#34 - Musikschule Kalsdorf im Porträt

Show notes

Von Zeit zu Zeit nehmen wir hier in unserem Podcast eine der rund 50 steirischen Musikschulen ins Porträt, dieses Mal tun wir das mit der Musikschule Kalsdorf. Zu Gast bei uns ist Direktor Manfred Uggowitzer. Er erzählt uns über den Alltag in seinem Beruf, die Arbeit mit rund 500 SchülerInnen und 22 LehrerInnen und den Neubau seiner Schule. Wir reden mit ihm aber auch über seine persönliche Laufbahn und seinen pädagogischen Zugang. Außerdem gibt es ein paar Hörbeispiele aus der Musikschule Kalsdorf und wir haben Fragen von SchülerInnen mitgebracht, die wir dem Direktor stellen durften.

Wir wünschen euch ein schönes Osterfest und wie immer viel Spaß beim Hören!

Website der Musikschule Kalsdorf: https://www.ms-kalsdorf.at/

Produziert von DAS POD (https://daspod.at/)).

Show transcript

00:00:03: MUSE

00:00:04: am Mikro, der Podcast der Musikschulservice-Stelle des Landes Steiermark für die steirischen Musikschulen.

00:00:11: Aktuelles und Interessantes aus dem bunten steirischem

00:00:15: Musikschulleben!

00:00:19: Servus und hallo bei MUSE Am Mikro.

00:00:21: Herzlich willkommen beim podcast der Musikchul-Service- Stelle des Landes Steyrmark.

00:00:27: Ich bin Birgit Schweiger, unterrichte Klarinette und elementares Musikzieren in der Musikschule Weitz.

00:00:32: Und darf die Steiermark als Fachreferentin für elementares Musizieren- und Bewegung vertreten!

00:00:39: In unserer Musikschulzeitschrift Perspektiven gibt es in jeder Ausgabe Porträts über eine steirische Musikschuhe.

00:00:47: Auch ich möchte hier im Podcast jedes Jahr mindestens eine Musikschulle vorstellen.

00:00:52: Der Vorteil hier im podcast?

00:00:53: Wir können auch hören was in einer Musikschule so alles passiert.

00:00:59: Es freut mich sehr, dass heute Manfred Hugo Witzer der Direktor der Musikschulle Karlsdorf bei Graz hier bei mir zu Gast ist und ich bin schon neugierig warum man überhaupt Musikschuldirektor wird, was es in der MusikSchule KarlsDorf Besonderes gibt und wie viele Schülerinnen und Lehrende dort wirken.

00:01:18: Herzlich willkommen lieber Manfred hier im Podcaststudio!

00:01:22: Ja danke vielen Dank für die Einladung.

00:01:24: Ich freue mich sehr

00:01:26: Manfred, du bist Musikschuldirektor in der Musikschule Karlsdorff bei Graz.

00:01:31: Wie groß ist denn deine Schule?

00:01:33: Wie viele Schülerinnen gibt es dort und wie viele Lehrkräfte unterrichten bei dir?

00:01:38: Ja wir haben mittlerweile also doch eine sehr mittelgroße Musikschulle der Steiermark mit rund fünfhundert Schüllerinnen und Schülern als Unterrichten bei uns im Haus.

00:01:50: Zweiundzwanzig Lehrerinnen.

00:01:57: Unsere Stammschule ist in Karlsdorf, das heißt wir haben ein sehr schönes neues Gebäude wo wir sehr konzentriert arbeiten können.

00:02:04: Haben aber auch eine kleine Disluzierung in Werndorf und betreuen Werndorffeltkirchen aus unseren Haupt-Gastschulgemeinden mit und natürlich einige aus dem Umland.

00:02:15: Für alle die es vielleicht nicht so gut kennen wie funktioniert es dann wenn ihr in Zweigstellen seid?

00:02:20: Wo soll sie da untergebracht?

00:02:22: Also eben aktuell haben wir nur eine Zweigstelle in Werndorf.

00:02:26: Da unterrichten wir im Musikheim, was ja sehr oft üblich ist oder halt natürlich auch in Volksschulen wird es ja oft praktiziert.

00:02:35: aber im Musikheim deswegen auch weil ein Kollege dort auch Kabelmeister ist bei der Jugendkapelle in Wuerndorf und da bietet sich das eigentlich ganz gut an.

00:02:45: Und welche Instrumente kann man jetzt in der Musikschule Karlsdorff alles erlernen?

00:02:49: Grundsätzlich sind wir mittlerweile Ich habe den Begriff voll an Peter, musikalischer Vollanbieter kreiert oder für uns irgendwie so verwendet.

00:03:02: Eigentlich kann man bei uns alles lernen also von der Blockflöte bis zur Hafe vom Klavier bis zum Fagott.

00:03:08: wir haben Obon-Unterricht Wir haben natürlich elementares Musikieren fangen da schon mit ganz Kleinen an normalerweise von halb einem halben bis einem Jahr also Eltern Kindgruppen Wir haben Tanzunterricht im Haus.

00:03:23: Wir haben Volksmusik-Unterricht, also ich glaube wir sind schon gut vorn dabei und die Auswahl ist sehr

00:03:29: groß.".

00:03:31: Du hast jetzt gesagt ihr habt in Karlsdorff ein relativ neues Haus.

00:03:35: Ihr seid ja noch gar nicht vor so langer Zeit dort eingezogen.

00:03:38: was ist da zum Beispiel wichtig dass man wirklich im Vorfeld schon mit bedenkt?

00:03:44: Und ja... Ist die Schule nach ein paar Jahren vielleicht doch schon wieder zu

00:03:48: klein?".

00:03:50: Ja, so wir haben dieser Entstehungsprozess ums neues neue Gebäude.

00:03:53: Es hat ja doch einiges an Zeit gebraucht.

00:03:55: zuerst einmal viel Zeit um die politischen Entscheidungsträger davon zu überzeugen dass es auch notwendig ist so ein Gebäudete zu errichten.

00:04:05: da ist uns zweimal auch natürlich ein Kindergarten dazwischengekommen, der einmal wichtiger war.

00:04:11: Aber schlussendlich war es dann im Jahr zehntes und siebzehn soweit und wir haben lange geplant.

00:04:17: also ich habe den Vorteil gehabt mit dem Architekturbüro sehr eng zusammenarbeiten zu können hat meine Vorstellungen oder unsere Vorstellung in der Klugenschaft und mir gut transportiert und ich glaube wir haben es ist uns gelungen doch vieles vorauszudenken.

00:04:33: mittlerweile waren schon sicher zehn oder mehr Kolleginnen und Kollegen aus der Steiermark bei uns, haben sich das Gebäude angesehen um zu sehen was sie für ihre neue Schule vielleicht da mitnehmen können.

00:04:45: Also man kann schon vieles mitdenken und es macht auch Sinn dass im Vorfeld gut durchzudenken was man eigentlich so brauchen könnte.

