00:21:04: Wenn man sich jetzt versteht, dass da den ganzen Weg regnet und kalt ist dann ist es energetisch natürlich um einiges schwieriger aber so.

00:21:11: Es war in der Früh schon relativ warm und wunderbar sonnig und ist es den ganzen Tag geblieben.

00:21:17: also da haben wir wirklich mega mega Glück gehabt.

00:21:21: Regenwetter wäre wahrscheinlich auch logistisch, wieder schwierig.

00:21:23: da hätte sie wahrscheinlich ein paar Sachen umplanen müssen

00:21:26: oder?

00:21:26: Das hat für alle Autoraktivitäten Regenvarianten gegeben.

00:21:31: Aber es ist ja immer ein Plan B und wir kommen ja nicht so oft als Schlagzeuger, ich sage mal eine Bläsergruppe kann sich bald einmal Richtung Publikum bewegen und sie draußen hinstellen und musizieren und spülen.

00:21:44: das ist bei uns schwer möglich Und wenn's das dann einmal machst, ist es ja natürlich das Optimalste.

00:21:51: Das war halt am Kriegsplatz dann viele Leute, die heute verbeispaziert sind, Stemplim sein und auch ein Crowd, der wegen uns gekommen ist und die schon in den Nacht dabei waren.

00:22:00: Und dann Richtung Hauptplatz und bis zum Balkon sitzen hunderte von Leuten bei dem Biomarkt und ich mir dachte okay, das wird jetzt wenigstens entspannt diese Viertelstunde!

00:22:09: Und dann war das so laut irgendwie und so ... Wahnsinn... Also, man ist wirklich voll an Feier.

00:22:16: Die Geschichte am Hauptplatz war ja glaube ich was ganz Spezielles.

00:22:19: Da habt ihr vom Balkon vom Rathaus runtergespielt oder?

00:22:23: Ja genau

00:22:24: und in welcher Formation war das?

00:22:28: Pieces of Wood haben wir gespielt.

00:22:31: zu fünft.

00:22:32: Fünf Klaves also wer nicht weiß was Klave sind also Holzstöcke die gestimmt sind Und es war richtig laut.

00:22:43: Die haben Schlossberg oben, die aufgebaut haben für das nächste Stück.

00:22:46: Die haben das oben mitverfolgt und das hat auch so zurück geschallt von den Häuserwänden, dass sie immer rüber schauen müssen.

00:22:57: zum Hannes welche Stimme das Erdoit spielt

00:23:00: ja

00:23:01: und auch zu dir zum Raffi welche Phrase weil des links vom Haus entgegen geschossen kommen ist und es war so wahnsinnig laut aber da waren natürlich ein Wahnsinns Tempo.

00:23:12: Wir hat den ganzen Hauptplatz überstrahlt.

00:23:14: Ich glaube, das hören wir uns jetzt auch kurz an.

00:24:02: Wie viele Musikerinnen und Musiker waren an dem Tag insgesamt beteiligt?

00:24:08: Ca.

00:24:09: neunzig Und ein Extrem-Sportler

00:24:12: Und ein Radfahrer

00:24:14: Stimmt!

00:24:15: Da war ja auch was Genau Erzähl

00:24:19: Das ist so zustande gekommen.

00:24:23: Ich hab mir gedacht So wie kann man Steve Reichs Musiker bisschen auch in andere Gefilde bringen.

00:24:33: Also so überlegt die kolinarische Richtung oder in die Sportrichtung.

00:24:39: und dann haben wir gedacht, wie kann man die minimalistischen Musik, die sie so ewig lang auf dahin zieht mit leichten Feindrungen?

00:24:47: In welcher Sport hat das irgendwie übersetzt?

00:24:50: und da ist mir dieses extrem Radfahren eingefallen was ja gerade in der Steiermark Mittlerweile hat Tradition durch den Wolfgang Fasching und den Christoph Strasser, die beide das Race Across America gewonnen haben.

00:25:04: Und mich fasziniert es schon relativ lang.

00:25:06: Und dann habe ich gedacht wie kann man das irgendwie verbinden?

00:25:09: Und da ist die Idee entstanden so okay... Es gibt dieses sehr markante Pattern von Steve Reich Da, da, da!

00:25:17: Wie könnte man das machen dass das durch eine Radfahrer gespielt wird.

