#38 - Georg Gratzer: Ein musikalischer Weltbürger
Show notes
Wir sind zurück aus der Sommerpause und starten mit Folge 38 ins neue Schuljahr 2026/27. Zu Gast bei uns ist Georg Gratzer: Multiinstrumentalist, Weltenbummler, Ausstellungskurator und künstlerischer Leiter des KOMM.ST Festivals.
Georg erzählt uns von seinen musikalischen Anfängen im oststeirischen Anger, von seiner Studienzeit an der Kunstuni Graz und seiner weiteren Laufbahn als freischaffender Musiker. Was bei ihm dabei immer durchklingt: große Leidenschaft für die verschiedensten Arten von Musik, Experimentierfreudigkeit und die ständige Bereitschaft Neues zu lernen. So verwundert es auch wenig, dass er seinem 14-jährigen Ich heute raten würde, wieder alles ganz gleich zu machen.
Ein inspirierendes Gespräch über die Musik, das Leben und das Reisen. Und ein eindrucksvolles Beispiel für die vielfältigen musikalischen Wege, die an steirischen Musikschulen ihren Anfang nehmen.
Weiterführende Links:
Websites:
http://www.georg-gratzer.com
https://www.gratzer-bittmann.at
KOMM.ST Festival:
https://komm.st/
Youtube & Spotify:
http://www.youtube.com/@GeorgGratzerWoodwinds
https://open.spotify.com/track/07X10ukkrUFE2gAUJ65dyj?si=NnCF10FJT6mX5Wu-onvGUg&utm_source=copy-link
Link zur App "iTablaPro":
https://apps.apple.com/us/app/itablapro/id337350026
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/)).
Show transcript
00:00:03:
00:00:19: Servus und hallo bei Muse am Mikro.
00:00:22: Die Sommerpause ist vorbei, wir sind wieder da!
00:00:25: Ich bin Birgit Schweiger, unterrichte Klarinette und Elementaris musizieren an der Musikschule Weitz.
00:00:31: Und darf die Steiermark als Fachreferentin für Elementaris, Musizieren und Bewegung vertreten.
00:00:37: Nach unserer Sommerpause starten wir gleich mit einem Gast dessen musikalischer Weg eine ganz besondere Geschichte erzählt!
00:00:45: Was kann eigentlich aus einem Musikschulweg werden?
00:00:49: Bei meinem heutigen Gast begann vieles mit Mozart, genauer gesagt mit Mozarts Clarinettenkonzert in Aduur das er als Kind auf einer Schallplatte seines Vaters hörte.
00:01:02: Die Clarinette ließ ihn nicht mehr los.
00:01:04: Später wurde daraus die Leidenschaft für Chess und Saxophon ein Studium reisen unterschiedlichste musikalische Projekte und schließlich ein Leben als freischaffender Musiker.
00:01:17: Heute ist Georg Kratzer, aber nicht nur Musiker.
00:01:21: Er ist auch künstlerischer Leiter des Kommstfestivals und als Ausstellungskurator in Weiztätig.
00:01:28: Mich interessiert heute vor allem sein musikalischer Weg – was hat ihn geprägt?
00:01:33: Welche Menschen und Erfahrungen haben ihn begleitet?
00:01:36: und wie wird aus der ersten Begeisterung für ein Instrument irgendwann ein ganzes Berufsleben mit Musik?
00:01:46: Muse am Mikro.
00:01:47: Schön, dass du dir heute die Zeit genommen hast und mit mir ein bisschen blau bist und wir einiges von deiner Musik hören dürfen.
00:01:54: Liebe Birgit viel vielen Dank für diese liebe Einladung.
00:01:57: Ich habe mich schon sehr gefreut im Vorfeld darauf.
00:01:59: Freue mich sehr auf deine Fragen!
00:02:02: Und vielen dank für diese wunderbare Einleitung, die du gerade gesprochen hast.
00:02:06: Ja ich hoffe, ich hab alles erwischt.
00:02:07: Die habe ich bisher recherchiert.
00:02:10: Dann starten wir gleich rein... Also Georg, ich habe gelesen, Mozartsklarinettenkonzert in Adua hat dich ganz besonders berührt.
00:02:19: Das hast du als Kind auf der Schallplatte deines Vaters gehört?
00:02:23: Was genau hatte ich damals so fasziniert?
00:02:27: Das Instrumentklarinette an sich ist einfach ein unglaublich faszinerendes Holzblassinstrument.
00:02:32: Andererseits die Dynamik und den Tonumfang Unvergleichlich eigentlich, muss man sagen.
00:02:39: Und Mozart natürlich als erster Komponist der ja wirklich dezidiert für dieses Instrument geschrieben hat, hat natürlich auch ganz ein besonderes Stellenwert in der Musikgeschichte.
00:02:50: Er hat das erste das Instrument wirklich ausgereizt.
00:02:52: kann man es ja eigentlich fast nicht vorstellen dass man das Clarinettenkonzert mit einer damaligen Clarinette aus dem achtzenden Jahrhundert überhaupt spielen hat.
00:02:59: Kein war ja fast keine Klappen drauf sind und der Mozart ja auch in seinen Opern, Arjen und so.
00:03:06: die werden sehr oft von der Clarinette dann eins zu eins übernommen.
00:03:09: Also auch dieses sanghafte hat er bei der Clarenette einfach komplett ausgereizt!
00:03:15: Und ich habe damals natürlich auch das Glück gehabt, also mit Clarinettemit acht Jahren begonnen.
00:03:21: Zuerst über die Blaskabelle, über die bergknappten Kapelle Ravenwald da vorne natürlich noch Blockflöte gespielt darf man auch nicht unterschätzen.
00:03:28: Unglaublich wichtiges Instrument Ich trete immer ein für die Blogflöte, ist auch ein fantastisches Instrument und ich glaube es gibt wenige Instrumente, die so sehr unterschätzt sind wie die Blog Flöte.
00:03:39: Und bin dann in die Musikschule gekommen und mein erster Musiklehrer tatsächlich war der Peter Forcher.
00:03:44: Aha!
00:03:45: Und lustigerweise sieht man jetzt gerade in dem Zimmer wo er jahrelang in Weiß
00:03:49: unterrichtet hat... Das ist
00:03:50: richtig ja genau!
00:03:51: ...und er hat mir eigentlich als erstes richtig die Faszination des Klanges der kleine Nette so richtig näher gebracht weil einen unglaublich schönen Sound, einen unglaublichen schönen Ton und Klang ist gleichzeitig wirklich ein großartiger Musikant.
00:04:08: Und hat man eigentlich damals mit dem Mixed Tape was er mal damals aufgenommen hat also wie viele die in der Musikstudie sind und gleichzeitig Blasco Pelle spielen was ja eine großartige Kombination ist sich vorbereiten auf die Leistungsabzeichen hat Erma das Bronzerne und der Söhne Leistung abzeichnet damals mit einem Kassettenrequorder selbst aufgenommen und eingespült.
00:04:27: den Kasseten habe ich übrigens immer noch.
00:04:30: Das hat er so schön gespielt, dass er immer so oft ankirrt.
00:04:34: Und da ist ja auch bei den Vortragsstücken dann auch ein Stück von Mozart dabei und so an.
00:04:39: Das hat sich irgendwie alles geschlossen und das habe ich extrem genossen diese Jahre beim Peter Forcher.
00:04:47: Dann nach ein paar Jahren ist der Helmut Wiener gekommen, also der damals noch Student war aus Anga mittlerweile Ersterklärenetist, der niederösterreichischen Tonkünstler Und das war damals einfach eine sensationelle Zeit in Aunga, in der Oststermark überhaupt.