00:04:54: Und wie geht's euch jetzt platztechnisch?

00:04:56: Platztechnisch geht es uns grundsätzlich sehr gut.

00:04:59: wir haben sehr viele Unterrichtsräume Wir haben zwei große Ensemble Räume sehr coolen Konzertsaal für dreihundert Besucherinnen und Besucher.

00:05:10: Wir haben sogenannte Räume für Instrumente, also Instrumentendepot.

00:05:16: wir haben eine eigene Bibliothek, auch ein Novum was cool ist bei uns, wir haben zwei Duschen im Haus weil mittlerweile ganz viele junge Kolleginnen und Kollegen mit dem Fahrrad aus Graz anreisen.

00:05:29: das bietet sich an, wir sind nicht so weit weg.

00:05:31: ja eigentlich sind wir sehr gut ausgestattet

00:05:35: Und du hast uns ja auch ein bisschen Musik mitgebracht, die wir zwischendurch immer einspielen dürfen.

00:05:41: Ich glaube als erstes Stück werden wir jetzt hören was von der Schulband und ihr habt es da ja auch in eigenes Aufnahmestudio oder?

00:05:47: Genau.

00:05:48: also wir hören jetzt ein Beispiel von der All Seasons Band den Titel Valentine's Day.

00:05:55: dieses Lied ist aufgenommen worden im Rahmen unserer Ergänzungsfaches Musikproduktion.

00:06:03: Mein Kollege Bernd hat Neumeier, also eine Personellehrer bei uns an der Schule schon seit einiger Zeit unterrichtet.

00:06:10: Und diese Fachmusikproduktion wird wirklich gut angenommen.

00:06:13: mittlerweile können wir auch schon ein bisschen auf Schülerinnen und Schülern zurückgreifen die uns unterstützen dann bei Veranstaltungen und Tontechnik machen.

00:06:23: Also wir haben jetzt gerade verkürzen einen Piano Night im Kulturkeller gehört wo Der Kobinian, die Technik gemacht hat.

00:06:30: Er ist ein sechzehnjähriger Gymnasiast, der eben schon länger dieses Fach besucht und das funktioniert schon ganz gut.

00:06:37: Also er kennt sich schon aus mit digitalen Mischpult und wie man es mit am iPad mischen kann und wie wir das mikrofoniert

00:06:42: usw.,

00:06:43: also das ist eine coole Geschichte.

00:06:45: Großartig ja!

00:06:46: Das funktioniert dann gut.

00:06:47: Und ich glaube eine Besonderheit gibt sie bei diesen Wellendenste noch?

00:06:51: Naja, weil wir... das ist ja auch ein Thema grundsätzlich oder aktuell ein Thema Inklusion an den Musikschulen.

00:06:58: Also einen Schüler der dort singt und spielt.

00:07:02: Der Lukas ist schon sehr lange bei uns an der Schule.

00:07:05: Er ist blind und meine Kollegin Peter Schwarzl hat das immer sehr gut gemacht.

00:07:10: Das funktioniert auch sehr gut war am Anfang sicher ein bisschen eine Herausforderung natürlich aber mittlerweile ist das bei uns sehr gut integriert.

00:07:18: Wir waren auf vor kurzem einmal in Bremen, also man hat dort eine Schule besucht wo auch der Lukas mit war und das war dann schön zu sehen wie einfach die anderen Kollegen oder unsere Schülerinnen und Schüler damit umgehen.

00:07:32: Also wenn man sagt okay wie kommt jetzt der dort hin?

00:07:36: Und es funktioniert eigentlich super da gibt's keine Berührungsängste und deswegen glaube ich auch dass das ein cooles wichtiges Thema grundsätzlich für alle Musikschulen ist das zu leben Parrieren abzubauen und einfach möglich zu machen.

00:07:51: Ja schön, dann hören wir uns mal an wie die Schulband mit Wellen Dines Day klingt Manfred seit wann bist du jetzt eigentlich Leiter der Musikschule Karlsdorf?

00:11:15: Und was hast Du eigentlich davor gemacht?

00:11:18: Also ich bin seit August, die Leiterin der Musikschule Karlsdorf war vorher von den Jungenbüchern von der Ullrich von Lichtenstein Musik- und Kunstschule in Judenburg.

00:11:36: Da müssen wir schon den ganzen Titel nennen!

00:11:43: eigentlich dann so ergeben.

00:11:44: Also ich habe mich auch in Judenburg beworben für die Direktorenstelle, hab das aber nicht bekommen.

00:11:50: Das war im Jahr zwei Tausend vier und hab dann natürlich ein bisschen herum geschaut und mich öfters beworbe.

00:11:56: Und dann im Jahr two tausend acht hat sich das mit Karlsdorf aufgetan... ...und ich komme heute nach Harinland.

00:12:01: Ich habe bei uns am alten Haus in der Obersteinmark gerade den Rasengemet als nämlich der Anruf des Amtsleiters erreichte.. ..und er mir gesagt hat ja dass wird was werden und ob mich das noch interessiert.

00:12:14: Und dann habe ich gesagt, ja, ich komme vorbei und haben mir das besprochen.

00:12:17: Und mit dem ersten August im Jahr two-tausend acht habe ich den Dienst in Karlsdorff angetreten und eben auch in einem Musikschulgebäude, dass es wirklich mini war.

00:12:26: Es war eigentlich das Gebäude der Musikkapelle KarlsDorf Und wo unten ein wirklich schöner Probenraum für die Musikkapelle drin war und oben im ersten Stock waren fünf kleine Unterrichtsräume, die damals ungefähr konzipiert waren.

00:12:40: Wenn man sagt okay für einen privaten Musikschulunterricht von Achtzig Kindern und Jugendlichen so in dieser Größenordnung.

00:12:47: Und da habe ich dann zwei Tausend acht gestartet.

00:12:50: In einer Schule ist dann ein Jahr vorher quasi in dieses öffentliche System aufgenommen worden.

00:12:57: und war im quasi die jüngste Musikschule damals, kommunale Musikschulle der Steirnmark.

00:13:02: Und war es von der Größenordnung ungefähr so mit achtzig Schülern?

00:13:07: Nein das waren damals nicht so, es waren damals rund hundertneunzig Schülerinnen und Schüler waren schon.

00:13:13: also wir haben damals schon gekämpft ein bisschen mit dem Platz.

00:13:18: Nachdem ich ja ein motivierter Direktor von Anfang an leider war, hat sich das natürlich immer mehr gesteigert und wir haben überall unterrichtet.

00:13:26: Also im Klubraum der Musikkapelle dann sowieso in Proben Saal und dann egal wo also es ist.

00:13:34: auch teilweise sind dann Schülerinnen und Schüler irgendwo auf der Toilette gestanden mit dem Notenständer und haben sich dort eingespielt.

