#31 - Üben, üben, üben...

Show notes

Frohes neues Jahr! Wir hoffen, ihr alle hattet schöne Feiertage und einen guten Rutsch. Nachdem für uns alle nun schön langsam wieder der Alltag beginnt, geht es in der ersten Folge im neuen Jahr um ein Thema, mit dem sich jede Musikerin und jeder Musiker auseinandersetzen muss: das Üben. Ob man es liebt oder eher nicht, zum musizierenden Alltag gehört es in jedem Fall dazu.

Wir unterhalten uns über verschiedene Zugänge zum Üben, seine Bedeutung für die musikalische Entwicklung und wertvolle Tipps, wie das Üben gelingt und auch Spaß machen kann. Vom Anfänger über Musikschüler und Wettbewerbsteilnehmer bis hin zum Orchestermusiker haben wir zu dem Thema verschiedene Stimmungen eingeholt.

Um das Thema "Üben" geht es übrigens auch in der kommenden Ausgabe unserer Zeitschrift "Perspektiven", die voraussichtlich Ende Jänner erscheinen wird. Wie immer wünschen wir euch viel Vergnügen beim Hören unseres Podcasts und einen guten Start ins Jahr 2026.

Online-Ausgabe unserer Zeitschrift "Perspektiven": https://www.muse-stmk.at/infos/musikschulzeitschrift-perspektiven

Foto Episoden Artwork: © Luef Produziert von DAS POD (https://daspod.at/)).

Show transcript

00:00:03: Hallo und Servus bei Muse am Mikro.

00:00:21: Herzlich willkommen beim Podcast der Musikschulservistelle des Landes Steiermark.

00:00:26: Ich bin Birgit Schweiger und unterrichte Klerinette und Elementares Musikieren in der Musikschule Weitz und darf die Steiermark als Fachreferentin für Elementares Musikieren und Bewegung vertreten.

00:00:37: Ich hoffe, Sie sind gut.

00:00:39: ins neue Jahr, im Jahr des Jahrtausends, hat sich gestartet und voll motiviert, Ihre guten Vorsätze auch umzusetzen.

00:00:46: Perspektiven zu haben ist ein sehr wichtiger Teil im Leben und wir, die steirische Musikschullandschaft, haben seit Jahrzehnten ganz spezielle besondere Perspektiven, nämlich unsere Musikschulzeitschrift Perspektiven, die nun bereits zum siebten Mal erscheinen wird.

00:01:06: Jede der Ausgaben hat eine bestimmte Headline, ein bestimmtes Thema, das sich durch die jeweilige Zeitschrift zieht.

00:01:14: So starteten wir in dem Jahr mit Stimmig und Motiviert.

00:01:23: Und was für die neue Ausgabe im Programm steht?

00:01:34: Darüber darf ich heute mit Eduard Lanna, dem Leiter der Musikschul-Service-Stelle sowie Direktor des Johann Josef Fuchs-Konservatoriums sprechen.

00:01:42: Herzlich willkommen, lieber Idee.

00:01:44: Schön, dass du da bist und dir die Zeit genommen hast.

00:01:46: Ja auch.

00:01:47: Danke für die Einladung.

00:01:49: Die freuen mich schon auf ein anregendes Gespräch.

00:01:52: Ja, lieber Edward, wie kam es eigentlich damals zur Idee?

00:01:55: oder wer hatte die Idee und wie kam es zur Umsetzung dieser Zeitschriftperspektiven?

00:02:01: Ja, also während der Corona-Zeit, zwanzig und einundzwanzig war natürlich auch Zeit zum Nachdenken und Zeit auch mit verschiedenen Kollegen doch intensive Gespräche zu führen.

00:02:14: Und ich kann mich noch erinnern, dass ich öfter auch mit dem Wolfgang Jude gesprochen habe, über alles Mögliche an Anliegen, die wir haben und wie wir die transportieren können.

00:02:23: Und ja, ich kann mich noch gut erinnern, als wir dann die Idee kamen, wir könnten das Ganze irgendwo in eine Zeitschrift zusammenbringen.

00:02:32: Und wir haben dann eine ja, also auch im Konservatorium diskutiert und Dann habe ich ein Team gefunden für das Ganze.

00:02:43: Ja, und dann haben wir irgendwie versucht, das Ganze zu erarbeiten.

00:02:47: Wir haben dann gesehen, wir finden das gut, wenn wir immer so ein Leitthema haben, dass wir dann, das war mir auch sehr wichtig, über unser Erasmusprogramm schreiben.

00:02:58: Das muss sich ja auch teilen.

00:03:00: Das ist auch etwas, was die Agentur von uns möchte.

00:03:03: Und das glaube ich auch sehr interessant.

00:03:05: Und dann wollen wir natürlich die Musik schön vorstellen.

00:03:07: Und diese drei Hauptteile Ein Leitthema Erasmus, also unterwegs mit Erasmus und eben das Vorstellen von Musikschulen und was tut sich sonst noch in der Steiermark, das ist geblieben.

00:03:19: Ich glaube, das ist auch ganz gut so.

00:03:21: Wir haben auch ein Team, das natürlich auch mit den Feedback dann umgeht und wir versuchen jedes Mal auch ein bisschen das zu verbessern.

00:03:28: Also dieses Mal in die nächste Ausgabe kommt eine Rätselseite für die ganz Jungen auch hinein, damit auch da etwas gefunden wird.

00:03:38: Und ja, wir diskutieren über sehr vieles.

00:03:40: und ja, ich freue mich schon, das nächste Thema heißt ja Geübt.

00:03:45: Wir wollen über das Üben nachdenken.

00:03:48: Wir haben, glaube ich, ganz tolle Leitendecke und dazu auch gute ergänzende Interviews gefunden.

00:03:57: Wie geht denn überhaupt üben?

00:03:58: Gedanken über das Üben selbst?

00:04:00: Was ist denn üben?

00:04:01: Die mehr Sari.

00:04:03: Ein gut lesbarer, aber auch sehr tief geänderter Beitrag zum Thema üben.

00:04:09: Leonhard Königseder schreibt über Mentaltraining beim Üben auch sehr wichtig.

00:04:13: Da gibt es übrigens auch eine Podcastfolge zum Nachhören.

00:04:16: formulieren hat Königseder.

00:04:17: Ein guter Motivationscoach.

00:04:21: Genau.

00:04:23: Dann ein Interview mit zwei Kinderlein.

00:04:26: die wunderbar musizieren, aber auch tolle Sportler sind.

00:04:31: Und wie machen die denn das?

00:04:34: Das ist ganz lustig zu lesen.

00:04:36: und am Schluss kommt einfach hinsetzen und anfangen.

00:04:39: Also einfach spielen.

00:04:41: Einfach gehen wir es an.

00:04:43: Dann werfen wir einen Blick über die Grenzen.

00:04:46: Musikshow-Ausbildung in der Ukraine und wie man dort geübt hat, weil wir doch jetzt ... Ja, noch immer einige ukrainische Bürger bei uns haben, die auch sehr interessiert sind an einer guten Musikausbildung.

00:05:00: Und da haben wir einfach die Möglichkeit genutzt, um mit ihnen zu sprechen, die Indie zu führen.

00:05:04: Und auch eine Umfrage beim Landesjugend-Symphonier-Hester.

00:05:09: Was bedeutet für dich effektives Üben?

00:05:11: Was sind deine drei Top-Übertipps?

00:05:15: Und da, glaube ich, kommen ein paar ganz interessante und auch lustige Dinge daher.

00:05:19: Ja, dann können wir uns auf die nächste Ausgabe schon freuen.

00:05:22: Wann genau wird diese erscheinen?

00:05:24: Ja, da wäre ich jetzt ein Oraaküs sozusagen, aber ich denke mal Ende jener Anfang Februar.

00:05:31: Gut, also Anfang des Jahres.

00:05:33: Genau.

00:05:33: Kommt

00:05:34: sie in die Musik schon.

00:05:36: Was wolltest du bzw.

00:05:38: was wolltet ihr mit dieser Zeitschrift bewirken?

00:05:42: Also die Themen hast du jetzt vorgestellt, die immer Schwerpunkte setzen in den Zeitschriften.

00:05:48: Wer soll?

00:05:48: Das lesen.

00:05:50: Naja, was wollen wir bewirken?

00:05:51: Wir wollen natürlich Inhalte vermitteln.

00:05:55: Wir wissen ja, das steige Musikschussystem ist sehr auf das Fördern und das Finanzielle konzentriert.

00:06:03: Aber doch haben wir doch gesehen, dass es mehr braucht.