00:05:04: Sein Bruder Manfred Wiener hat damals die andere Big Band geleitet und wir haben dann angefangen Jazz zu spielen.
00:05:10: also das war so mit vierzehn, fünfzehn und eben sechs vorn und dann wirklich permanent Konzerte gespielt mit der Big Band Und einfach durch Helmut Wiener eigentlich, dann haben wir gedacht Boah jetzt geht es gleich gut weiter.
00:05:23: Man weiß ja nicht wenn Ammusiklera geht wie ist das mit dem nächsten?
00:05:27: und mit Helmut wiener war das auch faszinierend und wir spielen bis heute noch immer zusammen.
00:05:33: Das ist ja schön!
00:05:35: Wie war der Übergang zum Saxophon?
00:05:37: Also hast du bei beiden Glarinette gemacht beim Peter und beim Helmut oder beim Helmut dann schon Saxophonen?
00:05:43: Beim Peter nur Glarinetten dann einfach nachdem ich der Jazz immer mehr zum Interessieren angefangen habe.
00:05:50: Ich hab da immer schon die E-Ins-Jazznacht aufgenommen mit Kassettenrekord, das war so mit XIII und XIV.
00:05:56: Und dann war es irgendwie so den Benny Goodman, der mir einfach irrsinnig gedaukt hat einer der King of Swing, einer der berühmtesten Jazzklarendisten... ...und dann durch den Big Band Sound, dass ich jetzt erst die Big Band angeht, immer wieder gehört ohne dass ich selber mitspielt habe oder weil ich selbst noch gar nicht Saxophon gespielt, hab mich dann einfach das Saxophoned.
00:06:15: total zu faszinieren begonnen und durch den Jazz einfach.
00:06:20: Und dann war es eigentlich mit vierzehn, ja dann endlich soweit dass ich Saxophon hin zugenommen habe.
00:06:27: Okay
00:06:27: also auch beim Helmut
00:06:29: anfangen?
00:06:29: Ja genau.
00:06:30: Und wie ist denn weitergegangen?
00:06:32: Wann war für dich so der Knackpunkt das du gewusst hast?
00:06:35: Ich möchte jetzt noch mehr, ich will studieren gehen, ich
00:06:41: Das ist ja oft eine schwierige Entscheidung.
00:06:43: Also, wie was studiert man?
00:06:46: Ich war in der Schule auch ein guter Schüler.
00:06:49: Darf mir auch sagen... Du
00:06:50: weißt, welche Schule hast du gemacht?
00:06:51: Ich
00:06:52: bin jetzt Gymnasium in Weitzgang und ich kann das natürlich nachvollziehen, dass nachdem ich mittlerweile selber Kinder habe, dass Eltern sich halt... Ein einfachereren Lebensweg für die Kinder wünschen als jetzt ein Kunststudium, nach dazu ein Konzertfachstudium.
00:07:07: Also meine Ausrichtung war ja nicht irgendwie Musiklehrer zu werden oder so, sondern mein ganz klarer Fokus war ich möchte solist werden und durch die Welt tun.
00:07:17: Und da gibt es natürlich eine große Skepsis bei den Altern.
00:07:21: aber wenn man das in sich spürt und wenn wir das machen will dann muss man's eh machen.
00:07:25: also da gibts eh keine andere Möglichkeit.
00:07:30: Da war die Musik eigentlich für mich, deshalb bei der Blausgabelle schon immer so genossen.
00:07:34: Einmal ein Vehikel von unserem Bauernhof in Fläuen irgendwie rauszukommen einfach auch am Wochenende irgendwo hinzufahren und auf Festen zu spülen teilweise mit den Bussen herumzufahren um Frühschrauben zu spühlen und andere Leute kennenzulernen.
00:07:50: Und da war also die Musik für mich schon sehr früh quasi ein Mittel zu reisen und andere Menschen kennenzlernen.
00:07:59: Das ist für mich nach wie vor eigentlich der mitunter einster schönsten Dinge, was die Musik hat.
00:08:05: Dass es einfach diese universelle Weltsprache ist und mir jetzt einfach immer rauszahlen ist.
00:08:11: aber dann wenn wir jetzt so weit springen gleich nach einem Studium groß und während des Studiums schon man muss einfach raus.
00:08:18: Man muss sich die Welt anschauen und das kann ich einfach nur jedem nahe legen.
00:08:22: Aber wer mir nicht unbedingt Musiker werden möchte oder so.
00:08:25: Wenn man reist einfach immer Instrument mitnehmen, weil das ist einfach eine Antockungsmöglichkeit an Leuten von denen man weder die Sprache spricht noch die Schrift irgendwie lesen kann.
00:08:37: Also wenn du jetzt durch China reist oder so oder auch Indien oder so aber man kann sofort antocken und auf unglaublich persönliche Ebene und man kennt sich sofort!
00:08:47: Das ist so wunderschön.
00:08:49: also da ist die Musik einfach ja unbeschreiblich
00:08:54: Schön.
00:08:55: Auf das Reisen kommen wir dann später noch ein bisschen zurück, aber jetzt nochmal zum Studium – wo hast du denn CS studiert?
00:09:02: Wie ist es weitergegangen?
00:09:03: also im Gymnasium Weitz?
00:09:04: Dann eben war klar, du möchtest das machen
00:09:07: und bist dann hin.
00:09:08: Wo ist die Reise hingegangen?
00:09:10: Ja, das war auch nicht zuerst ... Es ist gar nicht so einfach ….
00:09:14: Ich war auf der CS-Universität in Graz, damals nach Hochschule mittlerweile Kunstuniversität Graz.
00:09:19: Das ist ja gar nicht so leicht, dass man da reinkommt.
00:09:22: Diese Aufnahmeprüfungen sind sehr selektiv, sage ich mal und ich habe das dann nach der Matura probiert.
00:09:29: Da haben sie glaube ich irgendwie fünfunddreißig oder vierzig saxophonisten beworben und es wurden glaube ich fünf aufgenommen.
00:09:36: unter denen war ich nicht in den ersten Jahren Genau Und im Nachhinein Gott sei Dank weil er gemerkt hat also für Jazz Ich hab da die Zeit einfach noch gebraucht und habe dann quasi ein Jahr halt noch mehr geübt, das eh sonst schon.
00:09:52: Und quasi nur auf diese zweite Aufnahmeprüfung hingewertet, hab nebenbei ... Technische Chemie studiert, damit man halt was studiert hat.
00:10:01: Okay!
00:10:01: Wow!
00:10:02: Da haben wir gedacht das schauen wir einmal an wie es eigentlich so ist auf der Technik.
00:10:05: aber weil ich eigentlich nur Gibt habe.
00:10:07: Ich hab nur die Minimalprüfungen gemacht, damit mir halt die Familien bei Hilfe nicht verliert ganz offen gesagt und habe mir aber voll fokussiert auf die Aufnahmeprüfung und habe dann natürlich auch von den Eltern verständlicherweise auch das Ultimatum gehabt.
00:10:21: also quasi wenn du das beim zweiten Mal jetzt schaffst dann musst da wirklich etwas anders studieren.
00:10:28: Wie gesagt, habe ich damals überhaupt nicht verstanden.
00:10:31: Würde jetzt vielleicht meine Kinder auch sagen, was weiß man?
00:10:34: Aber jedenfalls war ich dann so fokussiert und hab ja extrem viel weiterbrachte in dem Jahr und das natürlich auch beweist, dass wir das dann wirklich machen möchte.
00:10:43: Und hab die Aufnahmeprüfung dann geschafft und bin dann eigentlich bei der Aufnahmeprüfung als einziger gekommen worden.
00:10:48: Da haben sie uns dann überhaupt keinen genommen weil die Plätze einfach so beschränkt sind.
00:10:54: Also von dem her... Und das hat dann super gepasst.