00:13:41: Wir haben das wirklich exzessiv genutzt diese Räumlichkeiten Und irgendwann ist das halt irgendwann explodiert, also es war dann nicht mehr möglich.

00:13:48: Super!

00:13:49: Also das heißt eigentlich wo ein Wille ist auch ein Weg?

00:13:52: Das hast du in dem Fall gut hingekriegt.

00:13:54: Was war eigentlich deine Motivation überhaupt direkter zu werden?

00:14:00: Ja grundsätzlich glaube ich dass unser Beruf stand der Beruf der Musikschulpädagogin des Musikschulpädagogenes ist ein schöner Beruf Leider nur mit wenig Aufstiegsmöglichkeiten, wenn ich das so mal salopp formulieren darf.

00:14:18: Ich habe das früher immer mit der Computersprache Null und Eins definiert.

00:14:23: Also Null ist Lehrerinnen und Lehrer und Eins wäre dann direkt da.

00:14:27: Es gibt zwei Stufen.

00:14:29: Man kann es auch umdrehen.

00:14:30: Das hat die Nullis nicht so gemeint.

00:14:33: aber wie gesagt also Die Möglichkeiten sind begrenzt Und man hört halt wenn man eine Schule leitet viel Gestaltungsmöglichkeiten.

00:14:43: Und wenn man ein kreativer Kopf ist, so wie ich glaube dass ich es bin dann ist das Motivation genug weil man einfach Dinge bewegen kann und man sieht es auch bei uns im Haus.

00:14:55: also das hat sich so entwickelt im Laufe der Jahre und wir haben irgendwann einmal Hafenunterricht ans Haus bekommen und da hat sich wirklich super entwickelt mit dem mit der Hafe dann irgendwann später Dass man einem Cello-Unterricht hat, dass man dann später Vergrottoboe und auch natürlich so wie jetzt Tanzunterricht oder gerade diese Eltern-, Kindgruppen für die ganz Kleinen.

00:15:19: Das sind so Dinge, das muss man entwickeln und muss man verkaufen – auch der Politik auf den Entscheidungsträgern -, dass sie einsehen, dass das ein Mehrwert ist für die Bevölkerung und vor allem für die Jugend.

00:15:33: Das heißt anfangs, wie du dies übernommen hast, waren wahrscheinlich eher nur Plasmusik, taugliche Instrumente die man halt in der Blas-Kapelle braucht.

00:15:41: Ist das richtig?

00:15:41: Genau es war vor allem... Es ist natürlich auch so entstanden die Musikschule bis zum gewissen Grad.

00:15:47: Mein Vorgänger Roland Geister hat schon in den frühen siebziger Jahren Privatunterricht in Karlsdorff angeboten und das ist dann irgendwann... ...ist im Musikkabel natürlich auch an ihn herangetreten.

00:16:03: wir brauchen Nachwuchs Und so ist es dann nicht standen, dass er dann Schlagzeug dazu gekommen hat.

00:16:10: Die Schlagzeuge unterricht Trompete, Klarinette, Saxophon und Querflöte.

00:16:15: Das waren die ersten Gengeninstrumenten, Blockflöten natürlich.

00:16:18: das war immer da.

00:16:20: Und dann hat er schon begonnen.

00:16:21: Er hat dann eine Kollegin aus Haus geholt mit Violine, mit ein paar Stunden.

00:16:25: Dann eben mein Volksmusik-Klehrer hat dann angefangen.

00:16:28: Die waren schon da wie ich gekommen bin aber eben.

00:16:31: Es hat sich dann erst später wirklich richtig gut entwickelt.

00:16:33: sagen wir mal

00:16:35: Ja, ich habe im Vorfeld mit ein paar Schülerinnen von mir darüber gesprochen, dass sich einen Direktor in Podcastinterviewen darf.

00:16:45: Und da sind ein paar Fragen aufgetaucht die ich dann ganz interessant gefunden hab und immer gedacht, die bringe ich dir heute einfach mit.

00:16:52: Eine junge Dame hat mich zum Beispiel gefragt was genau macht eigentlich eine Musikschuldirektor?

00:17:00: Ja das ist diese Frage kenne ich Sehr vieles.

00:17:06: Bei mir ist es so im Haus, also nachdem ich die Schule alleine verwarte – das heißt, ich habe keine Sekretärin oder keine Sekreter – sehr viele administrative Arbeiter mit dem Job verbunden.

00:17:18: Das beginnt damit, dass man quasi wenn die Anmeldung vorüber ist in einem Schuljahr, diese ganzen Anmelde Formalitäten erledigt, das Ganze dann in unsere Systeme einpflegt.

00:17:31: Dass man dann schaut ob alles vollständig ist, dass man Geburtsekunden kontrolliert weil wir ja Zeugnisse ausstellen, dass die ganzen Daten stimmen und auf dem Zeugnis nicht oben steht geboren am Fragezeichen.

00:17:43: Das sind so Kleinigkeiten die nicht passieren dürfen.

00:17:47: Das ist einmal eine administrative Angelegenheit.

00:17:50: Man ist auch quasi immer ein bisschen Vermittler zwischen den Lehrern, Schülerinnen und Schülern.

00:17:58: Und der Politik, den Geldgebern – man muss schauen, man muss Lobbing betreiben!

00:18:03: Wie bekomme ich ein neues Instrument?

00:18:05: Wie bekam ich einen Budget für Noten?

00:18:08: Wie kann ich das verkaufen, dass wir einfach das und das brauchen oder vielleicht eine neue Lehrerin für dieses Instrument

00:18:15: usw.?

00:18:16: Das sind Dinge dann ... Ganz wichtig, glaube ich ist auch dass man ein wie ein Coach ist für die Lehrerschaft natürlich auch weil ich glaube das je besser das Team in einer Schule ist, desto besser verkauft man es auch noch außen.

00:18:33: Es ist auch sehr wichtig, dass man eben für gute Stimmung, für positive Stimmung im Haus sorgt und natürlich was noch dazu kommt, ich unterrichte den auch selbst also ich habe zwölf Wochen Stunden Unterricht, was ich auch sehr Leiterinnen und Leiter auch Kontakt zu den eigenen Schülerinnen und Schülern haben, dass man das nicht aus den Augen verliert.

00:18:56: Dass man weiß, wovon man spricht.

00:18:59: Also wenn man nicht unterrichtet und dann Kollegen mitteilen möchte So macht er so.

00:19:05: Dann ist es nicht glaubwürdig für mich Wenn man selber weiß von was man spricht.

00:19:10: Deswegen glaube ich, dass das Unterrichten schon sehr wichtig ist.

00:19:13: Und wobei ich auch sagen muss, momentan bei einer Schule in der Größe ist das Beschäftigungsausmaß ausreichend.

00:19:23: Also mir wird nicht fahrt!