00:25:21: Ich bin technisch selber überhaupt nicht versiert, aber dann haben wir sofort das kann irgendwie durch die wenn irgendwas an den Speichen klappert.

00:25:31: Und man macht es in einem bestimmten Abstand.

00:25:34: Dann entsteht dieses dieses Pattern, wenn man auf dem Fahrrad tritt und das hat dann der Hannes Ebener also auch ein Mitglied von Schülleberg-Haschen Graz und er ist ein Freak was Instrumentenbauer betrifft.

00:25:48: Ein Bastler!

00:25:49: Der hat es dann wunderbar hergegeben richtet und die Fahrräder so präpariert.

00:25:56: Und wir haben dann den Lukas Kaufmann gefunden, angefragt und er hat sich Gott sei Dank und dankenswerterweise bereit erklärt da mitzumachen zu einer Pattern Challenge wo man gegen ihn antreten konnte.

00:26:10: und es ging da nicht um was meistens bei Steve Fresh diese Phasenverschiebung also dass ich die Phas oder die Patterns gegeneinander verschieben, sondern das Ziel war es, das Pattern möglichst synchron mit ihm zu spielen.

00:26:24: Also im gleichen Tempo wie er zu radeln... Das war der sogenannte Pattern Challenge.

00:26:31: Genau, die war im Bicycle Shop.

00:26:34: Alles klar!

00:26:34: Hat die Stadt gefahren?

00:26:35: Das war sehr lustig.

00:26:36: Ja?

00:26:36: Das schauen wir uns jetzt glaube ich auch an.

00:26:46: Sehr gut also neunzig Musikerinnen und Musikern und Einradfahrer.

00:26:49: was war die größte Gruppe die ihr gleichzeitig gespielt habt.

00:26:55: Wahrscheinlich City Life, oder?

00:26:57: Das war City Life.

00:26:59: Was ist die Auswendung her?

00:27:00: Da sind glaube ich etwa Zweiundzwanzig Musikerinnen plus Dirigent.

00:27:06: Da hattest du ja schon Unterstützung

00:27:07: aus Wien,

00:27:08: oder?!

00:27:08: Ja das war wahrscheinlich gemeinsam mit Studio Dan, Ensemble aus Wyn.

00:27:13: Das war eigentlich die größte personelle Besetzung!

00:27:18: Wer ist da auf die Idee gekommen, das genauso zu performen wie es performed habt?

00:27:22: Weil ich fand das großartig.

00:27:23: Das war ja am Schlossberg oben mit Blick auf die Stadt.

00:27:27: Die Idee vom Steve oder der Stück ist glaube ich seinem Wohnort New York gewidmet.

00:27:34: Man hat auch nicht viele Samples aus den Straßen New Yorks.

00:27:38: Also das Stück ist schon für eine Stadt geschrieben.

00:27:44: Da hat sich's in Graz angeboten das Stück zu spielen mit einem Blick über Graz.

00:27:51: Und den hat man in der Kalonen-Pastei am Schlossberg wirklich super, also da kann man wirklich über die komplette Stadt blicken.

00:28:00: und es ist auch gerade um die Uhrzeit, neunzehn Uhr und zwanzig Uhr Anfang Oktober, so Anfang der Dämerung bzw.

00:28:09: zwanziger Uhr ist schon ein Fenster, hat dann wirklich einen fantastischen Blick.

00:28:13: Die Idee war eben die Musik zu hören einerseits Und auch jetzt richtig die Stadt anzuschauen.

00:28:20: Ja, und auch die Klinge von unten auch mit wahrzunehmen.

00:28:23: Das war eine großartige Stimmung da oben finde ich.

00:28:28: Viel zu wenig Zeit zum Genießen gehabt.

00:28:30: aber wenn dann die Schiffsglocker so reinfahren und du schaust auf dem Uhr hinunter das war schon cool!

00:28:35: Absolut.

00:28:36: also eben das war auch ein Eck wo ich dabei war und ja es war großartig.

00:28:40: Also wenn man sich darauf eingelassen hat... Die ganzen Lichter dann schon, weil du gesagt hast eben es war die Uhrzeit wo man wirklich schon Dämmerik und Dunkel war.

00:28:51: Da hören wir uns jetzt auch kurz was anderes raus.