00:10:57: Das habe ich dann beim Charlie Midlin in Grad studiert auf der Kunst-Uni und der mir auch total gefördert und unterstützt hat mit meinen musikalischen Projekten in der Zeit schon, also da hat man sogar als Professor sogar Konzerte gecheckt.
00:11:13: Das ist ja unfassbar.
00:11:14: Schön!
00:11:14: Ja großartig.
00:11:15: Da hat mich
00:11:17: mit
00:11:17: Agenturen irgendwie verbunden und hat mir an Festivales weitergereicht mit meiner damaligen Band und so... Das war eine unglaubliche Unterstützung.
00:11:28: Und auch der Heinrich von Karnen hat das auch gemacht, bei dem habe ich dann auch abwechselnd immer wieder studiert und da hatten wir immer zwei Professoren gehabt auf der Uni damals.
00:11:38: Und das ist ja auch ein großartiger Flutist und durch ihn ist die Flöte in meinem Instrumentarium immer.
00:11:44: immer stärker waren.
00:11:45: Das war auch einer der Gründe, genau und man braucht sie auch für die Big Band.
00:11:49: als Holzbläser muss man ja sehr vielseitig sein.
00:11:51: Genau da hast du das ganze Reportage eigentlich der Holzblass-Instrumente oder?
00:11:54: Ja
00:11:55: genau.
00:11:55: Also
00:11:55: Querenette, Querflöte alle Saxophonarten.
00:11:58: Genau.
00:11:59: Bassklarenette wahrscheinlich auch!
00:12:01: Das hängt immer davon ab, welche Rolle man dann spielt im Saxophon-Satz der Big Ben.
00:12:08: Sorge mal wenn du jetzt Ballett und Saxophone spürst hast du sehr viele Bauskleinette.
00:12:11: Wenn du alt spürste ich war eigentlich die Lid Alt Saxophonie ist immer in den Big Ben so eigentlich und da hast du natürlich eher das höherere Register also Bicula Flöte, Querflöte kleine Nette, Sobranzaxophon, Altsaxophones hat man dann eigentlich immer alles vor sich stehen Wenn ein Big Band Musik gefällt, also das merkt man immer bei den Big Band-Musikern.
00:12:32: Da sind einfach die Leute aus der Blasca-Band kommen einfach immer ganz vorne dabei, weil sie einfach erstens gewohnt sind in einem großen Assabel zu spielen und zu internieren in einem grossen Assabel und notend lesen können.
00:12:44: Klar!
00:12:45: Also es ist nicht immer nur, dass ihr improvisiert ne?
00:12:47: Absolut!
00:12:48: Im Jazz ist notendlesen ja nicht so wichtig aber im Big Band Jazz dann doch
00:12:53: Okay.
00:12:54: Und diese Agenturen, die jetzt deine Professoren für dich gecheckt haben, warst du da eher solistisch schon unterwegs?
00:13:00: Oder haben sie dann auch vermittelt in Big Bands oder andere Formationen?
00:13:04: wie war das?
00:13:05: Immer meine eigenen Projekte.
00:13:06: Also ich habe immer versucht, meine eigenen Projecte zu buschen und voran zu treiben.
00:13:11: Ja also damals die Band Befolk zum Beispiel mit Clemens Bitmann.
00:13:15: Das ist das Sextet!
00:13:17: Mit dem wir sehr viel unterwegs waren, sehr früh international.
00:13:20: Es war so Anfang der zweitausender Jahre Immer wieder in China, Island oder Europa Tournee.
00:13:25: Da waren wir sehr viel rundherum.
00:13:27: Das war schon während der Studienzeit eigentlich und ich habe mich immer auf meine Musik auf meine Kompositionen, wie ich Musik machen möchte, fokussiert.
00:13:38: Und nebenbei muss man natürlich, wenn man ausschließlich von der Musik leben möchte – das habe ich auch zwanzig Jahre gemacht, als ich selbstständig war und nur von der Musik gelebt hat – muss man auch seit meinen Jobs spielen.
00:13:49: Also wo man dann einfach mitspielt und sagt okay Da muss jetzt nicht stundenlang telefonieren und wird das Konzert vielleicht was oder nichts, sondern da fährt man dann einfach hin und spielt mit und lernt auch Leute kennen.
00:14:00: Und ist auch sehr schön!
00:14:01: Das ist eine gute Mischung.
00:14:03: aber ich habe mich immer fokussiert auf meine eigenen Projekte.
00:14:06: Dann kommen wir jetzt vielleicht aufs Reisen zurück.
00:14:09: du warst ja dann längere Zeit weil du jetzt vorher eben schon gesprochen hast von der Flöte?
00:14:13: Du warst längere zeit glaube ich in Indien unterwegs oder?
00:14:16: Ja genau also die Sache mit den Reisen.
00:14:24: Ich habe dann nach dem Studium das Glück gehabt, dass ich so ein Stipendium bekommen habe.
00:14:29: Wenn man quasi mit Auszeichnungen abschließt, dann hat man die Möglichkeit, dass man so einen begabten Stipendeum kriegt – so ein Projektstipendiums war das.
00:14:35: Da hat es damals geheißen und das habe ich dann genutzt um zuerst einmal eine Zeit lang in New York zu sein oder mal zu schauen wie gefällt mir New York?
00:14:42: Und dann bin ich noch London und haben gedacht okay... Wie ist London?
00:14:45: Also diese zwei Städte wollte ich mir einfach anschauen Und dann war es für mich definitiv London.
00:14:50: und ich war dann eigentlich jahrelang fast immer ein halber Jahr in London, hier in Österreich.
00:14:59: Und dort eigentlich in der komplett frei improvisierten Theater-Performance Musik unterwegs gewesen mit dem Weizer Guitar Hero Thomas Mauerhofer.
00:15:10: also wir haben da die... die Land- oder Hausbesetzer Szene und diese wirklich sehr, sehr schräge Kunstszene da unsicher gemacht.
00:15:18: Und zwar Oststeiner!
00:15:21: Das waren unfassbare Jahre.
00:15:23: Also das ist einfach wichtig, dass man auch in so ein Stadt geht wo man merkt... Da kann man eigentlich mit nichts mehr provozieren.
00:15:35: Deswegen kann man irgendwie alles machen weil es wurscht ist.
00:15:40: Wie soll man sagen, da gibt es dann keine Barrieren mehr und das hilft am selbsten natürlich irrsinnig.
00:15:44: Also wir haben ja dann da wirklich auch so komplette Free Jazz komplett frei improvisierte Konzerte gespielt wo man auf die Bühne geht mit Musikern die man vorher noch nie gesehen hat und man weiß nicht einmal die Donut vom ersten Stück und man spürt aber eineinhalb Stunden Konzert und das muss man ganz offen sagen dass das von Publikums Interesse jetzt keine keine Masse, also die Leute kommen nicht Busweiß zu seinen Konzerten natürlich.
00:16:14: Aber es ist natürlich von der Improvisation her auch das frei improvisierte verlangt natürlich einen enormen Fokus auf die Mitmusiker.
00:16:26: Also du kannst einfach nicht bei deinem Notenpult sitzen und halt ein bisschen mehr weniger Zeitungslesen deinen Partner unterspülen sondern du musst ja da so in dem Ding drinnen sein wie du warst nie wo es hingeht.
00:16:37: Und sofort reagieren eigentlich auch?
00:16:39: Und sofort reagieren, sofort reagiern und das haben wir dort einfach wirklich extrem ausgekostet.
00:16:47: Das waren total wichtige Jahre und in der Zeit habe ich mich dann aber schon immer mehr für indische Musik angefangen zu interessieren.