00:19:25: Das denke ich mir weil eben wie hast du gesagt?

00:19:28: Sechs-hundert Schüler ungefähr?

00:19:29: Nein nicht ganz aber zwischen fünfhundert und fünfhundertfünfzig

00:19:33: haben wir... Ja und der administrativen Aufwand ohne Sekretariat ist schon spannend denke ich mehr.

00:19:38: Weil es werden wahrscheinlich auch die Lehrerinnen und Lehrer manchmal mit Problemchen zu dir kommen die vielleicht aber sonst im Sekretariat abgefangen werden würden.

00:19:48: Naja sicher, es ist ja natürlich so dass bei vielen Dingen oder fast allen Dingen kommen sie zu mir was auch gut ist das ist ja ganz okay.

00:19:58: ich bin im Normalfall immer meistens gut gelaunt kann natürlich schon manchmal sein wenn wenn's ein bisschen viel ist dass ich dann ja vielleicht ein bisschen strenger wirke.

00:20:08: aber aber im Grundsätzlich bin ich doch eine fröhliche Herrgeist.

00:20:13: Und was mir auch wichtig ist, nachdem wir so ein neues oder schönes Gebäude haben, seit mittlerweile sind sie auch schon sieben Jahre.

00:20:20: Aber wenn man das so erlebt hat wie sowas entstanden ist hängt natürlich auch das Herz an dem Gebäudee und der ganzen Infrastruktur die wir haben.

00:20:28: also wir haben viel Technik im Haus.

00:20:31: Da ist es schon so dass ich mich halt gut auskenne und überall weiß was wir entstanden sind und was wir wohin gehört.

00:20:38: da bin ich vielleicht ein bisschen streng, ich lege schon Wert darauf dass dann Dinge wieder dorthin kommen wo man sie hernimmt.

00:20:48: Da muss man alle immer ein bisschen ermahnen vielleicht aber das gehört natürlich auch zu meinem Job das ist schon okay.

00:20:54: Eine andere Frage war zum Beispiel was war musikschuldtechnisch die größte Herausforderung mit der du bis jetzt konfrontiert wurdest?

00:21:03: Also du meinst jetzt was meinen Job betrifft, also für mich die größte Herausforderung.

00:21:08: Eine große Herausforderung war einmal da war eine Situation wo in einer Vorbesprechung im Elementarbereich mit meiner Kollegin, mit Eltern und kleinen Kindern ein Mädchen sich verletzt hat schwer verletztert Und das war eben so, also das war quasi ein Erstgespräch.

00:21:33: Zwei Mädels sind einfach dann irgendwo, haben sich verschüsst und sind herumgelaufen.

00:21:37: Und ein Mädchen ist gestürzt mit dem Kopf gegen eine Bühnenkante.

00:21:43: Ja natürlich war das mit Blut und mit großer Aufregung.

00:21:48: Da war es ein bisschen strange für mich weil nämlich da waren Eltern dabei die sofort geholfen haben.

00:21:56: der Vater hat nur Videos aufgenommen hat sich da nicht engagiert und es ist aber dann sofort die Beschwerdewelle in Gang getreten.

00:22:08: Der Vater hat bei der Gemeinde sich aufgeregt, quasi was ist das für eine Schule?

00:22:14: Aufsichtspflicht

00:22:14: usw.,

00:22:15: mit Anzeige... Das war schon sehr spannend wobei Für mich war dann klar, nachdem die Eltern auch dabei waren hat meine Kollegin keinen Fehler begangen weil sie hat ja mit den Eltern gesprochen und die Eltern sind ja auch in dem Rahmen Aufsichtspflicht für ihre Kinder.

00:22:33: Und da war es eben so dass der Vater dem nicht nachgekommen ist.

00:22:37: also er hat glaube ich draußen telefoniert irgendwo und hat davon geschaut.

00:22:41: Das sind so Dinge braucht man nicht unbedingt, wenn so was passiert.

00:22:46: Wenn sich jemand verletzt.

00:22:47: Schlussendlich ist das Ganze gut ausgegangen.

00:22:50: also das Mädchen hat das gut überstanden es ist nichts weiteres passiert und sie war dann noch weiter länger in der Schule und das hat sich dann wieder.

00:22:59: die Wogen haben sich geglättet.

00:23:01: aber das sind so Dinge die ja kommen vor.

00:23:05: aber das war eigentlich das einzige Mal wo wirklich etwas ein bisschen was darum gegangen ist dass ich jemand vernetzt.

00:23:10: Das ist etwas wo immer bis Nicht Angst habt ihr vor, aber wo man einfach schauen muss, dass das so was nicht passiert.

00:23:19: Alles kann man nicht verhindern und es kann immer irgendwo stolpern und irgendwas passieren.

00:23:25: Aber

00:23:27: kommen wir von den großen Herausforderungen vielleicht gleich zu den schönen Dingen?

00:23:30: Eine Frage wäre nämlich auch, was war dein schönstes Erlebnis als Direktor bis jetzt?

00:23:35: Es gibt viele schöne Erlebnisse die man hat in unserem Beruf.

00:23:39: für mich sind die schönsten Erlebnisse, die wenn junge Menschen bei uns eine Abschlussprüfung machen und wenn man dann diese jungen Menschen kennt seit sie drei vier Jahre alt sind.

00:23:57: Sie auf einem ganz langen Weg begleitet hat also quasi beim Erwachsen werden über die Pubertät zum jungen Erwachsenden begleitete.

00:24:07: und das ist Für mich und ich glaube auch für meine Kolleginnen und Kollegen einfach wunderschön anzusehen, wenn man dann plötzlich mit so jungen Menschen die erwachsen geworden sind zu tun hat.

00:24:19: Und sagen kann bis zu lang bei uns.

00:24:22: Dann gibt es auch einen Trennungsschmerz.

00:24:24: Also fließen auch Tränen.

00:24:25: Wenn man dann sagt, das ist jetzt dann vorbei oder gehen wir anders hin?

00:24:29: Aber ich glaub trotzdem... bleiben sie irgendwie bei uns und man trifft sich hier später auch wieder.

00:24:37: Ich freue mich heute, ich bin schon so lange in dem Geschäft für meine Schülerinnen und Schülern die im steirischen Musikstuhl gewesen als Lehrerinnen oder Lehrer tätig sind Auch schon mittlerweile lange.

00:24:51: Und wenn ich irgendwo beim Konzert bin und dann freue mich, dann treffe ich jemanden oder ehemalige Schülerinnen oder Schülern ist das immer sehr herzlich.

00:25:01: Das gefällt mir.

00:25:03: Das mag ich an dem Job.

00:25:04: Ja?

00:25:05: Das ist auch das Schöne!

00:25:06: Da hast du recht.

00:25:08: Vielleicht hören wir wieder zwischendurch ein bisschen Musik.