00:06:07: Jetzt sind wir natürlich nicht mehr so ein Tropfen auf den heißen Stein.

00:06:11: Das ist mir auch klar.

00:06:12: Aber dennoch ist es mir ein Anliegen.

00:06:16: irgendwie doch etwas zu beeinflussen, das macht man mit Medien, das macht man mit dem Podcast, das macht man mit der Website, das macht man eben mit der Zeitschrift, wobei ich sagen muss, dass uns sowohl im Podcast als auch um die Zeitschrift andere Bundesländer durchaus beneiden, natürlich das immer wieder höre.

00:06:37: Und ich bin wahrscheinlich noch sehr alt gestrickt und lese gerne.

00:06:42: Und für mich so eine Zeitschrift, wo ich halt von Zeit zu Zeit reinschaue und mich dann durchläse und das auch überlegen kann, schon etwas ganz Qualitätsvolles.

00:06:54: Ja, sie hilft uns auch im Vernetzen.

00:06:56: Sie hilft uns in Teilen der vielen Erfahrungen.

00:07:00: Sie hilft vielleicht auch, dass wir so ein bisschen ein Wir-Gefühl bekommen und ich möchte Perspektiven schaffen.

00:07:08: Das ist auch ganz klar.

00:07:10: Wir alle wissen, dass wir doch irgendwo gerne manche Dinge verbessern würden.

00:07:16: Und Perspektiven sollen sein, wie ist das in anderen Ländern?

00:07:21: Perspektiven sollen sein, was sagen Experten zu dem Thema.

00:07:27: Und auch voneinander wissen.

00:07:30: Also diese Musikschülberträge sind glaube ich schon auch sehr wichtig.

00:07:33: Ich freue mich auch, dass wir dieses Mal wie am Kapfenberg Leibniz und dann hat sich es noch ergebend durch den Jubiläum, dass wir auch sehr viel über die Musikstelle Muray geschrieben.

00:07:43: Also das, wir sind gleich drei Musikschulen dabei.

00:07:47: Und ich glaube, das ist auch ganz interessant, wer unterrichtet dort, wie ist die Geschichte, was sind die Schwerpunkte, was sind so die regionalen Besonderheiten.

00:07:55: Also informieren, vernetzen und Perspektiven entwickeln,

00:08:00: um

00:08:01: dich letztendlich längerfristig zu verbessern.

00:08:05: Macht Sinn, natürlich.

00:08:07: Gibt es da jetzt auch ein fixes Redaktionsteam?

00:08:10: Also du hast schon von einem Team gesprochen, aber gibt es wirklich einen fixen Stamm, der seit Beginn an dabei ist?

00:08:14: Ja, absolut.

00:08:16: Wie viele

00:08:16: seid ihr da?

00:08:17: Zum Redaktionsteam gehören Bernd Crispin von der Musik-Service-Stelle, dieser bei Lena de Terri.

00:08:26: Daran ganz wichtig ist Susanne Janes vom Jonas Fuchs-Konsultatoren.

00:08:31: Sie gibt uns dann immer ganz wundervolle Anregungen.

00:08:36: Irina Maholetti auch von Konservatorium, Katrin Rausch und Musikschule Liebhoch ist fix dabei, Vanessa Bosch, unsere Fachreferentin für Tasteninstrumente, Musikschule Schladming.

00:08:50: Ja, und dann gibt es einige, die ... und sie immer wieder auch helfen.

00:08:54: Ganz besonders will ich auch unsere Regierin Alblau erwähnen, die Gesangstlehrerin am Konservatorium ist und die immer diese schönen Karikaturen macht, die bei der Musikgeschichte dabei sind.

00:09:04: Sie ist auch akademische Malerin und sie hat immer ganz gute Ideen.

00:09:08: Also dieses Mal werden wir uns mit Sevilla und Stirn und Karren und so weiter beschäftigen.

00:09:16: Auch sehr interessant, weil sie auch in der nächsten Ausgabe über Spanien gehen wird.

00:09:21: Jetzt zurück zu den Artikeln zum Beispiel.

00:09:24: Es gibt ein fixes Redaktionsteam, aber die Artikel werden ihr nicht alle selber schreiben.

00:09:29: Wer darf jetzt Artikel schreiben für die Perspektiven?

00:09:32: Und wie sucht ihr auch den Autor oder die Autorin für einen Leitartikel aus?

00:09:37: Wie funktioniert das?

00:09:38: Ja, also ein Leitartikel zu finden, das ist keine einfache Sache.

00:09:43: Da wird diskutiert und überlegt.

00:09:48: Meistens ergibt es sich so, dass einer aus dem Redaktionsteam einfach gute Kontakte hat und dann weiß er, die oder der könnte etwas schreiben.

00:09:58: Und das ist dann meistens auch so, dass wir das gut umsetzen, dass wir dann weiter überlegen, wer könnte etwas beitragen zu diesem Leitthema.

00:10:06: Auch das, also die Leute werden ich angesprochen und befragt und meistens kommt zurück, ja das mache ich gerne.

00:10:15: Zu Erasmus ist es so, dass wir natürlich sehen, wer fährt wohin und das dann beauftragen.

00:10:23: Und dann ist es auch so, in dieser Ausgabe ganz besonders, es sind auch wirklich, ohne dass wir viel gesagt haben, Beiträge aus der Steiermark eingegangen.

00:10:32: Vor allem auch zum steuerischen Musikschüssystem, also eben diesen verschiedenen Jubiläen.

00:10:36: Und was sich sonst noch tut, es tut sich ja vom großen Hafenorchester bis zu verschiedensten Reisen mit den Flutistinnen und Flutisten ja ganz viel.

00:10:47: Und das ist eigentlich ganz viel auch von selbst gekommen, worüber wir sehr froh sind.

00:10:51: Ja, das ist schön, wenn das in dem Fall so weiter wächst.

00:10:54: Ja.

00:10:55: So, kommen wir vielleicht kurz zum Thema der neuen Ausgabe.

00:10:58: Du hast schon gesagt, das Thema ist geübt.

00:11:01: üben.

00:11:03: Und üben ist ja ein großes Thema im Musikschulalltag.

00:11:07: Und üben ist auch vielleicht manchmal ein Wort, das nicht unbedingt positiv behaftet ist.

00:11:13: Ah, ich muss noch üben gehen.

00:11:15: Wie siehst du das jetzt als Pädagoge?

00:11:19: Ja, üben ist natürlich für manche eine stolper Stein, keine Frage.

00:11:23: Und ja, es gibt ja, glaube ich, ganz gutes Überlegen, was denn üben überhaupt ist.

00:11:29: Und es gibt ja gerade von den Kindern, die da interviewt werden und auch von den Müttern.

00:11:34: Ganz gute Anregungen.

00:11:36: Also, vielleicht ist es üben.

00:11:38: Sollte man es besser als spielen bezeichnen.

00:11:42: Sollte man es einfach als etwas ganz normales wie ein Training im Sport in den Tagesablauf integrieren.

00:11:50: Positiv besetzen.

00:11:52: Es gibt einige ganz tolle Tipps.

00:11:54: Ich will jetzt nicht allzu viel vorwegnehmen, sonst wird niemand mehr die Zeit schon fräselt.

00:11:59: Aber doch ein paar ganz tolle Tipps, wie man es schaffen kann, dass Eltern und Kinder hier eine Einheit entwickeln.

00:12:06: Was schon klar rauskommt und was sehr wichtig ist, es braucht auch die Eltern.

00:12:12: Genau, das wollte ich nämlich gerade sagen.

00:12:14: Es sind nicht nur wir Lehrer und die Schüler.

00:12:17: Das sind nicht nur wir Lehrer und die Schüler, sondern es ist wesentlich mehr.

00:12:20: Es ist dieses Dreieck Lehrer, Kinder und Eltern.

00:12:26: Natürlich.

00:12:27: Wenn man den Beitrag dann liest über den Musikunterricht in der Ukraine, über eine Stadt, die wir gar nicht kennen, die gleich groß ist wie Graz, die Zieg Musikschulen hat und wo die Kinder von Anfang an zwei Stunden Unterricht haben, so wie in Slowenien haben sie zumindest zweimal eine halbe Stunde, wo sie von vornherein in so ein System reinkommen, wo auch die Lehrer das üben, ein bisschen übernehmen können, die Schüler von vornherein gute Anweisungen bekommen.

00:12:56: Das ist nämlich ein Unterschied, als sie treffen sich einmal in der Woche in der Gruppe.