00:32:16: Wie haben die Menschen in Graz grundsätzlich drauf reagiert?

00:32:18: Weil es sind ja wahrscheinlich nicht alle gezielt zu irgendwelchen Konzerten- und Aufführungen hinkommen oder?

00:32:24: Also schon viele, weil das Programm ist schon relativ weit im Vorhinein bekannt gegeben wurde aber schon auch und das war auch der Plan sozusagen Laufpublikum.

00:32:36: Und es gibt da einen Fernseh-Ausschnitt, wo eine Dame die im Hauptplatz war bei Piece of Wood dazu befragt wird und die erzählt das dann so sehr lustig dass sie aus der Sackgasse kommt und sie hört dieses dieses Pattern und sie singt's danach.

00:32:56: und dann hat sie auf die Art gesagt ja das hat ihr gefallen Schaut, wo das herkommt und hat sich erst gedacht aus der Sporgasse.

00:33:04: Dann ist sie weitergegangen und hat uns dann am Hauptplatz am Rathausbalkon gesehen.

00:33:10: Und hat es dann anscheinend sehr genossen!

00:33:14: Also auch Laufpublikum, dass reagiert hat auf eure Performance?

00:33:19: Welche Orte habt ihr sonst noch ausgewählt?

00:33:22: Weil eben die Herz-Jesu-Kirche war schon dabei... ...dann das Beißigelrad-Geschäft.

00:33:27: was gab's da nach?

00:33:29: Wir waren am Grießplatz Da haben wir vor Organs gespielt.

00:33:34: Wir waren im Winzynest, wir waren im Mineritenhof und im Kreuzgang der Mineritten.

00:33:41: Wir sind am Hilferplatz...

00:33:43: Am Ostbahnhof?

00:33:44: ...am Ostbahnhoff in Schauspielhaus.

00:33:48: Im Landesgericht.

00:33:50: In der Uni um Schlafsberg.

00:33:53: Und dann gab es ums Sechzehn Uhr fünfzehn gab's einen Programmpunkt wo in verschiedenen ausgewählten Lokalitäten also in Cafés der Hilly gespielt wurde, genau zur gleichen Zeit.

00:34:06: Also da war das Café Mitte dabei, des Parks, des Trebecca, des DAX und des Schauspielhauscafés.

00:34:20: Gibt es irgendeinen Spielort, der euch ganz besonders überrascht hat von der Performance her?

00:34:26: Wie vorhin schon erwähnt, überraschte mich wirklich der Rathaus, der Balkon.

00:34:30: Da war man unfassbar präsent finde ich!

00:34:32: Das war von gar Wahnsinn.

00:34:33: Da waren wir so leer oben, jeder mit zwei Steckerländer hat und schießen da Richtung Hauptplatz runter und unten waren hunderte von Menschen.

00:34:42: Also das war eigentlich der Überraschendste.

00:34:48: Super Stimmung finde ich Herz Jesu!

00:34:51: Das war wahnsinnig schön dort um diese Zeit zu musizieren.

00:34:59: Schauspielhaus ist immer schön aber glaube ich für Drumming auch der beste Ort an diesem Tag, weil gerade Drumming finde ich das ist so ein konservantes Stück mit so einer Kraft.

00:35:14: Da muss auf und gegen wie auch der Saal die Kraft ein bisschen zu unterstützen.

00:35:18: Das wäre im Freien oder so finde ich nicht möglich da.

00:35:21: Ich wäre viel zuviel Bewegung oder Ablenkungen irgendwie für das Stück nicht passen.

00:35:29: Welche Besetzung war jetzt Drumming?

00:35:32: Drumming sind wir zu Neunt.

00:35:34: Also neun Schlagwerke, plus zwei Sängerinnen und eine Piccoloflöte.

00:35:41: Okay.

00:35:44: Genau!

00:35:44: Und das war eines der ersten Stücke die ich als Bub gesehen habe.

00:35:48: Da ist damals mein Papa hingefahren.

00:35:50: Ich glaube es war ein Ilde.

00:35:52: Ich glaub da war er jetzt zwölf Jahre alt und hab damals Studie bei Karsten gesehen.

00:35:56: bei diesem Stück oder mit diesem Stück.

00:36:02: Genau das möchte ich machen.