00:16:53: also das hat bei mir eigentlich schon in den neunzeiger Jahren gestartet als ich hab in den Neunzeigern mit wie ich angefangen habe zum Studieren in einem persischen Assembl gespielt in Deutschland, also mit einem sehr bekannten persischen Musiker.
00:17:07: Das war der Begleitmusiker vom Shasharian, das ist so ein Gottesähnlicher Sänger im Iran, der ist vor ein paar Jahren verstorben und da haben wir diesen ganzen persischen Kulturzentren gespielt.
00:17:20: In Deutschland – das ist ja eine Riesen-Community!
00:17:22: Und da war immer indischer Tabla-Spieler dabei, Da Raul Sen Gupta, mit dem war er auch einige Mal in Weitz mittlerweile schon Und der hat mir dann einfach richtig in die indische Musik reinbracht.
00:17:33: Also das ist jetzt auch schon wieder fast dreißig Jahre her und dann war er im Lande und dazwischen, das erste Mal nach Indien bin ich dann eigentlich wirklich erst zwei tausend neun gekommen und hab dann das Glück gehabt gleich mit meiner Band spielen zu können.
00:17:49: also ich war da eh mit dem Thomas Marhofer unterwegs und mit dem Raul Senkupta, der hatte dort Kontakte gehabt und wir haben dann gleich quer wie Indien getourt Und hab dann das riesen Glück gehabt, dass ich meine dortigen Lehrmeister kennengelernt habe.
00:18:04: Die sogenannten Contegia Brothers.
00:18:06: Also die unterrichten so wirklich so die Essenz der nordindischen klassischen Musik.
00:18:10: Das nennt sich Troupart.
00:18:12: Das ist eigentlich eine Tempelmusik kommt aus dem achten Jahrhundert und ist interessanterweise sehr ähnlich unserer Gregorianic.
00:18:19: also da gibt es sehr viele Parallellen von den Donleitern.
00:18:26: Das hat mich einfach fasziniert, dort zu sein.
00:18:28: Nach einem Universitätsstudium in einer riesen Welt statt und dann kommt man quasi in einen so genannten Aschrahmen wie ein Kloster.
00:18:39: Da steht man um halb vier in der Früh auf.
00:18:41: Und von vier bis acht übt man, singt man.
00:18:45: Also gibt es mit Yoga dazwischen.
00:18:47: durch Arbeitet man eine Stunde dort, dass ich wirklich so im Wasser sind.
00:18:52: Das Wort ist Steine schleppen und putzen und dann kriegt man Frühstück.
00:18:57: Dann haben wir vier Stunden Unterricht, dann arbeiten wir wieder eine Stunde.
00:19:00: quasi das alles passt da in der Schule.
00:19:02: Also es ist ein ganz anderes System als bei uns.
00:19:04: Und dann übt man wieder bis zehn am Abend.
00:19:06: also da gibt's sonst rundherum einfach nix.
00:19:09: Wie viele Personen war sie dort?
00:19:14: Das muss man sich so vorstellen.
00:19:15: Also dieses Studium ist sowieso ein MBA, also wie ein Studium was indische Musikerinnen und Musikern quasi nach dem Musikstudium machen.
00:19:24: Also das ist quasi so eine Spezialisierungs-Studium.
00:19:27: Und dann gibt es die Möglichkeit wenn die GURUGIS, die Lehrer sagen okay diesem Europäer oder Amerikaner den wollen wir auch aufnehmen.
00:19:35: Wenn man das irgendwie schafft dass man aufgenommen wird Dann ist man sozusagen als nicht in der auch herzlich willkommen.
00:19:43: Und da waren in der Klasse circa zehn oder so.
00:19:48: Also sehr, in der klasse von meinem Guruji sind drei Brüder und das war unglaublich prägende Zeit für mich.
00:19:59: Du hast ja jetzt heute auch eine indische Flöte mitgebracht, mit der du uns gleich etwas vorspielen möchtest?
00:20:06: Liebend
00:20:07: gerne!
00:20:08: Die indische flöte.
00:20:09: Bansuri ist eine Bambusflöte Die einerseits total simpel ist, hat eigentlich nur sieben Löcher ein Blasloch und sechs Grifflöcher.
00:20:19: Und bei der indischen Musik gibt es ja immer diesen sogenannten Portunklang, diesen Throne wie man auch sagt.
00:20:27: dazu diese Dampura.
00:20:28: das ist ein Instrument mit vier Seiten und die spielt eigentlich nur den Grundton und die Quint.
00:20:35: Das klingt nämlich so Da hört mir jetzt diesen Sound von dieser Dampurra.
00:20:42: Ich werde mich da jetzt auf dem Boden setzen weil ich Flöte spielt man am besten Sitzend, am Boden.
00:20:52: Und das also für alle Zuhörerinnen und Zuhörer die Blas-Instrumenten spielen, das muss ich Ihnen allen an dieser Seite einfach so was von Neil legen wenn wir da schon dabei sind... Wie ihr ja alle wisst, Töhne aushalten ist ja irgendwie so das tägliche Brot als ich würde sagen die Legestützen und Kniebeugen des Holzbläsers und der Holzbläserin.
00:21:20: Und oft findet man das ja eigentlich ein bisschen langweilig, weil man nicht jetzt schöne Melodien spielen soll und nur Töne aushaltet.
00:21:27: Dann schaut man vielleicht noch dazu gleichzeitig auf Stimmgerät aber das ist tatsächlich eine der schönsten Tätigkeiten die man vollbringen kann als Bläserin.
00:21:36: Ich mache es einfach jeden Tag mit dieser Dampere oder diesem Grund.
00:21:42: dann hat man einfach die Möglichkeit nicht mit einem Stimmgerät zu intonieren, sondern mit den Ohren zu intonnieren.
00:21:48: Was ja eigentlich das Intonierens ist und man fühlt sich beim Töneaushalten einfach auch nicht so hart lang.
00:21:57: Kurze Zwischenfrage!
00:21:58: Das ist eine App oder wie kann ich mir das holen?
00:22:02: In dem Fall ist es eine App die nennt sich iTabler Pro.
00:22:05: Ich kriege da jetzt keine Kommission für die Werbeeinschaltung.
00:22:10: Eigentlich ist es immer tatsächlich ein indisches Instrument, da gibt's mittlerweile als App und hat in Indien jeder Musiker.
00:22:17: Also das ist fantastisch.
00:22:19: Kostet ein bisschen was aber nicht zu viel und man kann hier alle Tonarten einstellen und bei mir rennt das immer.
00:22:27: also auch wenn ich egal ob jetzt einen kregarianischen Choral übe oder teilweise sogar wenn ich Jazz über oder wenn ich Klassik übe, man kann sich einfach die Tonartin der man gerade spielt Einstellen.
00:22:39: und wie gesagt, es klingt einfach schön.
00:22:42: Wie hören Sie jetzt da nur über das Handy?
00:22:45: Klingt das wahnsinnig schön!
00:22:48: Und wie gesagt es kriegt einfach das Töne aushalten eine ganz andere Bedeutung weil eigentlich warum es mir mittlerweile am meisten geht in meiner Musik ist einfach die Resonanz Mit den anderen Resonieren zusammen ein Klangkörper zu finden.
00:23:08: Das kennen sicher viele, weil man wirklich sagt, man spürt jetzt zu zweit in einem Duo zwei kleine Netten einfach nur und man merkt dann okay diese Ente-Walle rast so richtig ein und man spült der Terz die einfach sowas von Schein klingt viel schöner als er vom Klavier war also nicht wolltemperiert sondern einfach resoniert.
00:23:28: Dann klingen einfach diese zwei kleine netten viel mehr als nur zwei kleine Netten.