00:13:01: Auch trotz aller Bemühungen wird da weniger üblich bleiben, als wenn man sich jetzt zumindest zweimal in der Woche trifft und da braucht es die Eltern.

00:13:10: Und wie können Eltern ein gutes Arbeitsklima oder ein gutes Übelklima schaffen?

00:13:17: Was sind ja No-Goes beim Üben?

00:13:21: Was darf ja nicht sein?

00:13:23: Wie kann ich Kinder motivieren, belohnen?

00:13:26: Auch was mache ich, wenn sie einmal gar keine Lust haben.

00:13:29: Und ich glaube, da gibt unsere Ausgabe einige ganz interessante Antworten, auch ganz lustige Antworten.

00:13:36: Also wie gesagt, unbedingt das Interview lesen mit Victor und dann der Rosina.

00:13:43: Unserer Victor spielt Fußball und Klavier und Rosina spielt Counterpass und die sind da.

00:13:48: Ich glaube, Sportgymnastik drinnen war sogar im Olympiatheam oder, nein, nicht im Olympiatheam, das sage ich, das ist ja ein Blödsinn, aber im Staatsteam oder irgendwie im Nationalteam, so ist es, ja, das ist das Richtige.

00:14:00: Und ja, die beiden jungen Herrschaften, die ich auch schon ein paar mehr erlebt habe, spielen nicht nur tolle Instrumente, sondern es sind auch richtige Persönlichkeiten schon in jungen Jahren.

00:14:11: Ja.

00:14:13: Sehr lustig und sehr interessant.

00:14:14: Ja, schön.

00:14:15: Dann können wir schon gespannt sein auf die neuen Perspektiven und diese vielen schönen Artikeln und Interviews.

00:14:21: Danke lieber, Edward, dass du dir heute die Zeit genommen hast.

00:14:25: Gibt es abschließend noch Wünsche, Anregungen, Perspektiven für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für

00:14:31: den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für wo wir die Hälfte der steuerischen Musikschülpädagoginnen und Pädagogen in den Steiermarkhof bringen und wo wir versuchen wollen, einerseits zu motivieren, interessante Beiträge zu liefern, auch dieses sicher mal zu treffen, sich zu sehen, zu fördern und auch einige die wichtigsten Informationen, die wir haben weiterzugeben.

00:15:06: Also mein Wunsch ist, dass das natürlich gut funktioniert und dass wir das gut umsetzen können.

00:15:13: Dann haben wir auch gehört, dass ein Musikschülgesetz ausgearbeitet werden soll.

00:15:17: Und da hoffe ich auch, dass es eine klare Verbesserung bringt.

00:15:22: Und ja, sonst hoffe ich auch, dass wir es schaffen, unsere Kinder zu motivieren.

00:15:31: Auch so zu motivieren, dass sie Musik als etwas längeres in ihr Leben integrieren können.

00:15:38: Das wir sie dazu bringen, dass sie vielleicht auch nach der schwierigen Pubertät weitermachen, dass sie weiterspielen, dass sie wichtige vielleicht einmal Säulen sozusagen in verschiedenen Musikvereinen werden können, dass der eine oder andere studiert, dass wir irgendwie so ein gutes musikalisches Ökosystem bekommen, wo wir junge Leute dazu inspirieren, eben sich mit Musik zu beschäftigen.

00:16:06: zu wachsen, Säulen zu werden, wie gesagt, wie gesagt auch zu studieren, vielleicht ein System zurückzukommen.

00:16:13: Das würde ich mir einfach wünschen.

00:16:16: Auch viel Motivation durch den Blick über den Tellerrand und weitere Perspektiven.

00:16:21: Und abschließend noch ein Tipp zum Üben.

00:16:25: Ihr Geduldig sein.

00:16:28: Im Vorfeld habe ich mich schon ein bisschen umgehört zum Thema Üben.

00:16:34: Interessant, was ein junger Schüler darüber zu erzählen hat und wie ein Musikschuldirektor, Musiker und Sportler dieses Thema sieht.

00:16:53: Hallo, ich habe hier einen jungen Mann gegenüber von mir sitzen.

00:16:57: Magst du dich für unsere Zuhörerleinern

00:16:59: und Zuhörer kurz vorstellen?

00:17:00: Ich bin der Tim, bin

00:17:02: neun Jahre

00:17:02: alt und spiele die Posaune.

00:17:05: Du spielst die Posaune, wie lange spielst du schon

00:17:07: die Posaune?

00:17:08: Das jetzt mein viertes Jahr.

00:17:12: Und wann war so deine erste Berührung mit Musik?

00:17:16: Wann hat das Ganze bei dir begonnen?

00:17:17: Hast du vor der Posaune auch schon irgendwas

00:17:19: gemacht?

00:17:20: Also

00:17:21: vor der Posaune habe ich eigentlich nicht Blockflöte oder sowas gespielt, aber ich hatte schon ganz früh in meinem Leben Berührung mit der Musik zum Beispiel.

00:17:33: war ich Frühjahrziehung und hatte auch schon vor meinem Leben, hatte ich auch schon ganz viel mit Musik zu tun.

00:17:42: Warum eigentlich vor deinem Leben?

00:17:44: Wir haben vorher darüber gesprochen.

00:17:46: Wo warst du denn schon dabei?

00:17:48: Also meine Mama hat Klarinette gespielt.

00:17:51: Und da war ich mal beim Konzert dabei.

00:17:53: Im Bauch,

00:17:54: genau.

00:17:54: Das heißt, du hast eigentlich im Bauch schon viel Musik mitbekommen.

00:17:58: Und ich glaube, du warst ja mit deiner Mama dann auch im Elternkindmusik ziehen, bevor

00:18:01: du alleine in die frühe Zimmer

00:18:02: kommen bist.

00:18:03: Ja.

00:18:03: Genau.

00:18:05: Wie sieht es jetzt für dich mit dem Thema Üben aus?

00:18:09: Übst du gerne?

00:18:11: Also, ja, schon.

00:18:13: Also, es kommt auch darauf an, welche Stücke ich jetzt zum Üben habe.

00:18:18: Wenn ich jetzt

00:18:19: z.B.

00:18:20: nur Ethylen

00:18:20: aufhabe,

00:18:23: dann muss ich eben nicht so haben, aber es gehört einfach dazu.

00:18:29: Aber eigentlich schon macht es mir schon Spaß, ja.

00:18:32: Wie viel übst

00:18:33: du eigentlich so?

00:18:35: Also ich habe in der Woche einmal übefrei und üb so

00:18:38: am Tag.

00:18:40: Dreißig bis fünfundvierzig Minuten.

00:18:43: Machst du das immer von dir aus, von selbst?

00:18:45: Oder muss man die Mama oder der Papa sagen?

00:18:48: Hey, hast du heute schon geübt, Tim?

00:18:50: Also, bei mir ist es so, ich habe so einen fixen Plan, war nicht immer... also war nicht üb, wenn ich von der Schule heim komme, war nicht dann zum Üben beginnen, war nicht auffallen kann.

00:19:01: Das heißt, du hast es eigentlich in deinen Wochenablauf schon voll

00:19:04: integriert?

00:19:05: Ja, also es ist in meinem Alltag

00:19:07: drin.

00:19:07: Sehr schön.

00:19:09: Setzt du dir da auch für deine... Übungen, die du machen musst, irgendwelche Ziele.

00:19:15: Oder übst du jeden Tag zum Beispiel gleiche Aufwärmübungen?

00:19:19: Oder wie schaut das bei dir aus, wenn du übst?

00:19:22: Du hast jetzt vorher gesagt, Äthylen machen nicht immer so Spaß, aber die können halt geübt.

00:19:26: Aber wie sieht das dann so aus, diese dreißig bis fünfundvierzig

00:19:29: Minuten, wenn du übst?

00:19:30: Also zuerst beginne ich mal mit dem Aufwärmen und dann probiere ich erstmal die Stücke durch, so am ersten und am zweiten Tag.

00:19:38: Wenn die dann schon besser probieren, dann probiere ich es, also jetzt nicht mehr so vom Blatt zu lesen, sondern auch wirklich eine Geschichte dahinter zu bringen.

00:19:46: Also das ist wirklich auch an manchen Einsätzen wirklich betone.

00:19:50: Und so

00:19:51: kann ich dann die Stücke halt auch wirklich also gut spielen.

00:19:57: So tue ich mir am leichtesten.

00:19:59: Und hat dir da zum Beispiel dein Lehrer erklärt, wie du üben sollst, oder?

00:20:04: Hast du einfach für dich drauf losgespielt?