00:36:05: Ja, dann hören wir uns an wovon du da begeistert wurdest.

00:37:06: Dann gab es noch einen weiteren Ort wo ihr vorher ein bisschen geschwärmt habt.

00:37:10: Das war der Ostbahnhof ist ja auch eher was Untypisches.

00:37:14: Was gab's dort?

00:37:15: Dort waren Different Trains.

00:37:18: Es sind ein Streichquartett mit Tape also mit elektronischen Klängen Samples gespielt von Studio Dein übrigens auch und in dem Stück geht es in gewisser Weise auch um die jüdische Herkunft von Steve Reich und auch um den Debutationen der Juden in der IS-Zeit mit den Zügen.

00:37:47: Und deswegen ist das schon thematisch auch sehr passend, das Stück dort zu machen.

00:37:52: Und viel doch der Ausbahnhof ist ein wunderschöner Bahnhof, so ein schönes Gebäude.

00:38:01: war es nicht passend dort, das zu machen finde ich.

00:38:05: Das hören wir uns jetzt auch kurz an!

00:38:24: Das heißt ihr habt schon immer wieder geschaut dass auch die Stücke irgendwie zur Location passen eben City live mit den Blick über die Stadt der Ostbahnhof.

00:38:33: jetzt mit den Zügen gab's noch irgendwas das sehr erkannt sich miteinander gut vereinbaren ließ.

00:38:40: Ja, es war das im Landesgericht für Strafsachen.

00:38:44: Das Stück Come Out gespielt ist ein Stück für Tape also ein sozusagen vor aufgenommenes Stück ohne Live Musikerinnen und in dem Stück geht's thematisch auch um einen zu unrecht verurteilten Mann in New York glaube ich und deswegen war die Dirty Location ist nicht passend, finde ich.

00:39:15: Die Ursprungsidee war es in der Kalao zu machen im Gefängnis wo das Landesgericht dann eigentlich noch besser passt weil sie darum um die Verhandlung geht.

00:39:30: Ich war da leider nicht dort weil sich das zeitlich nicht ausgegangen.

00:39:33: aber es gibt ein oder zwei Videos und es ist irgendwie total cool anzusehen weil das halbbar total voll Und die sitzen da drin und vorhin stehen die zwei Lautsprecherboxen.

00:39:46: Und aus denen kommt das Stück heraus.

00:39:49: Ich fahre dann nach irgendeiner Location ein, die eben genau zum Stück gepasst hat, war noch irgendwas dabei.

00:39:56: Also das Fahrrad in dem Fall im Fahrradgeschäft?

00:40:01: Ja,

00:40:01: city life natürlich!

00:40:02: City

00:40:03: Life auch ja.

00:40:04: Das war mein optisch musikalisches Highlight an dem Tag

00:40:08: eigentlich.

00:40:09: Es war auch das Vincinest, da wurde das Stück It's Gonna Rain aufgeführt und es ist dadurch entstanden dass mein Papa macht seit langer Zeit als ehrenamtlicher Mitarbeiter Nachtdienste im Vincinnest.

00:40:28: Und das Vinzenest ist ein Unterbringungsort für optochlose Menschen ist nicht oft darum, ob es am nächsten Tag regnen wird.

00:40:42: Weil das natürlich ihren Alltag beeinflusst, weil die einen ganzen Tag im Freien verbringen

00:40:48: müssen.

00:40:50: Deswegen war dieses Stück It's Gonna Rain da auch, finde ich sehr passend!

00:40:56: Und eine Sparte, die auch an dem Programm war über die wir noch nicht geredet haben, wo ihr habt ja auch elektronische Sachen dabei gehabt mit Elektro-Gutzi glaube ich.

00:41:05: Eine

00:41:06: DJ.

00:41:07: Um einundzwanzig Uhr war die Isabella Fortuniti, seine Komponistin Musikerin, die sich sehr viel mit elektronischer Klangverarbeitung beschäftigt und die hat ein Programm entwickelt das mit Samples von Aufnahmen von Steve Reich arbeitet und hat es zu ihrer eigenen Performance zusammengesetzt.

00:41:29: Und dann Elektrogozi sozusagen als Weiter Führung als weiter Denken von Steve Reichs Musik, also dieses minimalistische Musik in zum Teil Club-Kontext.