00:25:10: Ihr habt es ja auch in eurer Musikschule Musical Produktion,

00:25:14: oder?!

00:25:14: Genau, wir haben eigentlich seit Anfang des Jahrhunderts anbeginn.

00:25:20: Ich habe den Job bekommen und im Jahrhundertes Jahrhunde war dann schon das erste Musical Tujishi Pamocha oder Pamoya.

00:25:28: Da gibt es immer Streit darüber wie man es ausspricht.

00:25:31: Dann haben wir gemacht ein Kind und ein König, einen Weihnachtsmusical, dann Wimbaer war das Letzte und Leben im All also diese vier Produktionen die wir immer in Kooperation ein bisschen auch mit der Volksschule gemacht haben.

00:25:47: Also quasi, mit Casting in der Volkschule und mit Schauspiel-Casting.

00:25:51: Meine Kollegin Maria Heidt, unsere Gesangslehrerin hat dann auch ... Immer wieder auch Gesangskastings gemacht in den Volksschulen.

00:26:01: Und das war halt immer sehr spannend!

00:26:02: Es ist natürlich sehr aufwendig so was zu machen weil man ja nie weiß wer krank wird und wenn man so eine Besetzung hat mit zehn Rollen Und dann muss man alles doppelt besetzen, weil man ja das mitdenken muss.

00:26:14: Also es ist schon aufwendig und wir haben halt von allen diesen Musicals DVD produziert Teilweise sehr professionell manchmal auch mit der FH Sankt-Belten zusammen oder in Graz mit einem Kollegen aus dem Tonstudio mit Peter Lessing.

00:26:32: Ja da können wir uns gerne was anhören daraus.

00:26:36: Was nehmen wir da?

00:26:37: Ich würde vorschlagen Den Mars nehmen wir, genau.

00:26:45: Das ist aus Leben im All und das ist auch ganz lustig weil das Mädel, dass damals diese Rolle gesungen hat, ist jetzt eine junge Frau, schon steht im Beruf und hat gerade verkürzen für unsere Piano Neid wieder mitgesungen und singt gerne und sehr toll.

00:27:04: ja und da war sie halt noch ein Volksschulkind.

00:27:07: Ja gut dann lassen wir uns überraschen!

00:28:52: Eine Frage von einer Schülerin war dann auch, ob sich der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern oder zu den Kolleginnen geändert hat als du direkter geworden bist.

00:29:03: Aber in dem Fall du warst ja vorher nicht als Lehrer an der Schule sondern du hast eigentlich neu an eine Schule gekommen.

00:29:10: Wie war das dort?

00:29:12: Als Neuling und dann gleich Direktor und Chef.

00:29:15: Es war sehr spannend weil vom damaligen Bürgermeister wurde mir gesagt, ich kann mir mein Team aussuchen.

00:29:24: Ich kann jetzt alles machen was ich möchte.

00:29:27: also ich hätte auch die Möglichkeit gehabt aus dem bestehenden Leerkörper mich von Personen zu trennen aus dem bestehenden Leerkörper.

00:29:35: das habe ich natürlich tunlichst vermieden weil ich gewusst hab wenn ich das mache dann habe ich schon verloren.

00:29:41: Also ich habe das im Prinzip so gestartet wie ich es vorgefunden habe Und das war auch okay so.

00:29:49: und natürlich ist es immer eine Herausforderung, erstens einmal dass man sich kennenlernt.

00:29:54: Man muss auf Personen zugehen.

00:29:56: Ich glaube das Wichtigste ist, dass man selber auch sehr kompromissfähig ist und auch sehr pragmatisch das sieht.

00:30:05: Man muß nicht jeden und jede lieben im Job sondern man kann das auf einer professionellen Ebene betrachten.

00:30:12: Grundsätzlich war mein Wunsch oder mein Gedanke, und das habe ich auch damals am Anfang in diesen ersten Gesprächen mit den Kolleginnen und Kollegen auch kommuniziert.

00:30:23: Ich möchte haben dass jeder der bei der Musikschule unten bei der Tür reingeht gern hinein geht und wenn er am Abend rausgeht auch nicht angefrostet rausgeht.

00:30:33: also ich möchte im Prinzip ein Betriebsklima haben das geprägt ist von Wertschätzung und von gegenseitigem Respekt Und wo auch der Spaß nicht zu kurz kommt und wo ich mich aber auch nicht unmittelbar auf eine andere Ebene stelle.

00:30:51: Ich habe mir nie so gesehen, quasi bin jetzt da mit einem großen langen Zeigefinger und sag du das darfst du nicht und das darfste nicht sondern ich hab schon klar kommuniziert welche Regeln es gibt oder was mir wichtig ist also wie ich mir eine Musikschule vorstelle mit allen Dingen die dazu gehören sind eben solche Dinge gewesen was ich da wirklich eingeführt habe und der Anführungszeichen, das war eben diese sogenannte Zweistündigkeit.

00:31:17: Das war mir immer sehr wichtig dass der Unterricht aus seinem Hauptfachunterricht und einem Ergänzungsfach besteht.

00:31:24: Ich bin so sozialisiert worden in meiner ersten Schule von meinem damaligen Direktor Und ich hab das eigentlich immer als Mehrwert empfunden.

00:31:33: Habt es auch allen Eltern immer so verkauft?

00:31:36: Auch den Kolleginnen, dass ist ja cool ist wenn ich für einen gewissen Betrag den Unterricht bekomme und ich kann noch ein Ergänzungsfach besuchen oder ein zweites, oder ein drittes was auch ganz viele Schülerinnen und Schüler mittlerweile machen.

00:31:49: Und das ist das Schöne!

00:31:50: Es gibt natürlich immer noch Skeptiker die sagen wozu braucht man das?

00:31:56: Für was brauchen wir einen Ergänsungsfach und muss das ganze Schuljahr sein?

00:32:00: Also grundsätzlich glaube ich, wenn man sich den Fußballclub anschaut kann man vieles lernen.

00:32:05: Weil dann muss man fünfmal in eine Woche Training gehen oder dreimal von mir raus und wenn man einmal nicht kommt, dann stellt einen der Trainer nicht mehr im Team auf.

00:32:13: Ich glaube da können wir uns etwas abschauen vom Sport und ein bisschen was einfordern.

00:32:18: Und grundsätzlich läuft das gut.

00:32:20: also ich glaube es hat schon gut funktioniert.

00:32:23: Ja und ihr seid daher als Musikschulenkeitsdorf jetzt, was die Musiktheorie betrifft ja auch Anfang?

00:32:28: ganz interessanten, guten Weg.

00:32:31: So wie es im Inkernten gelebt wird mit ganz in der Musik.

00:32:35: Ja das ist ja auch etwas... Das ist auch etwas was zum Job einer Leiterin eines Leiters gehört.