00:20:06: Also, früher hatte ich es noch eine andere Taktik zu üben.

00:20:09: Nö, nicht einfach mal los drauf zu spielen und schauen, wie weit ich komme und mir dann die Stellen anzuschauen.

00:20:16: Aber diese Taktik habe ich mir jetzt... Also, die habe ich mir einfach ausgedacht und das jetzt so gekommen.

00:20:22: Okay,

00:20:22: aber hat dir da dein Lehrer irgendwie Input gegeben und gesagt, schau, bau dir die Übestunde so auf, dass du zuerst das machst und das machst und das

00:20:29: machst, oder?

00:20:30: Nein.

00:20:30: Nein,

00:20:31: also du machst es einfach für dich

00:20:32: so,

00:20:33: wie du es spürst und fühlst.

00:20:37: Stört dich eigentlich das Wort üben, würdest du vielleicht keine Ahnung?

00:20:42: lieber dazugeben, wenn es Trainieren, Proben, Lernen, Spielen heißt?

00:20:47: Wird das was ändern,

00:20:48: oder?

00:20:49: Nein, also üben heißt für mich einfach üben.

00:20:52: und wenn mein Mama sagt jetzt kannst du üben gehen, dann also für mich heißt üben einfach üben und das auch für mich kann.

00:21:00: Also nichts.

00:21:01: Negativ ist oder was?

00:21:02: Und merkst du aber selbst schon, dass wenn du das jeden Tag machst oder du hast gesagt, einmal darfst überfrei nehmen in der Woche, merkst du schon, dass du selber einfach schneller und besser und

00:21:12: gut vorankommst?

00:21:14: Ja schon, also es kommt halt auch wirklich auf die Stücke drauf an.

00:21:18: Ob ich jetzt leichter Stücke auf habe oder schwerere, ja das kommt halt drauf an.

00:21:24: Gut, und was sind so deine Ziele jetzt beim Musikieren?

00:21:29: Also... Meine Ziele sind, dass ich professioneller Musiker werde und dass ich weiterhin

00:21:39: so

00:21:40: brav üben werde, weil ich mir halt ziemlich selbst zufrieden.

00:21:44: und ja, einfach dass ich Spaß am üben haben werde und weiterhin spielen werde.

00:21:52: Sehr gut, da hast du noch einen langen Weg vor dir mit viel viel üben, aber wenn es Spaß macht und wenn du das möchtest, dann wird es auch

00:21:59: funktionieren.

00:22:00: Dann wünsche ich dir alles

00:22:01: Gute.

00:22:01: Dankeschön.

00:22:15: Ich sitze hier in der Musikschule Passail beim Direktor Raphael Kühberger und bei meinem Fachreferentenkollegen für Volksmusikinstrumente.

00:22:25: Lieber Raphael, übst du noch?

00:22:29: Das ist eine sehr schwierige Frage.

00:22:30: Das ist Zeitenabhängig.

00:22:32: Manche Zeiten lassen es nicht zu, dass ich regelmäßig übe, aber ich versuche mir die Zeit zu stipizen.

00:22:39: Und gerade vor größeren Projekten-Studieaufnahmen ist das natürlich ganz wichtig.

00:22:42: Aber auch eigentlich als Vorbereitung für den Unterricht für die größeren Schüler, da ertappe ich mich dabei, dass das auch für mich sehr, sehr viel Sinn hat.

00:22:51: Ja, da merkt man in dem Fall auch, wenn man Musik studiert hat, quasi fertig ausgebildeter Musiker ist und der Richter spielt.

00:22:58: Man muss trotzdem sich hinsetzen und auch immer wieder üben und... trainieren.

00:23:02: Stimmt's?

00:23:03: Es ist eigentlich der größte Part unseres Berufs.

00:23:06: Das ist den, was niemand gezeigt bekommt, aber üben ist für uns das allerwichtigste.

00:23:13: Wenn wir das nicht machen, dann eigentlich stimmt die Definition Musiker dann nicht mehr, wenn wir zu üben aufhören.

00:23:18: Das ist richtig, ja.

00:23:19: Genau.

00:23:20: Jetzt würde mich nur interessieren aus deiner Sicht als Direktor.

00:23:26: Wie siehst du das da?

00:23:28: Was kannst du als Direktor dazu beitragen?

00:23:30: oder ist es dir wichtig, dass deine Lehrer auch üben?

00:23:34: Ja, wie siehst du das Thema üben als Direktor?

00:23:37: Aus der Sicht des Direktors ist es mir wichtig, dass ich Kollegen habe, Lehrer habe, Pädagogen habe, die auch noch regelmäßig auf der Bühne stehen, damit sie einfach immer wissen, was denn der Zeitgeist grad braucht ein Instrument.

00:23:52: Das ist für mich sehr, sehr wichtig.

00:23:55: Und dementsprechend wissen sie dann auch, dass sie üben müssen, denn es steht keiner auf der Bühne, der nicht übt.

00:24:00: Das ist auch, also jeder, der sagt, der übt nicht, das ist doch zu einem Teil eine Lüge.

00:24:06: Genau, und insofern schließt sich der Kreis.

00:24:08: Kollegen habe, die regelmäßig auf Bühnen stehen, die regelmäßig spüren, dann üben sie selbst auch.

00:24:12: Und jeder ist ja beim Üben, man ist ja gewohnheitstier, zum einen, aber auf der anderen Seite versucht man dann doch immer wieder neue Reize zu setzen, damit man vielleicht doch noch auf das nächste Level springen kann und sich weiterentwickeln kann musikalisch.

00:24:26: Und das heißt, ganz oft ist der Fall jemand, der regelmäßig übt, ist auch bei den Übungen, also jetzt mal bei den Übungseinheiten Dort, wo es gerade den Zeitgeist trifft, also ich kenne jetzt keinen Geiger, der Nobby vor ein fünfundzwanzig Jahren einfach nur eine Tüte aufhielt, die Obi übt.

00:24:43: Das kenne ich, Gott sei Dank, nicht.

00:24:46: Ja, stimmt.

00:24:47: Das braucht es eigentlich, ja.

00:24:48: Und dann muss man ja sich fit halten.

00:24:51: Genau.

00:24:51: Und aus Sicht des Direktors kommt jetzt der große Punkt, dass genau diese Kollegen, das meistens dann auch, weil sie einen Spaß macht, dann die Schüler weitergeben und dort einfach Überroutinen, wirklich nicht, so geht es einmal, alte Überroutinen drinnen, sondern auch das Neueste und mit dem Neuesten wissen.

00:25:06: Und da tut sich auch bei uns total viel, gerade im Bläsersektor, wo man natürlich nicht stundenlang üben kann, weil der Anstieg irgendwann gar ist.

00:25:15: Das kommt dann wieder zu den Schülern und die Schüler, die dann vielleicht groß wären und auch einen musikalischen Werdegang einschlagen, haben dann schon das Ganze mitkriegt und sind dann, glaube ich, ganz gut gewappnet.

00:25:27: Und das Direktoren sich, das beginnt seit für mich oben, wenn die fünf auf der Bühne stehen, dann passt meistens auch das Übeverhalten.

00:25:34: Ja, ich denke mir, das ist jetzt auch eine Motivation für die Schüler, wenn man den eigenen Lehrer, die Lehrerin, auf der Bühne sieht und sieht, okay, die müssen ja auch noch, oder die üben ja auch noch, oder die müssen Leistung bringen, genau.

00:25:46: Das ist, glaube ich, eine eigene Motivation dann auch für die Schüler.

00:25:49: Jan, ich glaube, wenn man einen Lehrer hat, der selbst regelmäßig auf der Bühne steht, bekommt man viel leichter Einblicke, was denn dazu braucht, dass sie dort hinkommen.

00:25:57: Der kann schon dann sagen, du pass auf.

00:25:59: Es ist schon gut, wenn du das übst, aber üb vielleicht auch das.

00:26:03: Ich sage jetzt einmal Beispiel, Auftrittsbekleidung.

00:26:06: Für viele ganz wichtig, Spülarmer in diesen Schuhen, in denen du dann auf der Bühne stehst, damit du das Gefühl hast.

00:26:13: Das ist also die Teil, das war für mich, weiß ich nicht, meine Jugend, der Eieropener schlechthin so, ah, okay, das ist auch wichtig.

00:26:19: Wie verheut sich das Ganze, die Hose?

00:26:22: Bei uns, was habe ich für Chilean, rutscht das, rutscht das nicht?

00:26:25: Also das ist so viel Lerneffekt.