00:41:44: Auch diese rhythmischen Verstiebungen die dir ganz großartig machen.

00:41:48: dieser Band war sozusagen der Abschluss sozusagen wie das weitergehen könnte oder wie es weitergeht.

00:41:57: Ja auch eine schöne Idee, wow cool!

00:41:59: Also alles sehr überlegt was ihr da gemacht habt.

00:42:02: ja Was bedeutet dieses Projekt heute für euch mit ein bisschen Abstand?

00:42:06: Jetzt ist es ja schon ein paar Wochen her.

00:42:09: Wie geht ihr jetzt damit, ganz persönlich?

00:42:12: Super!

00:42:13: Weil das wirklich so gut funktioniert halt.

00:42:16: Also logistisch und auch musikalisch aber es ist auch wieder vorbei und wir arbeiten schon am nächsten Projekt.

00:42:29: also es geht weiter.

00:42:31: Schauen wir auch ein bisschen kleinere Versionen von Studie bei Karsten wieder präsentieren zu können.

00:42:37: Auch leistbarere Produktionen wiederzumachen, kleiner aber musikalisch für uns interessante Geschichten aufzulegen damit es da wieder weitergeht.

00:42:48: Genau!

00:42:49: Das heißt wird ihr schon wieder auf ein nächstes Studio bei Karstchen-Projekt freuen?

00:42:53: Absolut auf alle Fälle ja.

00:42:55: Ich finde gerade momentan in der Zeit oder gerade in der Steiermark, wo es ja zum Teil kulturpolitisch ziemlich umgeht.

00:43:09: Bin ich sehr froh, dass wir das Projekt durchgezogen haben

00:43:13: und einfach

00:43:13: zu zeigen, dass es in der Steuermark so etwas geben kann und genau, dass man sich nicht unterkriegen lässt.

00:43:21: Ich glaube, das ist sowieso das Wichtigste was wir als Musikerinnen und Musiker derzeit machen können.

00:43:27: Einfach zeigen!

00:43:28: was wir drauf haben und die Projekte umsetzen.

00:43:32: Und es gibt Leute, die das auch unterstützen.

00:43:34: Weil ich denke mir ... Ich wollte ja am Abend davor, habe immer gedacht noch ein paar Karten für eure Veranstaltung zu checken.

00:43:40: Ja, no go!

00:43:42: War nicht mehr möglich, war ausverkauft also großartig.

00:43:45: Und das ist ja dann das Schöne dass sie Leute das so annehmen.

00:43:48: auf jeden Fall Gut, das heißt wir freuen uns auf zukünftige Studioparkaschenprojekte.

00:43:54: Vielen Dank lieber Raphael!

00:43:56: Vielen dank lieber Bernie, dass ihr euch heute die Zeit genommen habt

00:43:59: und

00:44:00: hier

00:44:00: bei mir war's.

00:44:02: Das war es nun für heute beim Muse am Mikro.

00:44:05: Vielen Dank, dass ihr heute

00:44:07: wieder

00:44:07: eingeschaltet habt und dabei wart.

00:44:10: Was erwartet euch im Dezember?

00:44:12: In der nächsten Folge hört Ihr wie hundertdreißig Clarinetistinnen mit sechs verschiedenen Clarinettenarten gemeinsam musizierend auf

00:44:20: einer

00:44:20: Bühne klingen – wie ein erfahrener Professor der Kunst-Uni Graz Jazzabteilung mit SchülerInnen improvisiert um mit welcher Energie ein pensionierter Clarinetenprofessor eine Probe leitet!

00:44:33: Das und vieles mehr erfahrt ihr in der nächsten Folge von Muse am Mikro.

00:44:39: Ein herzliches Dankeschön geht natürlich an die Abendur des Pott für den guten Ton und die Rundumbetreuung!

00:44:45: Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert Muse Am Mikro gerne auf eurer Lieblingsplattform Und hinterlasst uns dort auch gerne eine Bewertung.

00:44:54: Wir hören uns wieder in der nächste Folge.

00:44:56: Bis dahin verpasst keinem Ton, den ich Sinn spielen oder hören wollte Denn Musik ist Lebensgefühl.

00:45:10: Dieser Podcast ist eine entgeltliche Einschaltung des Landes

00:45:25: Steiermark.

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