00:23:32: Weil dann hört man alle Overtöne und alle Untertöne Und dieses, wie soll man sagen, dieses sensible Voneinander eingehen in der Resonanz In der Internation.
00:23:42: Das ist für mich eigentlich das schönste an der Musik.
00:23:45: Gut aber jetzt werden wir mal... Ja genau Ja schön
00:26:06: wow!
00:26:08: Interessant auch deine Fingerhaltung dazu beobachten weil mit nur ein paar Löchern
00:26:13: Ja da sind die Löchers nachdem sie doch Die tiefe und sehr große Flöte ist so weit auseinander, dass man es eigentlich nicht wie eine Blockflöte jetzt mit den Fingerkuppen erreicht.
00:26:22: Sondern man muss da ganz schräg drüber greifen und die Löcher sind dann eigentlich bei den Fingergliedern.
00:26:29: Und obwohl sie eigentlich nur sechs Löcher hat spült man's trotzdem chromatisch.
00:26:32: also man macht auch die Löchler nur halb auf und dann kriegt man quasi diese Chromatik.
00:26:40: Und eben das, was ich jetzt gespielt habe ist Ragh Pupali.
00:26:43: Ragh ist quasi wie eine Donleiter aber in der indischen Musik auch mit einigen Regeln verbunden.
00:26:48: Das ist via Pentatonic.
00:26:50: Also das heißt wenn man da jetzt spielt... ...das hilft einem auch total.
00:26:55: also mit dieser Dampur mit diesem Klang einfach ganz frei zu improvisieren.
00:27:00: Das sind eigentlich nur fünf Tonne.
00:27:03: Wenn wir das in C spielten dann ist es C-D-E G-A Da kann man eigentlich rumspülen, wie man will.
00:27:10: Also da braucht man überhaupt keine Stress damit ich mir jetzt irgendwie was Falsches spielte oder wie immer.
00:27:15: Man kann ganz frei drauf los spielen und einfach nur die Töne aushalten, eigene Melodien finden und einfach ganz frei das Tönen aushalten, einfach viel mehr feiern!
00:27:27: Aber
00:27:30: es freut mich dass du das hier auch sagst.
00:27:33: Ja, Töner aushaltend ja... Niemand liebt das aber
00:27:37: Es kehrt dazu.
00:27:39: Also ich muss sagen, ich liebe es heiß tatsächlich weil es einfach so... Ja erstes tut's einem selbst gut wenn man sich einfach mit dem Instrument verbindet und es tut auch den Instrument da gut.
00:27:54: Aber jetzt muss ich dich ganz ehrlich fragen war das schon immer so?
00:27:58: Wie hast du das in deiner Schulzeit als Clarinettenschüler, als Saxophonschüler erlebt?
00:28:03: was hast du damals auch schon gerne Töne ausgehalten?
00:28:07: Weil der Peter und Helmut gesagt haben, ist das wichtig oder?
00:28:11: Nein.
00:28:12: Dann gefühlt ihr
00:28:15: euch die Antwort!
00:28:17: Für mich war es dann wirklich die indische Musik.
00:28:20: Ich glaube da ist man gleich gegangen wie es allen anderen angeht also vor allem dann mit Stimmgerät und so Töne aushalten Wenn man dann schaut, dass man leiser wird und da nicht höher wird.
00:28:35: Dass man nicht tiefer wird, wenn man lauter wird.
00:28:37: Und man regelt das eigentlich immer alles mit dem Auge.
00:28:40: Das ist eigentlich für mich persönlich ein bisschen der Themenverfallung.
00:28:45: Aber eigentlich ist es viel schöner, wenn wir einen Grund haben oder vielleicht auch nur einen Akkord.
00:28:49: Es gibt viele Möglichkeiten heutzutage.
00:28:51: einfach liegen hat und mit dem Ohr enttorniert.
00:28:56: Man isse dann, wenn man Kästerspült kann man ja auch nicht mit dem Stimmgerät.
00:28:59: Also es ist ja... Das Stimm-Gerät ist noch dazu nur die halbe Wahrheit!
00:29:05: Also das Stimm Gerät sagt uns jetzt die Döne wie sie am Klavier sind, wohl temperiert.
00:29:09: aber das ist ja, wenn wir mal eine alte Stimmung gehört haben auf einer Orgel oder so, so eine mitteltönige Stimmung mit acht reinen Därzen und das restliche ist komplett falsch also Musikgeschichtlich nicht mehr ausgegangen und dann hat man müssen das mehr oder weniger.
00:29:24: Das war auch eine logische Konsequenz, dass das World Emperor Klavier dann kommen ist weil wir eben durch alle Tonarten dann modulieren konnte aber es ging zu jeder Tonart gleich falsch eigentlich.
00:29:36: Also es gibt ja Konzertpianisten.
00:29:38: wenn der jetzt ein Klavierkonzert in A-Dur spielt er lasse die dann sich das Klavier nicht nur einfach stimmen sondern er lässt sich das klavier auf A-Door stimmen Und in der alten Musik ist das sowieso wieder ganz was anderes.
00:29:49: also Die sind auch viel feinfülliger, die können in unterschiedlichen Stimmungen enttornieren zueinander.
00:29:56: Genau und eben du hast dir vorher wie wir uns getroffen haben erzählt dass du jetzt in Wien gespielt hast unter anderem auch mit dieser Flöte mit einem Organisten wo ja die Stimmung irgendwo war?
00:30:08: Ja das ist immer eine ganz besondere Herausforderung und zwar habe ich da mit dem Johannes Ebenbauer gespielt.
00:30:15: unfassbarer Musiker und Organist kommt aus Stralek Leitet die Kirchenmusikabteilung in Wien und hat dort eben auch die Orgelprofessur.
00:30:24: Und er kümmert sich um die älteste Orgel Wiens, das ist die sogenannte Völkerl-Orgel.
00:30:30: Er baut es in der Nähe von Hallo und hat noch immer neunzig Prozent der Originalpfeifen.
00:30:37: Diese Orgel ist mitteltönig gestimmt.
00:30:39: also da hast du ja wirklich acht reine Tärzen und alles andere komplett anders.
00:30:46: Und je nachdem wo du in welcher Donut bist, du hast sogar auf dem Manual also auf der Orgel Tastatur sozusagen.
00:30:54: Es gibt eine eigene Taste für das Giss und eine eigene Taste für das Ass.
00:30:59: Und es gibt ein eigenes Diss oder S-Taste da nicht so bewandert sind mit enharmonischen Verwechslungen, das ist eigentlich die gleiche Note.
00:31:08: Aber je nachdem in welcher Donut du bist also jetzt ein C-Molar Chord mit einem S, dass das S anders interniert als wenn es jetzt entleidt dann wäre und das ist einfach total spannend.
00:31:21: zum Zuspielen Wie wir jetzt gespielt haben, am Proben-Tag war die Orgel auf fiehundertneunundsechzig und am nächsten Tag war es dann auf fierhundertzehnundsechszig.
00:31:32: Weil das verändert sich wettertechnisch auch total schnell, je nachdem wie schnell die Luft in den Pfeifen schwingt tatsächlich!
00:31:40: Und... Das Projekt mit dem Johannes heißt Organic Woodwinds also quasi Orgen & Woodwindz.
00:31:46: Also Orgel und Holzblasinstrumenten waren eben auch das Organische und wir beschäftigen uns ganz dezidiert damit, dass die orgelige auch ein Blauseinstrument ist.
00:31:55: Das ist ja eigentlich das Spannende!
00:31:57: Es sind ja Pfeifen, die man halt mit Tasten ansteuert aber es ist tatsächlich ein Blouseinstrument und das ist einfach von den Kombinationen mit meinem Instrumentarium immer extrem spannend zumal ja die Kirchenmusiker eigentlich die größten Improvisatöre weltweit sind weil Also von denen muss ich wirklich sagen, da liege wirklich.