00:26:26: und der Kauner Lehrer, der auf der Bühne ist, der auf Erfahrung hat schon viele dazu beitragen, dass der Schüler das nicht ganz bitter selbst die Erfahrung machen muss.

00:26:36: Er darf natürlich die Erfahrungen machen, der soll sie machen, aber man kann im Erfahrungsschatz vielleicht schon ein bisschen später einsteigen und viele Sachen, die vielleicht auch einen bitteren Tag ist, man kann vermeiden.

00:26:48: Genau, stimmt.

00:26:50: Ich hatte ja einen Studienkollegen, mittlerweile ist er bei dem Wiener Philharmonikern.

00:26:54: Du bist Christoph Gigler.

00:26:56: Der hat seinerzeit für Probespiele, damit er außer Atem ist, so geübt, dass er in der frühen Konservatorium kommt und er läuft schon vom zweiten Stock runter und ist entgegen.

00:27:08: Und dann läuft er wieder rauf und dann läuft er wieder runter und wir haben uns gedacht, Christoph, was ist los?

00:27:12: Und er sagt, ja, ich habe ein Probespiel und ich muss wissen, wie ich diese Stelle spielen kann, wenn ich nervös bin, außer Atem bin.

00:27:19: Und ich bringe mich jetzt gerade außer Atem, damit ich das dann irgendwie In Unterkontrolle haben schon auch das üben kann, diese Stresssituation.

00:27:28: Also das kommt jetzt ein bisschen auf das hin, so wie du jetzt gesagt hast, im Outfit.

00:27:32: Genau, ja auch diesen Bühnenstress in den Unterrichtsalltag bringen.

00:27:38: Ich kann eine Stelle zehn mal üben, wenn das Lehrer sagt und jetzt bitte Arme ohne Fehler.

00:27:43: Unterbewusst für den Stress, für den Schüler macht.

00:27:46: Aber wenn ich das oft wiederhole, dann wird er ein bisschen stressresistent.

00:27:50: Weil ich wiederhole im geschützten Raum, im geschützten Raum, im Unterricht.

00:27:54: Aber ich versetze, ob und so, gerade vor Wettbewerben oder mit Videoaufnahmen.

00:27:58: Jeder kennt auch das, er sitzt im Studio, man spürt die Stelle durch, es geht, jetzt kommt das alte Lampel und das geht sicher nicht.

00:28:05: Was einfach so ein Lampel oder dieses Bewusstsein jetzt gibt, jetzt kommt die Aufnahme.

00:28:10: Genau diesen Stress auch mit dem Bühnenstress.

00:28:12: Jetzt muss ich liefern, das immer wieder da reinbringen und da mag der Ansatz noch so skurril sein mit Treppenlaufen aus, wenn es hilft, ist okay.

00:28:23: Du bist ja jetzt auch im Sport relativ extrem unterwegs, sage ich jetzt mal für einen Musiker sowieso, inwieweit hat jetzt für dich also die sportliche Komponente und die musische, wieviel gibt es parallel für dich beim Training, beim Üben?

00:28:40: Es gibt sehr viele Parallelen, denn in beiden Spaten gilt die Basics sind das Wichtigste.

00:28:46: Wenn ich die Basics beherrsche, wenn ich Grundtechnische abläufe, muss ich im ruhigen üben und muss automatisieren.

00:28:53: damit es dann im Tag X abrufen kann.

00:28:57: Das ist überall gleich.

00:28:58: Das Spannende ist jedoch, und ich glaube, da ist noch ein großer Lernprozess bei den Musikern.

00:29:04: Musiker spielen dann ganz oft Konzerte von vorn bis hinten durch, von vorn bis hinten, unten nochmal, unten nochmal und generell ein paar Bunden nochmal und üben unglaubliche Stundenanzahl.

00:29:16: Der Sportler Martin Läufer läuft in der Vorbereitung maximal von thirty Kilometern.

00:29:20: Der läuft nie in forty-two.

00:29:22: Die letzten sieben ist der Kopf.

00:29:24: Und statt dem, dass das Musiker vielleicht jetzt kommt, immer mehr, aber auch in den letzten fünf Jahren, dass man sagt, okay, man übt ein bisschen detailreicher, nur die letzte Passage von der Symphonie und spart sich das dann auf.

00:29:38: Aber ganz oft, dass so viele machen, glaube ich, noch immer diesen Fehler.

00:29:41: Ich fange beim Takt Null an mit Üben.

00:29:44: Und wer natürlich den Tag-Zwahrhundert nie fit erleben oder nie einmal mit klaren Verstand machen.

00:29:49: Und dort haben wir noch ganz, ganz viel Potenzial, dass wir uns da beim Sport vielleicht ein bisschen was abschauen.

00:29:57: Das heißt mental eigentlich noch mehr?

00:29:59: Nein, nicht mental.

00:30:00: Aber wenn ich immer zu der gleichen Stelle immer müde hin komme, dann kann ich sich nie sauber üben.

00:30:05: Auch vom körperlichen Fitness.

00:30:07: Wenn nie die Stelle auch mal sauber, auch wenn es oft eine Parallelstelle ist.

00:30:12: Wenn ich einmal sage, jetzt fange ich einfach hinten an zum Üben.

00:30:16: Ich gehe meine Stellen von hinten nach vorne an.

00:30:18: Das ist natürlich viel sinnvoller.

00:30:22: Also wie immer das Gleiche und Stubide.

00:30:24: Und ich glaube auch, dass die Stundenanzahl bei Weiten nicht vom Nöten ist.

00:30:31: Du hast es mentale gesagt.

00:30:32: Der Sportler vertraut drauf am Tag X. dass alles funktioniert.

00:30:37: Der Vertraut darauf, dass sein Training so die Reize so gesetzt worden sind, dass er zu forty Kilometer schafft.

00:30:43: Ah, wenn er nur weiß, ok, ich bin im Training gelaufen und der ist aber auch nicht in den Wettkampf-Tempo gelaufen.

00:30:50: Er ist nur fasenweise im Wettkampf-Tempo gelaufen.

00:30:53: Der Musiker muss das immer zu hundert Prozent wissen.

00:30:56: Er muss wissen, dass er durchkommt.

00:30:57: Und das finde ich schon sehr spannend, dass man da gerade als Musiker nicht das selbst vorderen hat, um zu sagen, ok, ich bin technisch so fit.

00:31:04: Ich schaffe das dann, dass ich das aufsplittend nur gesplittet übe.

00:31:09: Da geht man lieber nur zwei Stunden übt, nur zwei Stunden.

00:31:14: Wenn ich jetzt an ein Konzertstück denke, ja, wie gesagt, dass man die Stellen rausüben und dass man von hinten beginnt, bin ich voll bei dir.

00:31:22: Nur eben, man muss es zwischendurch auch als Ganzes durchspielen, weil die hundert Prozent müssen ja schaffbar sein und ich muss ja selber wissen für mich, okay, ich halte es von der Kraft her auch aus.

00:31:35: Und eben wenn dann noch der Stress der Nervosität dazu kommt und so.

00:31:39: Aber der Sportler vertraut darauf, dass der Training funktioniert hat.

00:31:44: Das ist ganz andere Herangehensweise.

00:31:45: Du hast jetzt dreimal das Wort Muss verwendet.

00:31:47: Ja, stimmt.

00:31:48: Das ist für dich selbst.

00:31:50: Okay, ich schaffe das.

00:31:51: Da ist nicht dieses Vertrauen, dass man sagt, man hat das Vertrauen in seinen Übeplan.

00:31:55: Jeder Sportler vertraut auf seinen Trainingsplan.

00:31:57: Kein Musiker vertraut auf seinen Übeplan.

00:31:59: Er würde es einmal wissen, dass das auch einmal durchgeht.

00:32:03: Ja gut, also vielleicht müsste man da wirklich mental eigentlich

00:32:07: machen.

00:32:08: Ja, ich verstehe den Musiker und bitte dann teilweise selbst so, aber eigentlich könnte man dafür machen und das passiert da ganz viel.

00:32:17: Also in Salzburg, der Weisdame von den Bläsern, der spielt im Motsädermsorchester, der hat da gerade so was... aufgebaut, wo es genau auf das hingeht, wo die Bläser mit Übeplänen an ihren Basics arbeiten, damit gewisse Sachen besser werden und genau dieses Vertrauen aber auch aufbauen.

00:32:34: Deswegen sage ich, es passiert gerade sehr viel und finde gerade toll in diese Richtung, dass sie da was tut und ich verfolge das sehr mit Spannung.

00:32:45: Ja, gut.