00:32:43: die pädagogik oder eine pädagogische Weiterentwicklung oder eine pedagogische Handschrift einer Schule und diese also ganze Musik hat mich wirklich sehr Interessiert von Anfang an.

00:32:59: und wir leben in einer Zeit, wo das nicht mehr so ist wie es früher war.

00:33:04: Es hat sich verändert.

00:33:05: Das heißt Kinder... kommen nicht mehr aus dem familiären Umfeld, wo viel gesungen wird.

00:33:11: Wo getanzt wird und vielleicht im Hopserlauf der Schulweg absolviert wird.

00:33:17: Das gibt es ja heute nicht mehr.

00:33:18: Heute fahren alle mit ein Elektroskoter.

00:33:21: Ja, nicht bewegen!

00:33:22: Und in der Volksschule, im Kindergarten, da ist auch dieser Musikunterricht ... verdrängt worden, sag ich jetzt einmal.

00:33:30: Also auch aus der Volksschullehrerausbildung, Lehrerinnen-Ausbildung ist ja das schon nicht mehr vorrangig zwingend nötig dass man ein Instrument spielt was früher einmal der Fall war.

00:33:40: also ich bin in einer Volksschule kann ich mir erinnern wir haben jeden Tag in der Früh gesungen.

00:33:45: Das war ganz normal zum Beispiel und deswegen ist ganz in der Musik etwas Wo ich glaube, dass das ganz wichtig ist.

00:33:52: Da geht es um Puls-Training,

00:33:54: d.h.,

00:33:54: dass Kinder einen eigenen Puls spüren, rhythmisch was empfinden.

00:34:00: Da wird es um Solmisation in Ungarn und Südeuropäischen Ländern im Osten essentiell, also auch im Regelschulbetrieb betrieben werden, wo die Kinder singen mit so mi usw.. Das auch lernen Funktioniert gut.

00:34:18: Rhythmusprache ist ein ganz entscheidendes Thema, wo ich selbst im Unterricht beobachte wie einfach das funktioniert wenn Kinder das mit Rhythmussprach lernen und nicht mit Zahlen oder Zählen und Noten.

00:34:33: Also es lässt sich wirklich... Vieles vieles viel einfacher gestalten und da bin ich felsenfest davon überzeugt, dass das der richtige Weg ist.

00:34:42: Ja und vor allem wenn man wirklich ganz unten beim Eltern-Kind musizieren schon anfängt damit weil eben die Pulsübungen haben wir ja da schon und das merkt man dann wirklich wenn ein Kind in den Hauptfachunterricht wächst, dass es wirklich Früchte trägt.

00:34:57: Was ist dir in deiner Musikschule was deine Lehrerinnen und Lehrer betrifft eigentlich wichtig?

00:35:03: Grundsätzlich ist mir ganz wichtig, dass das Verhältnis untereinander stimmt.

00:35:11: Dass es keine Gruppenbildungen in dem Sinn gibt und man sagt okay mit der oder mit dem möchte ich nicht.

00:35:19: Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass alle zusammenarbeiten können sollen.

00:35:25: Das ist mir wichtig.

00:35:26: was ich schätze oder auch unterstütze, dass Kolleginnen und Kollegen künstlerisch aktiv sind.

00:35:34: Also ich mag das auch, wenn jemand Konzerte spielt oder irgendwo in einem Ensemble mitwirkt.

00:35:42: Selbst noch aktiv ist und unterstützt sich das also wie protiz ein Kollegen der im Landesdata in Tirol eine Produktion macht und der muss natürlich den Unterricht organisieren einmal diese Woche ganz verschieben oder das nicht so einfach aber das alles machbar.

00:35:59: Also da werde ich Sie ja niemanden Steine in den Weg legen.

00:36:03: Oder ein junger Schlagzeugkollege, der wirklich oft als Chaser auf Tournee geht oder halt so kleinere Tournähen macht.

00:36:10: Das ist, finde ich cool!

00:36:11: Wobei aber das muss nicht sein, das verändert sich ja.

00:36:14: Also es gibt ja unterschiedliche... also das ist in unserer pädagogischen Laufbahn ja so dass man natürlich wenn man älter wird, auch sein kann, dass man nicht mehr künstlerisch aktiv sein möchte und dann ist das auch okay.

00:36:26: Es ist alles so wie das für jeden passt grundsätzlich.

00:36:30: aber wie gesagt Da bin ich schon der Meinung, dass es nicht schadet wenn man vielleicht ein bisschen selber irgendwo noch dabei ist.

00:36:38: Genau!

00:36:39: Kann man dann ganz anders weitergeben.

00:36:41: an die Schülerinnen und Schülern auch wieder genau.

00:36:44: Deine Frau Erika war ja in unserer Februarfolge zu Gast mit Musikieren mit links Und sie hat erwähnt das in deiner Musikschule auch ein Linkshänderklavier steht.

00:36:56: Warum ist dir das wichtig bzw.

00:36:58: gibt es bei euch in der Musikschule noch mehrere Linkshänder-Instrumente im Unterricht?

00:37:03: Nachdem ich mit meiner Frau verheiratet bin, komme ich ja in den Genuss, dass wir da ganz viel mitbekommen.

00:37:10: also wir diskutieren auch sehr viel zu Hause.

00:37:12: Ich kenne mich auch glaube schon relativ gut aus und unterstütze das auch sehr weil's für sie etwas war sich erst später dann rückgeschult als umgeschulte Linkshännerin.

00:37:27: Und dann bin ich so ein Thema hineingekippt.

00:37:30: Als Gitarist ist es ja so, dass das schon immer so war.

00:37:34: Also Gitaristen gibt's ja schon ewig die früher halt einfach die Gitarre andersrum umgespannt haben und einfach das so gemacht haben.

00:37:41: Es sind bei den Schlagzeugern üblich.

00:37:43: also da gibts ganz viele Beispiele auch in der Pop-Literatur wo halt dann einfach Leute oder im Rock das Tesset einfach ungekehrt aufgestellt haben.

00:37:52: Heid hat auf der rechten Seite usw.

00:37:55: und die Bestram links, dann beim Schlagzeug auch noch diese Variante mit Open Hand spielen.

00:38:02: Das habe ich schon immer gekannt und nachdem mich mit dem Thema selbst ein bisschen mehr beschäftigt hab, habe ich natürlich gedacht naja okay das könnte man in einer Musikschule da sollte es auch vorhanden sein.

00:38:15: und dann haben wir eine Fortbildung gehabt eben mit einer deutschen Kollegin was links in der Klaviere betrifft.

00:38:23: Ja, und dann habe ich mir das angeschaut.

00:38:24: Und grad so eine Bekannte, die hat sowas für ihren Sohn gekauft Da kannst du mit einem Knopfdruck ganz einfach einen E-Piano umschalten.

00:38:31: Okay!

00:38:32: Dann ist das einfach gespiegelt in der Tastatur und das Ganze funktioniert also auf Knopf druck.