00:32:20: Also wenn man Kirchenmusik studiert... Ich glaube es gibt, ich weiß gar nicht ob's überhaupt bei Kunststudium gibt das einfach die einzelnen Epochen so abdeckt wie ein Kirchen-Musikstudium.
00:32:30: Weil die können.
00:32:32: also vom Johannes den gibt man einen viertaktigen Psalm und der improvisiert eine Symphonie drüber, habe ich alles gehört von ihm schon.
00:32:40: Das ist einfach unglaublich wirklich das Wissen, die haben.
00:32:42: Und wenn man dann sagt jetzt spürst du es bitte im Renaissance-Steel?
00:32:45: Dann spüren sie es immer im Renaissance Stil.
00:32:47: und wenn ich sage jetzt mach bitte aus dieser Melodie eine vierstimmige Fuge wie der Bach das ja angemacht hat, dann improvisiert er eine vierstimmige Fuge.
00:32:56: Und da lege ich mir einfach immer nieder, weil es ist unglaublich was man dort lernen kann.
00:33:02: Du hast dir auch ein Hörbeispiel mitgebracht.
00:33:04: vielleicht gehen wir jetzt zum anderen Instrument?
00:33:06: Ja genau!
00:33:07: Basklerinette bist du ja auch immer sehr versiert dabei.
00:33:11: und
00:33:12: okay Du hast uns die Bassklare nicht auch mitgebracht, spielst uns erst direkt das vor.
00:33:17: Weil ich wollte eigentlich auf die Orgelgeschichte raus, die du mir vorher anspielst.
00:33:20: Ich
00:33:20: spiele dann zur Orgel-Geschichte hin vielleicht?
00:33:22: Ja!
00:33:23: Aber ich hole einmal meine Basskläre nicht dazu mehr.
00:33:25: Okay,
00:33:25: passt.
00:33:26: Machen wir es so.
00:33:29: Vielleicht auch kurz um zu zeigen... Wenn man sich mit so Instrumenten auseinander setzt, wo man dann vielleicht nicht nur Literatur spielt, sondern einfach auch selbst versucht.
00:33:42: Was gibt das Instrument her?
00:33:43: Was kann ich komponieren auf diesem Instrument?
00:33:46: Was spürt man einfach selbst gerne auf diesen Instrument?
00:33:49: und dann entwickeln sie so unterschiedliche Dinge, Riffsbegleitungen, Basslinien, Melodien, alles Mögliche ... Und ein Riff was ich ... So wie ursprünglich eigentlich in London entwickelt, das wurde dann zum Solo-Stück von mir.
00:34:02: Das würde ich jetzt gern kurz vorspielen und dieses Riff habe nämlich weil du eben schon den Johannes angesprochen hast gerade erst vor zwei Wochen in Inwin gespielt und der Johannes hat dann drüber improvisiert oder komme später noch drauf zu sprechen.
00:34:15: Kurz nach eingehen auf die Bassklarenetter.
00:34:18: also ich hoffe da sind einige Bassklarenetisten und Klarnetistinnen draußen da.
00:34:22: Also ich finde ja die Bassklarinette ist ein unfassbares Instrument.
00:34:32: Du kennst das ja auch.
00:34:35: Erstens kann man so schön leise spielen drauf, es hat eben wie jede Kläre nicht einen unglaublichen Tonumfang und es hat einfach diese unfassbare Möglichkeit dass man einfach so rollen switcht.
00:34:46: also man kann einfach so gut von sagen okay jetzt spiele ich einfach die die Basslinie und dann geht man einfach über in die Melodie, dann übernimmt der andere.
00:34:55: Die Basslinien also so wie das mit meinem Duo-Partner dem großartigen Geiger und Mandolo-Spieler Clemens Bitman einmal macht wo wir diese Rollen ständig durchmischen.
00:35:05: Also da ist einfach die Bassklienten meiner Meinung nach unerreicht!
00:35:12: Und ich spiele... Das muss ich auch noch sagen als ich spöse ja Spezielle Effekte drauf auch und wenn ich jetzt die Klappen so irgendwie ein bisschen schöpfern herzt, das ist eigentlich bei mir Absicht weil ich einfach also dieses Percussive von der Basskleinheit extrem gern mag.
00:35:29: Und zusätzliche Technik die auf der Basskleinheit einfach sehr angenehm ist, verglichen mit Flöten zum Beispiel, ist jetzt ja Goulartmang.
00:35:37: Also das funktioniert auf der Bosskleinin einfach sehr entspannt.
00:36:06: Ein gutes Hörbeispiel!
00:37:28: Man wird ja nicht fertig auf der Klerionetten.
00:37:30: Also ich spüre ja am liebsten in Kammermusikalischen Akustiken oder Kirchen und wenn man da so, das kennst du sicher auch so schnelle Petschyspüle und so dann kann man ja tatsächlich eine Korte spielen.
00:37:44: Das ist zum Beispiel sowas.
00:38:08: Wow!
00:38:08: Sehr gut.
00:38:28: Ein bisschen was schnelleres?
00:38:31: Ja genau ein bisschen
00:38:32: etwas schnelleres.
00:38:34: Es
00:38:34: liegt ein gutes Arm allauf die Postklinik.
00:38:37: Sehr gut.
00:38:38: Und ich glaube, wir hören uns kurz wirklich noch an was ihr da in der Kirche mit dieser... wie heißt die Orgel nochmal?
00:38:44: Die Völkeralorgel.
00:38:45: Das ist ein kurzes Hörbeispiel eben auch vom letzten Konzert auf dem Quintessence Festival in der Franziskana-Kirche in Wien das ist im Beatcore steht diese Völkerlorgel eben.
00:38:56: man kommt dort normalerweise als Besucher gar nicht rein.
00:39:00: das ist so das spirituelle Wohnzimmer der Franziskaner Und da kommt nur rein, wenn es quasi Konzerte gibt.
00:39:06: Und der Johannes Ebenbau macht dieses Quintessence-Festival und ich spiele eben genau dieses Pattern, sag' jetzt diese Erlegung oder diese Bassfigur und der Johannes improvisiert mit der dritten und vierten Strophe des kregarianischen Chorals Venisang di Spiritus.
00:39:24: Das ist die Pink Sequenz, komm heiliger Geist!
00:39:26: Die Melodie kommt aus dem XII Jahrhundert und der Hannes spielt
00:39:30: unfassbar darüber.
00:39:31: Alles klar das hören wir uns jetzt an.
00:40:30: Georg, heute bist du ja nicht mehr ausschließlich nur als Musiker unterwegs sondern du leitest auch das Kommstfestival und arbeitest als Ausstellungskurator in Weitz.
00:40:41: Wie ist diese zweite Seite dazu gekommen in deinem Leben?
00:40:46: Also von meiner Familie, von meinen Eltern her bin ich eigentlich schon immer mit Ausstellungen konfrontiert gewesen.
00:40:53: Also meine beiden Eltern sind sehr, sehr kunstaffin und wir sind an Wochenenden oft dann zur Ausstellung gefahren wie man noch Kinder waren und so was oft ein Kind nicht so lustig ist.
00:41:02: aber irgendwie bleibt doch etwas hängern.
00:41:04: anscheinend Und ich einfach die Kunst jetzt so Was ja auch das asiatische Kunstverständnis ist Das ist ja anders als hier im Westen.
00:41:16: In Asien gehört alles zusammen.
00:41:18: also da gibt es total ganzheitliches Kunstverständnis.
00:41:22: Das gibt es ja bei uns teilweise auch, wenn man jetzt Theater hernimmt da gibt's ja auch Bühnenbild, Schauspielmusik, Poesie... Da ist das ja auch irgendwie so zusammen.