00:32:47: Wir haben jetzt einen langen Weg schon hinter uns.

00:32:49: Wir haben schon sehr viel geübt in unserem Leben und werden auch wahrscheinlich noch viel üben.

00:32:53: Was ist jetzt dein ultimativer Tipp für die Schüler?

00:32:56: Weil alles das, was wir jetzt so eben vom Üben, vom Trainieren sagen, ist ja nicht immer lustig

00:33:03: und

00:33:03: braucht viel Konsequenz.

00:33:05: Was hast du da für Tipps für die Schülerinnen und Schüler?

00:33:08: Regelmäßigkeit, Regelmäßigkeit, Regelmäßigkeit.

00:33:12: Es reicht, also es bringt... Gar nichts, wenn ich jetzt sage, am Dienstag ist Stunde, ich fange am Sonntag zum Üben an und übe dann am Sonntag drei Stunden oder am Montag zwei Stunden.

00:33:22: Das bringt gar nichts, aber es bringt was, wenn ich jeden Tag ein kleines bisschen mache.

00:33:27: Es reicht, ob man zwischendurch ein Viertelstund bei den Bläsern, wenn ich halt okay... Ich glaube, man muss beim Musikalltag des Übens unterscheiden, wann brauche ich den Kopf und wann brauche ich nur meine Finger und meinen Körper.

00:33:44: Und das würde ich unterteilen.

00:33:45: Technische Sachen, da muss ich jetzt nicht sehr viel mitdenken.

00:33:48: Ich weiß, eine sehr gewagte Aussage.

00:33:52: Aber das brauche ich jetzt den Kopf nicht so sehr, als wenn ich dann Musikheilisches mache und ich das ein bisschen trenne.

00:33:57: Und wenn ich sage, okay, ich habe einen schlechten Tag, mir geht es nicht gut.

00:34:01: dann spüre ich halt auch mal vielleicht nur für die Seele oder ich würde einfach nur stupide Äthylen entspülen.

00:34:06: Aber regelmäßig was tun?

00:34:08: Also ich muss einfach, wenn ich sieben Tage habe, wie beim Arbeiten fünf Tage und dort mir einfach eine Routine erarbeiten, die immer funktioniert.

00:34:16: Und dann wird man langfristig unglaubliche Erfolge erzielen.

00:34:21: Denn es ist natürlich am Anfang mühsam, jeden Tag seine halbe Stunde das Instrument in der Hand zu halten.

00:34:28: Aber nach fünf Jahren wirst du dankbar sein dafür, dass du jeden Tag die Instrumente in der Hand gehalten hast.

00:34:32: Das ist richtig.

00:34:34: Spielen da für dich jetzt auch die Eltern eine wichtige Rolle?

00:34:37: Oder muss jetzt zum Beispiel, schon wieder das Wort muss, soll jetzt der Schüler mit sieben, acht Jahren im Prinzip das selber schon wissen, wenn er sich jetzt für das Instrument entschieden hat, dass er das in sein Tagesplan einbaut?

00:34:55: In meiner Wunschvorstellung.

00:34:57: schaffen die Eltern einen Umfeld, in dem das Instrument allgegenwärtig ist, das frei zugänglich ist und wo es nicht dann heißt, noch ein Aufgabe machen, ah, du musst noch üben, sondern vielleicht einen spielerischen Zugang finden, dass das Kind nicht zum Fernseher geht oder nicht zum Handy geht, sondern ganz normal das Instrument entdeckt für sich.

00:35:21: Das wäre die Wunschvorstellung.

00:35:22: Das heißt, ich glaube gar nicht, die Eltern alleine sind so wichtig, sondern das Umfeld ist es.

00:35:26: Vielleicht im Haus noch jemand, der übt.

00:35:28: Also ich weiß, meine Geigenlehrerin war im Haus und das hat immer irgendwer geübt.

00:35:33: Am Anfang hat es mich motiviert.

00:35:35: Später habe ich ein bisschen schlechtes Gewissen gekriegt, weil ich wusste, okay, ich übe nicht so viel.

00:35:39: Aber das ist es.

00:35:40: Ich glaube, man muss einen Umfeld schaffen, wo die Musik immer da ist und wo sie freizugänglich ist und wo es nicht in diesen Alltag das Muss reingepfercht ist.

00:35:50: glaube ich, wird jedes Kind das intrinsisch motiviert ist, auch den Weg finden zu einer Überroutine.

00:35:57: Und ich glaube, wenn es dann übt, dann ist man dann das Kind einfach ein bisschen bei der Hand nimmt und den Weg zeigt zu einer Überroutine.

00:36:06: Ja, klingt schön und kann ich dem Ganzen nur zustimmen, ja.

00:36:10: Das ist eigentlich ein wichtiger Weg, also die Eltern als Begleiter mehr oder weniger.

00:36:15: Gut, dann sage ich herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und mir da übers Üben ein paar Dinge erzählt hast.

00:36:23: Danke schön.

00:36:24: Ich sage danke für die Einladung.

00:36:27: Im Gespräch mit Eduard Lanna wurde schon erwähnt, dass auch die Eltern einen wichtigen Teil zum Üben beitragen können.

00:36:35: Ich habe darüber mit einer zweifachen Mutter gesprochen, wie das bei ihnen zu Hause aussieht.

00:36:40: Bei mir im Unterrichtsraum in der Musikschule Weitzitz sitzt jetzt die Judith Goldgruber, eine Mama von zwei Kindern, von zwei Schülerinnen.

00:36:50: die schon sehr lange bei uns in der Musikschule sind und die ich auch schon sehr lange kenne.

00:36:55: Und du warst ja mit deiner Tochter im.

00:36:58: Eltern-Kind musizieren bei mir.

00:37:00: Dein Sohn war dann quasi schon dabei im Bauch und seitdem seid ihr quasi immer in der Musikschule weit zum Unterricht geblieben.

00:37:11: Eltern-Kind musizieren über die Früherziehung und mittlerweile spielen deine beiden Kinder Geige.

00:37:17: Wie schaut es bei dir aus Hallo Judith?

00:37:18: erstmal und spielst du eigentlich selbst auch ein Instrument?

00:37:22: Hallo liebe Birgit, freut mich, dass du mich eingeladen hast hier heute bei dir zu sein.

00:37:28: Spiel ich auch ein Instrument?

00:37:29: Ja, mehrere.

00:37:31: Und ihr habt gute Erfahrungen damit gemacht, mein ganzes Leben lang.

00:37:35: Also habe ich das Kind Flöte, klassischer Einstieg mit Blockflöte gespielt und dann später Harmoniker, eigentlich richtigerweise Akkordeon und Klavier.

00:37:46: Und als erwachsene Person dann mich entschlossen, ein Gitarre zu beginnen, wie meine Kinder klein waren.

00:37:55: Ich habe vier Jahre lang klassische Gitarre gespielt.

00:37:58: Es war eine total schöne Zeit.

00:38:00: Ich habe es aber leider auch wieder aufgegeben.

00:38:03: Nicht der Gitarre wegen, sondern den Umständen wegen.

00:38:07: Weil das Leben dann doch irgendwie dazwischenkommt mit Vollzeit, Job, größer werdenden Kindern, diversen Verpflichtungen, Taxidiensten und so weiter.

00:38:17: Die Liebe zu Musik und die Liebe zu den Instrumenten ist aber geblieben.

00:38:22: Ja, also Musik hat schon immer eine große Rolle gespielt in deinem Leben, merkt man da.

00:38:27: Warum war es dir jetzt so wichtig, dass du so früh mit deinen Kindern reinstattest in diese Erfahrung?

00:38:34: Ja, weil es eine gewisse Haltung ist, weil ich den Kindern einfach meine Liebe zur Musik weitergeben wollte und das aber nicht nur in Eigenregie tun wollte, was ich durchaus schon auch gemacht habe, haben mir dann aber überlegt, es gibt ja doch sicher in der Musikschule Weitz im ganz konkreten Fall auch Angebote und bin dann so auf dich gestoßen.

00:38:58: und habe dann hineingeschnuppert in die Musikschule und noch haben wir sie nicht verlassen.

00:39:05: Ja, mittlerweile sind die Kinder wie alt?

00:39:09: Elf und dreizehn Jahre

00:39:11: alt.

00:39:11: Und beide fleißig am Geige spielen?

00:39:13: Genau.

00:39:14: Ja.

00:39:15: Und jetzt geht es ja eigentlich ein bisschen um das Thema üben.

00:39:20: Wie erlebst du das jetzt als Mama mit zwei geigenspielenden Kindern?