00:38:37: Das hat mich fasziniert.

00:38:39: Und dann haben wir gedacht, dass möchte ich für unsere Schule haben und hab einfach so ein Instrument angeschafft.

00:38:45: Und es war auch bei dieser Fortbildung für mich sehr interessant weil das für manche komplett koril war.

00:38:54: Moment, das geht gar nicht auf die andere Seite.

00:38:57: aber ich habe dann eben mal die Kollegin hat dann auch gespielt und sie hat einfach die Augen zugemacht und hat da einfach noch links gespielt.

00:39:03: Das hat funktioniert.

00:39:04: Da waren wir ganz fasziniert davon.

00:39:07: also es war für sie überhaupt kein Problem das im Kopf umzudrehen und dann einfach in eine andere Richtung zu spielen.

00:39:12: Aber

00:39:13: war die Kollegin links in der Richtung?

00:39:16: Also sie sagt ist vielleicht ein bisschen weises nicht zu spült.

00:39:20: Es schreibt rechts und so, aber das ist oft das Interessante für mich auch weil ich es jetzt beobachte man erkennt an vielen Dingen also an der G-Stick, wie Leute Hände verschränken ist etwas was mir besonders oft auffällt.

00:39:42: einfach da sieht man oft Dinge wo ich heute zu meiner Frau sage, ich glaube da ist was Linkes oder eine Linkshändigkeit versteckt.

00:39:52: Und das ja ist interessant!

00:39:54: Ich habe jetzt auch zwei kleinere die mit links Gitarren spielen.

00:39:59: also ich hab in der Schule Linkshänder getan, das haben wir... Ja, das möchte ich eigentlich schon noch ausbauen.

00:40:08: einfach dass man es hat und dass man auch die Möglichkeit.. sein muss in Zukunft, dass man an einer Musikschule einfach auch solche Instrumente hat um Kindern das zu ermöglichen.

00:40:23: Blockflöte, linksblockflöde haben wir auch zum Beispiel und da sollte man schon unterstützen weil es eben auch eine Form der Inklusion ist.

00:40:35: in Wahrheit nicht?

00:40:38: dass diese, was man früher gemacht hat.

00:40:41: Da sind die linke Hand am Sessel angebunden damit man dann rechts schreibt und so das passiert zwar jetzt nicht mehr aber... Und nach wie vor muss man das beobachten.

00:40:51: Ja, wenn's das rechts kann, dann machst du vielleicht doch rechts weil es dann durchs der Leichter später und so und ja da bin ich ein bisschen ein Linkshänder Markenbotschafter geworden.

00:41:03: Das heißt, du hast jetzt gewisse Instrumente aber nicht unbedingt auf jedem Instrument jetzt schon Schüler, die links handig ist

00:41:10: unterberichtet werden?

00:41:11: Nein, das haben wir nicht!

00:41:12: Aber ich versuche das Thema ein bisschen bei uns in der Schule zu verbreiten.

00:41:18: Man muss natürlich auch... man muss ja ein bisschen so quasi andere davon überzeugen, dass das auch Thema sein kann und es kann ja auch die Lösung sein manchmal.

00:41:27: Es geht ja darum!

00:41:27: Es kann ja sein, wenn man erkennt, dass sich jemand als ein Kind schwer tut dann muss es nicht immer mit Ungeschicklichkeit zusammenhängen.

00:41:38: Das kann man nach anderen Gründen haben Genau.

00:41:40: Und dann bin ich ein bisschen auf der Spur und da glaube ich schon, dass es Sinn macht das auch mitzudenken?

00:41:45: Genau!

00:41:46: Ich finde es jetzt gut, dass immer mehr verbreitet wird wie ich habe zum Beispiel eine Schülerin, mit der möchte ich eine Link-Senderklarinette probieren ist aber inzwischen noch etwas schwer zu grillen.

00:41:57: Aber man muss einfach anfangen und starten.

00:42:00: vielleicht schauts dann in den Bayern anders aus und gibt's vielleicht auch mehr Instrumente.

00:42:06: Ja, den Linkshänden ein bisschen helfen und sie unterstützen das es ihnen leichter geht bei manchen Sachen.

00:42:12: Genau ich glaube ja auch dass es wichtig ist ein bisschen auf die Händlerschaft einzuwirken und danach zu fragen was ja auch passiert.

00:42:20: also bei großen Playern macht man das eh schon und das man einfach sagt ja gibt's auch.

00:42:25: bauen Sie auch das?

00:42:26: Und das war ja schon dort diese Homepage-Links gespielte E wo man nachlesen kann was es auch schon gibt wer wir Instrumente baut und so und das Volk bringen.

00:42:36: Genau!

00:42:38: Wir kommen vielleicht noch einmal zu einem höherer Beispiel, dass du mitgebracht hast?

00:42:43: Also jetzt haben wir die Schulband gehört, jetzt sind wir im Musical gehört.

00:42:47: Gibt es noch eine Facette, die du uns zeigen möchtest, die wir anhören können?

00:42:52: Ja zum Beispiel noch ein Stück mit Tuba und Posaune El Capitan wo mein ältester Sohn mit dabei war, jetzt mittlerweile schon erwachsen.

00:43:04: Aber damals halt noch junger Tubist was vielleicht auch interessant ist die Geschichte weil er hat ja mit Violine begonnen mein Sohn der ältere und hat als kleines Kind immer schon gesagt wenn er groß ist möchte das es große goldene Instrument spielen.

00:43:22: Das hat dann wirklich wahrgemacht.

00:43:23: er ist dann über die Posaune zur Tuber gekommen und hat dann eben mit seinem Lehrer in Bernhard Neumeier dieses Stück aufgenommen und eben zu zweit in einer Mehrspur-Variante.

00:43:36: Und deswegen ist es, glaube ich auch interessant weil sie sich selbst spielen nicht?

00:43:40: Also eben das ist zu zweite aber doch mehrstimmig also nicht nur zweistimmig.

00:43:44: Dann hören wir uns das mal

00:43:45: an!

00:45:19: Manfred welche Bereiche übersieht man eventuell im Musikschulwesen in der Steiermark noch und wären extrem wichtig dass Sie gefördert werden?

00:45:28: Ja ein ganz brennendes Thema für mich dass es allen Kindern und Jugendlichen möglich sein muss eine kommunale Musikschule, eine öffentliche Musikschulhe zu besuchen.

00:45:41: Da sind wir mailenweit davon entfernt.

00:45:44: Wir leben aktuell ein System wo immer noch politische Entscheidungsträger sagen können ja das fördere ich nicht, das unterstütze ich nicht aus meiner Gemeinde.

00:45:56: Diese, also unsere Kinder brauchen das nicht.

00:45:59: Das sind diese Musikschule.

00:46:00: gehen wir machen was anders und ich bin der Meinung es sollte für alle zugleichen Bedingungen möglich sein.