00:41:33: Aber im Westen ist es schon eher, dass man oft so ein bisschen trennt.
00:41:37: So mehr oder weniger.
00:41:37: Okay du machst das dann kannst du das nicht machen und wir sind eher so die Schublarisierer.
00:41:42: Und in Indien bei meinen Guru-Gis war es auch oft so, dass der auf der Bild hingelegt hat und dann hatte er erklärt was auf dem Bild drauf ist.
00:41:49: Dann hat er gesagt So, no you can play it!
00:41:53: Also einfach so ein liebes bei der Landschaft ein Naturbild oder ganz unterschiedliche Stimmungen oder Sorge oder Jahreszeiten und dieses bildliche einfach in die Musik zu bringen.
00:42:07: das habe ich tatsächlich wirklich in Indiens richtig gespürt Habe mich dort ganz eng befreundet mit einem japanischen, chintuistischen Tempelmusiker, dem Soh.
00:42:18: Der ihm auch bei meinen Guruji studiert hat und der hat mir das ihm auch so erzählt, er wollte einfach als Sechsjähriger schon immer nur Flöte spielen.
00:42:26: Er wollte diese traditionelle Tempelflöte spülen eben in Japan und ist dann ab seinem sechsten Lebensjahr wirklich sechsmal in der Woche ins Kloster gegangen.
00:42:35: Und er hat gesagt, er hat es am Anfang nicht fassen können eigentlich weil er wollte eigentlich nur die Flöten spüllen Und sie haben ihn einfach nicht in Ruhe lassen mit Kaligrafiedern oder gesagt, dann müssen seine Kostüme auch noch selber schneidern.
00:42:46: zu danzen die er eigentlich gar nicht tanzen wollte weil eigentlich wollte nur Flöte spielen.
00:42:51: Der Hater war natürlich ein kleines Kind.
00:42:55: beim Älterwerden in der Jugend hat er natürlich gesehen wie sinnvoll das ist weil man einfach die Kunst als Ganzes betrachtet.
00:43:02: Miles Davis war ein fantastischer, abstrakter Maler.
00:43:05: Also es gibt ja Picasso.
00:43:07: Er war fasziniert von der Musik.
00:43:10: Die ganzen Gitarrenbilder hat er selber Gitarre gespielt, Bauer Picasso.
00:43:15: Das gehört ja alles zusammen.
00:43:16: also das ist total wichtig und so lebe ich und habe das auch erlebt für mich halt einfach die bildende Kunst einfach als Teil der Kunst sowie wie die Musiker ein Teil der kunst ist.
00:43:31: Da ist einfach die Tätigkeit mit dem Kommstfestival auch daraus entstanden, wenn man viel unterwegs ist.
00:43:38: Man sagt ja unter anderem das Schönste am Reisen ist, dass nach Hause kommen, wo durchaus was dran ist.
00:43:44: und je mehr man natürlich unterwegs ist und man des Glück hat, dass wir in Österreich geboren sind weil wir leben zweifelsam in einem... Parties.
00:43:52: Viele wissen das noch nicht da draußen, aber ich sag's einfach gern, weil man es immer wieder sagen muss und natürlich hier öfter, dass wir unterwegs sind vor allem in Asien wo man natürlich teilweise Armutssicht, Umständesicht, wenn man als junger Mensch hinkommt, einfach nicht damit rechnen, dass so was überhaupt gibt.
00:44:13: Das ist wirklich massiv, sowohl in China also auch in Indien und so, also das Kaumersieh Das kann man sich nicht vorstellen, wenn man das wirklich einmal sieht.
00:44:23: Und wie soll man sagen?
00:44:26: Deswegen wächst dann halt auch das Bedürfnis, je mehr man weg ist, dass man halt der eigenen Region auch wieder was zurückgibt.
00:44:32: Wenn man eh schon mehr als ein halber Jahr nicht da ist.
00:44:34: Also ich war ja wirklich zwanzig Jahre lang immer sechs bis acht Monate eigentlich weg und wenn ich da war, war er ja oft nicht da also in Europa dann auch unterwegs Und aus dem ist dann das Komstfestival raus entstanden, was ich eben mit meinem Bruder mache und dem Günter Friesinger.
00:44:48: Wir sind da zu dritt, wo wir einfach sagen können wie wollen die regionale Kultur-Kunstentwicklung irgendwie vorantreiben dahingehend nicht nur dass jetzt Veranstaltungen passieren sondern wir schauen vor allem auf junge Leute die man fördern, denen man eine Bühne geben will weil es einfach extrem wichtig ist ... unfassbares kreatives Potenzial.
00:45:15: Und es ist dann doch was anderes, wenn man jetzt nur vor der Kamera sitzt und als Influencer irgendwie ein Video hochlägt... ... als wenn man wirklich auf der Bühne steht!
00:45:25: Das ist richtig!
00:45:26: Weil da kannst du nicht schneiden, da kommt's dann wirklich drauf an, das muss funktionieren.
00:45:30: und wie du ja auch weißt, jedes Konzert ist immer austauscht zwischen Publikum- und Musiker.
00:45:37: Genau.
00:45:38: Deswegen ist ja ein Live-Album was anders wie ein Studioalbum.
00:45:42: Das kann man einfach nicht vergleichen und das Publikum, dass er tut, das ist Teil des Ganzen wird ja mit eingebunden.
00:45:50: Deswegen habe ich da als Konzertmusiker auch was die KI angeht überhaupt keine Bedenken weil ich glaube, dass dieses Live-Erlebnis so wie man es nach der Pandemie auch ganz stark gespürt hat noch viel mehr an Wert gewinnen wird.
00:46:07: Brauchen das, das echte analoge Erlebnis.
00:46:10: Gemeinsam was zu erleben irgendwie eingestimmt zu sein nachher dann noch darüber reden kennen.
00:46:15: also das ist sowas essentiell wichtiges.
00:46:18: Ich bin ja zum Beispiel nur ein kurzer Schwenk in der kubanischen Tanz-Szene unterwegs und wir waren jetzt auch auf einem Festival im hohen Norden oben im Tromsø.
00:46:26: Und da hat er Liveband gespielt, das ist nämlich hier die Interaktion zwischen den Tänzern und den Musikern weil wenn die Musiker sehen die Tänzer gehen jetzt gerade voll ab dann wird halt das Solo noch ein paar Tags weitergespült und umgekehrt Genau
00:46:42: das.
00:46:43: Das hast du nie, wenn du jetzt nur eine Konserve vor dir stehen hast und halt die aufgenommenen Musik abspielst und dazu tanzt.
00:46:50: Gott sei Dank!
00:46:52: Und das wird noch viel mehr werden.
00:46:55: also man sieht es ja also Live-Konzerte das boomt da habe ich überhaupt keine Bedenken.
00:47:00: Und beim Kommstfestival glaube ich nimmst du auch eher kleinere Spielstätten?
00:47:05: her und ein bisschen auch verlassenere Gegenden, oder?
00:47:09: Ja genau.
00:47:10: Die Philosophie ist von Anfang an eben schon neue Kunst, alte Orte.
00:47:13: also wir suchen uns wirklich Orte wo man mit dieser Philosophies einfach mit der Kunst zu den Menschen gehen unsere Dinge aufführen.
00:47:21: das gehört natürlich die Kirche dazu aber vor allem auch die ganzen Gasteiser der Region.
00:47:26: da haben wir schon sehr viel gemacht.
00:47:28: Kunst im öffentlichen Raum natürlich auch aber einfach Kunst zu vermitteln wo sich die Menschen sowieso schon wohl fühlen ermöglicht einfach das, dass die Menschen dann wirklich teilweise auch sehr harte Botschaften.