00:39:23: Geige ist ja doch ein Instrument, wo man am Anfang glaube ich als Mama oder Papa schon eine große Herausforderung hat, weil man dabei sein sollte.

00:39:32: Oder ja, es ist bei jedem Instrument vielleicht gut.

00:39:35: Aber wie war das bei euch?

00:39:38: Wie hast du das erlebt?

00:39:38: Oder wie erlebst du das nach?

00:39:41: Ich weiß es von mir selbst.

00:39:43: Üben für zum Erfolg, üben für auf jeden Fall Woche für Woche dann zu schönen Momenten in der Geigenstunde und zu kleinen Erfolgen und zur Motivation fürs Üben für die nächste Woche und insbesondere Technikübungen, die oft nicht so toll sind, vor allem auch für kleinere Kinder.

00:40:04: Die bringen natürlich ganz viel, da liegt ganz viel Wertvolles drinnen.

00:40:08: Und so gesehen war es mir immer ganz wichtig, das zu üben, was in den Stunden durchgenommen worden ist, damit das Kind in der nächsten Stunde ein Erfolg hat und sozusagen eine Motivation für die nächste Woche kriegt.

00:40:25: Und das haben wir Woche für Woche so praktiziert über Jahre.

00:40:29: Wie hast du das gemacht?

00:40:30: Hat dir dann der Geigenlehrer hinterher Input gegeben?

00:40:33: Warst du mit dabei in den Stunden?

00:40:35: Warst du anfangs mit dabei?

00:40:36: Oder bist du nach wie vorhin und wieder mit dabei?

00:40:38: Wie machst du das?

00:40:39: Also für mich ist es selbstverständlich, mit dabei zu sein.

00:40:42: Ich kenn's auch nicht anders von mir selbst.

00:40:44: Meine Mama ist immer mit dabei gesessen.

00:40:46: Okay.

00:40:47: Strickern dem Hintergrund.

00:40:49: Ich bin... Auch im Hintergrund, aber nicht strickend.

00:40:54: Ich sitze mit Übeplan im Unterricht und schreibe mit.

00:41:00: Mit Schreiben liegt mir noch, ist mir nicht fern aus meiner Zeit von Schule, Studium und so weiter und praktiziert es nach wie vor.

00:41:10: Das heißt, ich schreibe mit, was

00:41:13: zu

00:41:13: üben ist, wie es zu üben ist, wie oft es zu üben ist.

00:41:18: Und ja, je nach Alter gibt es dann zu Hause unterschiedliche Motivation zu üben, wie die Kinder klein waren, haben wir dann pro Tag ein Bickel oder einen Smiley angemalt.

00:41:31: Wenn der Übertag erfolgreich war, erfolgreich ist er immer dann, wenn die Geige überhaupt in die Hand genommen worden ist.

00:41:36: Das reicht mir als Maßstab.

00:41:39: Auch heute noch.

00:41:41: Ja, Bickel und Smiley haben den Stellenwert mittlerweile verloren.

00:41:47: Kann ich mir vorstellen.

00:41:49: Aber geblieben ist, dass das Geigeüben ähnlich selbstverständlich waren, als wir das Zähne putzen.

00:41:57: Da habe ich ganz intensiv darauf geschaut und das tun die Kinder auch.

00:42:01: Aber wie das Zähne putzen auch nicht immer selbstverständlicherweise.

00:42:06: Das heißt, es braucht schon ein Durchhaltevermögen meinerseits.

00:42:10: und immer wieder so einen kleinen Schubser in Richtung und jetzt ab zur Geige oder die Geige wartet und aber immer mit dem Ziel, dass die nächste Geigenstunde schön und erfolgreich wird.

00:42:23: Also versuchst du, dass deinen Kindern eigentlich durch Motivation schmackhaft machen?

00:42:29: Hoffentlich.

00:42:30: Das wäre mein Wunsch oder auch mein Ziel.

00:42:32: Ja und wie geht's euch da zu Hause immer so?

00:42:34: Weil,

00:42:35: weiss nicht,

00:42:36: nehmen deine Kinder das dann immer so gut an oder?

00:42:39: Bist du dann manchmal auch die nervige Mama, die dann halt schon ein bisschen angeschnautzt wird?

00:42:44: Natürlich.

00:42:46: Ohne

00:42:47: ein

00:42:47: bisschen nervig zu sein geht es, nicht weder bei der Geige noch sonst irgendwo, wo man Erfolg haben wird, Ziele erreichen will und dafür einfach ein gewisses Durchhaltevermögen braucht.

00:42:58: Das stecke ich dann aber auch gerne ein.

00:43:00: Manchmal mit mehr Ärger und manchmal mit weniger Ärger.

00:43:04: Bei meiner Tochter, die mittlerweile treizend ist, gibt es eigentlich... braucht es mich nicht mehr

00:43:10: so viel.

00:43:11: Also bei ihr geht es schon über oder ist es schon übergegangen oder sie ist gerade am Übergang, dass sie wirklich selbst versteht, worum es geht.

00:43:21: Und bei meinem Sohn, dem Jakob, ist es noch nicht so weit.

00:43:24: Da gibt es durchaus auch Wortgefächte.

00:43:26: Das ist aber auch zu ertragen, gilt auf beiden Seiten.

00:43:30: Und sie merken wahrscheinlich dann schon in den Stunden immer, dass die Übung davor die quasi täglich eingefordert wird, von dir Früchte trägt und das es Sinn macht.

00:43:43: Also eben die Miriam, so wie du sagst, die merkt ihr jetzt selber schon, aber haben sie das auch vor mehreren Jahren schon gemerkt?

00:43:50: Ja, das merken sie ganz deutlich.

00:43:52: Und zwar, es hängt ja alles ab von der Laune sozusagen des Geigenlehrers, der natürlich hoch erfreut ist, wenn die Kinder geübt haben und sie dann bestätigt und ihnen wieder sagt, wie toll sie sind und wie ... große Fortschritte sie machen und wo die nächsten relativ low hanging fruits also die die nächsten zu erreichbaren ziele sind und das beflügelt sie dann.

00:44:16: anders ist es natürlich wenn du nix geübt hast das gleiche wieder aufkriegst die wochen drauf wieder nix geübt hast wieder das gleiche aufkriegst und dann wird es irgendwann frustrierend und in dieses stadium dürfen meine kinder nicht kommen.

00:44:32: das ist mein ziel.

00:44:35: Ich wollte jetzt nämlich gerade nach Zielen auch fragen.

00:44:38: Gibt es da jetzt von dir aus?

00:44:40: Also deine Kinder sind ja jetzt nicht da, die kann ich jetzt nicht fragen, aber gibt es von dir aus irgendwie ein Ziel, wo es auch mit der Geige hingehen soll?

00:44:47: Oder ist das jetzt überhaupt nicht vorrangig für dich?

00:44:50: Nein, das gibt es tatsächlich nicht.

00:44:52: Also das Ziel habe ich tatsächlich nicht.

00:44:55: Es soll die Geige ein Lebensbegleiter sein, den man gerne in die Hand nimmt.

00:45:02: unterschiedlichen Phasen des Lebens in Höhen und in Tiefen und das reicht mir.

00:45:08: Also Profimusikerin ist überhaupt nicht das Ziel für meine Kinder, aus meiner Sicht.

00:45:14: Weil es ihnen taugt sehr gern, bin natürlich stolz und froh, wird alle Konzerte besuchen, aber das tu ich ja heute schon, abseits der Profimusik und darüber hinaus habe ich keine Ziele.

00:45:30: Und das üben und musizieren und tägliche Training, glaubst du, dass das sonst in ihrem Leben auch wichtig ist, außer dass die Geige jetzt ein ständiger Begleiter bleibt in guten und schlechten Zeiten?

00:45:41: Davon gehe ich sehr stark aus, das weiß ich auch.

00:45:44: Also jede Art des Übens lässt sich natürlich auf andere Bereiche transferieren, das heißt die Schule.

00:45:54: Lernen lernen in der Schule, zeilen es andere Hobbys.

00:45:58: Also, da gibt es vielfältige Möglichkeiten, dieses Üben einfach anzuwenden in anderen Bereichen.

00:46:05: Also einfach das Lernen dran zu bleiben und durchzuhalten wahrscheinlich.

00:46:09: Genau.

00:46:09: Und dann Erfolge einheimsen, die ja nicht von selbst kommen.

00:46:14: Das ist richtig.

00:46:16: Ja, danke liebe Judith, dass du dir die Zeit genommen hast und dass du mit mir da jetzt geplaudert

00:46:20: hast.