00:46:07: Das heißt ich würde mir wünschen ein steuermarkweites System wo eben das ganz klar geregelt ist so wie auch dass auch im Pflichtschulbereich ist jedes Kind hat das Recht eine Volksschule zu besuchen.

00:46:22: Es gibt es auch nicht.

00:46:23: Und das Gleiche muss auch mit dem Musikschulunterricht möglich sein, wir haben sehr viele Standorte mittlerweile in der Steiermark und wir haben immer noch das Problem dass wenn zu mir oder zu uns zum Beispiel in Karlsdorff Schülerinnen oder Schüler kommen aus einer anderen Gemeinde, dass man die dort hinschicken mit den Anmeldepogen quasi einen Stempel abholen vom Gemeindeamt, von der Bürgermeisterin und Bürgemeister.

00:46:48: Dass diese Wohnsitzgemeinde den Musikschulbeitrag unterstützt also mit diesem vorgegebenen Gemeindepaartrag, Sachaufwand usw.

00:46:57: Und es passiert immer oder sehr oft noch so dass die dann hinkommen und die das dort sagen.

00:47:04: Die Politik sagt ja, aber wir zahlen nur die Hälfte oder wir zählen gar nix und so weiter.

00:47:09: Und die Eltern sollen das selber zahlen und das finde ich überhaupt nicht okay.

00:47:13: Ich glaube in einer Zeit wo wir heute leben muss es möglich sein dass es für alle gleich erschwinglich ist eine Musikschule zu besuchen.

00:47:23: Deswegen bin ich auch ein Verfechter eines einheitlichen Musikschul-Tarifes für den ganzen Steuermarkt Und nicht für irgendein Fleckhalteppich, wo irgendeiner sagt bei uns kostet es mehr.

00:47:31: Da kostet's weniger aber wir können uns das leisten.

00:47:34: Das finde ich einfach

00:47:34: falsch.".

00:47:36: Ja oder so wie ich jetzt gerade hatte mit einer Schülerin die halt Lehrer wechseln wollte und da hat die Gemeinde vorgeschrieben sie darf wechselen sie bekommt ein Jahr finanziert Sie muss in diesem Schuljahr aber das Leistungsabzeichen absolvieren und zur Musikkabel dazu gehen.

00:47:54: Also es gibt auch Gemeinden, die mit solchen Methoden arbeiten.

00:47:57: Ja das ist auch... Grundsätzlich bin ich Spiel selber mit bei uns im Musikverein und meinen Sohn auch und der Kleiner damit gespielt Und meine Frau war früher Jahrzehnte lang in der Ausstehermark In Burgenland und den Aussteiermark in der Musikkapelle.

00:48:14: Die bin auch so aufgewachsen obwohl ich Gitarre studiert habe und spiele jetzt Klarinette auch.

00:48:19: und so Grundsächlich soll's immer so sein dass man das unterstützt.

00:48:26: Wir Musikschulen unterstützen es natürlich, aber jeder Musikverein muss auch so attraktiv sein, dass die Leute dort gerne hinwollen und mit Zwang erreicht man gar nichts.

00:48:38: Man kann auch junge Menschen zu nix zwingen und da kann man sehen mal sich wünschen wir brauchen Nachwuchs.

00:48:43: ich glaube das muss von beiden Seiten gelebt werden dann funktioniert's auch.

00:48:50: Das vorzuschreiben, das finde ich auch nicht gut.

00:48:53: So bin ich ganz bei dir.

00:48:55: No go!

00:48:57: Ja, vielen Dank lieber Mannfred fürs Kommen und für den Einblick in deine Musikschule.

00:49:03: Und hast du jetzt vor diesen Osterferien die uns bevorstehen noch ein paar motivierende Worte für das restliche Schuljahr?

00:49:12: Für uns Lehrenden und Lehrer?

00:49:15: Ja, motivierenden Worte gibt es immer.

00:49:18: Mich motivieren... meine Schülerinnen und Schüler, ich habe so ein paar kleine und wenn dann die da bei mir bei der Tür reinkommen.

00:49:26: Und mich mit ihren jungen Augen anschauen und einfach so dieses Unschuldige und dieses ohne Sorgen sein was Kinder an sich haben.

00:49:38: Da kann man sich viel abschauen.

00:49:40: Ich glaube wir Erwachsenen nehmen uns manchmal etwas zu ernst und nehmen vielleicht ein bisschen zu wichtig.

00:49:47: Man soll das genießen, wir sollen unsere Schülerinnen und Schüler genießen.

00:49:51: Uns freuen daran dass sie was lernen, dass wir ihnen etwas beibringen können.

00:49:56: Das ist ein Geschenk!

00:49:57: Und dass wir einfach einen Job haben der... ja wie soll ich sagen Musik ist einfach eine Sprache die viel ausdrückt wo man sonst nichts sagen kann und das soll man auch schon genießen.

00:50:10: Ich bin nicht derjenige der so denkt.

00:50:15: noch so viele Tage bis zu den Sommerferien Überhaupt nicht.

00:50:19: Ich meine, ich hab's schon gern frei aber ich freu mich immer wieder wenn es wieder losgeht weil nur frei ist auch nicht lustig.

00:50:25: also wasst du so wie sie ist?

00:50:27: Dankeschön!

00:50:28: In dem Fall passt vielleicht ein Zitat noch dass sich auf eurer Homepage der Musikschule Karlsdorf gefunden habe.

00:50:35: als Kind ist jeder ein Künstler.

00:50:37: die Schwierigkeit liegt darin als Erwachsener einer zu bleiben.

00:50:43: Danke schön das war's nun wieder für heute.

00:50:46: Vielen Dank, liebe Hörerinnen für's Wiedereinschalten und Zuhören.

00:50:50: Im Namen der Musikschul-Service-Stelle wünsche ich allen ein wunderschönes Osterfest!

00:50:55: Im nächsten Monat nimmt uns meine Fachreferentenkollegin Ingrid Pfungner mit in die Welt der Blockflöte und erzählt uns über den steirischen Blockflötentag, der am feinvonzwanzigsten April im Frontleiten über die Bühne gegangen sein wird.

00:51:11: Danke schön auch an die Agentur das Pott für den guten Ton und dir rundum betreuen.

00:51:17: Damit ihr keine Folge verpasst, abonniert den Podcast gerne auf der Plattform Eures Vertrauens.

00:51:23: Hinterlasst uns gerne auch eine positive Bewertung!

00:51:26: Wir

00:51:26: hören uns wieder im Mai.

00:51:28: Bis dahin verpasste keinem Ton wenn wir Singern spielen oder hören wollen Denn Musik ist Lebensgefühl.

00:51:34: Auf Wiederhören Servus

00:51:36: und Baba ist eine entgeltliche Einschaltung des Landes Steiermark.

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