00:47:41: Also wir haben ja da auch zu den Todesmärchen in der Kirche aufführung gehabt.
00:47:46: Akte Oststeirmark nennt sich das mit Putotänzern in der kirche.
00:47:50: also es ist eh fantastisch was mittlerweile die Kirche alles erlaubt.
00:47:53: Das ist ein ganz wichtiger Aufführungsort für uns.
00:47:56: Dann sind wir am Schloss Kühlmehl eben so ein weiterer alter Ort aber immer halt sehr klein und direkt in besonderen Ambienten.
00:48:09: Ich finde immer dieser intime Rahmen hat ja auch für beide was, für die Musiker und fürs Publikum weil es ist ja auch spannend dass wie wenn du bei einem Konzert mit fifteen tausend Menschen bist und die Band keine Ahnung ist irgendwo?
00:48:20: Absolut!
00:48:21: Absolut.
00:48:21: das jetzt einmal am Schluss kümmern haben wir den Roland Neuwet gehabt, die wieder Schrammellegende und eben vor zweihundert Leuten irgendwie so exklusiv Kann man auch reden mit dem Nachhörensatz.
00:48:32: Das ist natürlich ein ganz anderes Erlebnis, wie du sagst, dass wir jetzt in einem Riesen-Open Air sind oder so.
00:48:38: Das Kampfsfestival ist immer im Sommer?
00:48:41: Wir sind mittlerweile das ganze Jahr eigentlich.
00:48:44: Wir haben früher das immer im Mai komprimiert gehabt aber aufgrund von verschiedenen Förderbedingungen und so machen wir jetzt quasi ein Jahresprogramm was für uns auch mittlerweile viel leichter umzusetzen ist weil früher haben wir sechzehn Tage durch veranstaltet was gar nicht mehr gehen wird.
00:49:00: Gibt's da wahrscheinlich ein Homepage?
00:49:02: Ja genau, das ist www.com.st.
00:49:05: Alles klar!
00:49:06: Dann werden wir es auch in die Show noch zu stellen und dann kann man da auch nachschauen wann wo wie was läuft.
00:49:13: Wenn wir schon dabei sind, sage ich dir die nächste Veranstaltung an.
00:49:15: Was das Kommstfestival angeht Und zwar spielt er die großartige Singer-Songwriterin Lanneva bei uns Und zwar beim Gostas Stixpetter In Unterfeißdritz.
00:49:27: Großartiges Gostas, unglaubliche Location und sie spielt dort Solo.
00:49:31: Sie spielt Klavier und Gitarre und Sinkt und spielt ihre eigene Musik und auf das freien wir uns auch schon extrem.
00:49:39: Wann
00:49:39: findet der statt?
00:49:40: Zweiundzwanzigster Oktober, Donnerstags, neunzehundertdreißig.
00:49:44: Vorverkauf über ihr Ticket ist schon voll am Laufen!
00:49:47: Sehr
00:49:47: gut ja danke du und du bist ja sonst auch noch fleißig unterwegs.
00:49:53: ich glaube jetzt aktuell auch gerade wieder mit dem Clemens Bitmann.
00:49:56: Ja genau, mit Clemens Bitmann haben wir den nächsten Konzert und Probenblock.
00:50:01: Weil wir gerade unser neues Programm mit dem Titel Lacrimosa also eigentlich wieder eine Referenz an Mozart.
00:50:08: Gerade spielen seit Juli jetzt und da geht es eben wirklich so Musik aus Österreich oder beziehungsweise Österreich auch bezogene Musik Und dann spielen wir am fünften Oktober in der Hartberghalle.
00:50:21: Das wäre das nächste.
00:50:22: Am sechzehnthnoktober sind wir in der Christkönig-Kirche in Grundendorf.
00:50:26: Fantastischer Klangraum, moderne Kirche.
00:50:29: Unglaublich klasse zum Spülen!
00:50:31: Und am siebzehnten Oktober, das ist ein bisschen weiter weg, da sind wir in der Oberpfalz im Jazzweek und in Neumarkt.
00:50:36: Okay, ja danke für die Info.
00:50:38: Ihr habt es da glaube ich auch an Homepage, die werden wir auch in die Shownots stellen so dass man da dann noch nachschauen kann.
00:50:44: und ich glaube du hast da ein kleines Hörbeispiel für uns mitgebracht?
00:50:47: Mit dem Clemens & Diorer.
00:50:48: Ja genau, da könnten jetzt reinhören eben auch so eine Improvisation wo ich quasi Zirkularatme an langen Ton spiel und den Clemens gibt Gras auf der Barottengeige.
00:52:00: Lieber Georg, wenn du heute deinem vierzehnjährigen Ich begegnen würdest dem jungen Georg, der gerade Clara Netter spielt und mit dem Saxophon begonnen hat und noch nicht weiß wohin sein musikalischer Weg geht was würdest Du ihm raten?
00:52:20: Ich würde tatsächlich sagen mach's genauso einfach unterschiedliche Etappen auschecken Ganz ganz ganz wichtig raus zu gehen, einfach raus aus Österreich.
00:52:30: Auch wenn es schwierig ist sehr oft und kostspielig.
00:52:34: also man wird da nicht reich über viele Jahre.
00:52:38: aber man muss das einfach verfolgen.
00:52:40: und ich würde ihm tatsächlich sagen mach's genauso weil irgendwann... Und die bin ja auch nicht mehr so jung, aber irgendwann spürt mir dann dass diese ganzen Etappen und alles was man ausprobiert hat irgendwie doch zusammenfließt.
00:52:54: Und das spüre ich jetzt doch langsam schon immer mehr, dass diese Kreise sich einfach schließen und das würde dem Vierzehnjährigen wünschen, dass es ja auf des freitweils passiert dann tatsächlich.
00:53:05: Ja also man wird schon im Sinne reich an Erfahrung oder?
00:53:10: Absolut!
00:53:11: Also extrem reich eine Erfahrung und einfach offen bleiben und eben die Musik wirklich als Kommunikationsvehikel Nummer eins zu nutzen.
00:53:21: und das funktioniert weltweit.
00:53:23: Danke schön!
00:53:25: Das war's nun heute wieder bei Muse am Mikro.
00:53:28: Vielen lieben Dank, lieber Georg für das tolle Gespräch und vielen lieben dank liebe Hörerinnen und Hörern fürs zuhören und dabei sein.
00:53:38: Und bevor wir uns verabschieden, noch ein kleiner Ausblick auf unsere nächste Folge.
00:53:43: Im November wird es ganz schön außergewöhnlich!
00:53:45: Wir sind bei Studioperkaschen Graz zu Gast und sprechen über Graz
00:53:50: spielt
00:53:50: Steve Reich Die Stadt gratuliert dem Komponisten zum neunzigsten Geburtstag und zwar mit einem ganz besonderen Konzert.
00:54:02: Was dahinter steckt und wie man auf die Idee kommt, ein Konzert über vierundzwanzig Stunden zu veranstalten erfahrt ihr dann in der nächsten Folge von Muse am Mikro.
00:54:11: Ein herzliches Dankeschön geht natürlich auch an Die Agentur das Pott für den guten Ton und die Rundumbetreuung!
00:54:18: Wenn euch die Folge gefallen hat abonniert Muse Am Mikro gerne auf eurer Lieblingsplattform und hinterlasst uns dort auch gerne eine Bewertung.
00:54:26: Wir hören uns wieder in der nächste Folge.
00:54:29: Bis dahin verpasst keinen Ton, den ihr Singen spielen oder hören wollt.
00:54:33: Denn Musik ist Lebensgefühl.
00:54:35: auf Wiederhören, Servus
00:56:22: und
00:56:56: Baba!
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