00:46:20: Sehr gern.

00:46:22: Außerdem wollte ich auch wissen, wie jemand, der als Musiker im Orchester und Gastprofessor an der Kunstuniversität Graz tätig ist, mit dem Üben umgeht.

00:46:49: Lieber Christoph, du bist Soloklarinitist an der Grazer Oper.

00:46:53: Du hast eine Professur an der Kunstuniversität Graz und du unterrichtest auch am Konservatorium.

00:47:00: Bis man dorthin kommt, wo du jetzt bist.

00:47:03: ist ja wirklich viel üben angesagt.

00:47:05: Also quasi ein langer Weg des Übens, oder?

00:47:09: Ja, üben begleitet mich schon sehr lange.

00:47:13: Wie es den meisten so geht, übt man manchmal lieber, manchmal nicht so gern.

00:47:18: Aber ja, es ist ständiger Begleiter und ständiger Teil eigentlich meines Lebens.

00:47:22: Das gehört dazu.

00:47:24: Und wie war jetzt so deine übe?

00:47:25: Routine als Student?

00:47:29: Natürlich in mehr Zeit als im Studium hat man dann natürlich die meiste Zeit oder sollte die meiste Zeit zum Üben haben.

00:47:36: und meine Überroutine hat mit einem schon ausgedämpften Warmup begonnen.

00:47:42: Also

00:47:43: mit

00:47:45: nicht so beliebten Tonleiterstudien mit an der Karinette.

00:47:50: Es war sehr viel Jettel dabei, dass jeder kennt und Kröpschübungen.

00:47:54: Das war eigentlich so.

00:47:55: das Warm-up-Töne-Aushalten gehört auch zum Pflichtprogramm in der Wahlübungen.

00:48:01: Das war eigentlich so, dass das Warm-up das oft bis zu einer Stunde dann eingenommen hat.

00:48:06: Wenn man wirklich Zeit hat, dann ist das schon ziemlich ausgedennt gewesen.

00:48:12: Also eine Stunde Warm-ups und wie viel hast du eigentlich so im Durchschnitt geübt pro Tag?

00:48:15: Es

00:48:16: waren natürlich unterschiedliche Phasen, aber es sind dann bis zu sieben, acht Stunden schon mal zusammengekommen.

00:48:22: Okay.

00:48:23: War für dich schon immer klar, dass du das beruflich machen möchtest?

00:48:28: Ja, würde ich nicht sagen, es war immer im Hinterkopf so richtig herauskristallisiert, hat sich das dann eigentlich erst so, also siebzehn Jahre waren, bin sechzehn, siebzehn.

00:48:39: Der Wunsch war schon da, aber wie gesagt im Hinterkopf und dann so mit siebzehn, sechzehn, siebzehn.

00:48:44: haben sie dann ein bisschen die Möglichkeiten aufgetan und da wurde es, ja, mir auch bewusst, dass es möglich sein könnte, dass sie im Klarenett studieren könnte.

00:48:55: Und das heißt, mit dem Alter hast du dann auch schon so ein bisschen deine Überroutine gehabt, weil als Kind wirst du wahrscheinlich auch Situationen gekannt haben, wo vielleicht die Eltern ein bisschen gesagt haben, hast du schon geübt, Christoph, geh nach üben, oder wie war das in der Kindheit eigentlich vorher?

00:49:11: In der Kindheit?

00:49:14: war schon manchmal auch wieder gesagt, dass die Eltern nicht drängen, aber doch aufmerksam machen, dass man üben könnte oder üben gehen sollte.

00:49:24: Was bei mir schon auch mitgespielt hat, das sage ich sehr oft, wenn es ums Thema üben geht, ist, dass auch meine Schwester Musikinstrument, also die Querflöte gespielt hat und da auch fleißig geübt hat und wir uns da eigentlich immer gegenseitig motiviert haben.

00:49:38: Also wenn man im Haus die Flöte gehört hat, dann ... ist bei mir natürlich ein bisschen ein schlechtes Gewissen aufgekommen.

00:49:44: Okay.

00:49:45: Ich habe mir gedacht, okay, meine Schwester übt, vielleicht sollte ich auch wieder umgehen.

00:49:50: Und so hat sich das eigentlich gegenseitig, haben wir uns da gegenseitig ein bisschen motiviert.

00:49:56: Und das Lustige für alle, die euch jetzt nicht so gut kennen, ihr seid ja jetzt auch Kollegen in der Grazer Opa.

00:50:01: Also, die Maliß hat das auch zum Berufsweg sich gemacht, ne?

00:50:04: Genau.

00:50:04: Ja,

00:50:05: genau.

00:50:06: war natürlich immer schön, weil natürlich auch gemeinsam musizieren können.

00:50:11: Meistens war es auch, weil eben so der Ansperrner ein bisschen auch mein Schwester übt.

00:50:16: Jetzt gehe ich auch üben.

00:50:17: Sehr gut.

00:50:18: Also ist gar nicht so schlecht, wenn Geschwister zu Hause

00:50:21: musizieren

00:50:21: eigentlich.

00:50:22: Ja, genau.

00:50:23: Du und wie hat sich die Überroutine jetzt als Orchestermusiker geändert?

00:50:29: Wie schaut das da eigentlich aus?

00:50:30: Musst du noch üben?

00:50:34: Ja, ich übe noch.

00:50:36: Ich muss noch üben.

00:50:38: Das hört, glaube ich, wenn man das im Orchester spielt, hört das eigentlich nicht auf.

00:50:43: Also bis zur Pensionierung, wenn man das, wird das bestehen bleiben.

00:50:50: Ich mache es gern.

00:50:51: Die Überroutine verändert sich natürlich, also vor allem das Warm-up.

00:50:55: hat noch immer einen großen Stellenwert, weil da einfach Basics abgedeckt werden.

00:51:00: Das komprimiert man natürlich dann oder je nach Zeit, die übrig ist oder die vorhanden ist, pendelt das so zwischen fünfzehn, zehn, fünfzehn Minuten bis zur halben dreiviertel Stunde.

00:51:14: Und würdest du schon auch sagen, dass diese Basics und Warmups eigentlich das Wichtigste sind und man eigentlich dadurch, wenn man das gut trainiert und übt, dass man dann viele Stellen, Archester stellen, weil eben Opa und Dauer ja oft Stunden lang, und man kann ja nicht immer im Vorfeld alles daraus üben, dass man einfach durch diese Basics dann viel schon abdeckt und von Haus aus vom Blatt spielt.

00:51:36: Genau, das ist eben die, wie es schon der Name sagt, Basics, das sind die Grundlagen, wenn man die gut beherrscht, fällt alles andere viel leichter.

00:51:47: Das schließt natürlich nicht aus, dass man gewisse Stellen aus Werken, aus Symphonien, aus Opern extra üben muss.

00:51:54: Aber den Großteil der Arbeit erleichtert es extrem.

00:51:58: Und wie fokussierst du dich dann zum Beispiel auf ganz schwierige Stellen, wo du weißt, das ist jetzt eine ganz etablierte Solarstelle.

00:52:07: Wie konzentrierst du dich da?

00:52:08: Gibt es da ein paar Tipps, die du uns mitgeben könntest?

00:52:12: Naja, es bleibt nicht aus, dass man so schwierige Stellen einfach oft wiederholt.

00:52:17: Langsam üben, das kennt auch jeder.

00:52:20: Man beginnt dann natürlich in einem langsamen Tempo und steigert sie dann zum Zieltempo.

00:52:25: Das ist ganz wichtig.

00:52:26: Was ich noch kurz zum Warm-up sagen möchte, also da versuche ich irgendwie alles abzudecken.

00:52:31: Das finde ich sehr wichtig.

00:52:33: Also von Technik, Fingertechnik, angefangen bis über Staccato, bis zu Bindungen, Luftführung und im Töne auch halten und vergingen lassen, die ganze dynamische Bandbreite auch abzubilden.

00:52:45: Das finde ich irgendwie sehr wichtig, dass man das eben auch schon im Warm-up als Basics macht, um alles abzudecken, um sich für alles oder für alles gewappnet zu sein.

00:52:58: Im Prinzip hast du jetzt glaube ich einen Teil meiner nächsten Frage schon ein bisschen beantwortet, weil ich wollte dich jetzt fragen, wie kommunizierst du das Thema üben eben mit deinen Studierenden bzw.

00:53:08: Schülerinnen und Schülern.

00:53:09: Also wahrscheinlich ist auch die Basics ein großer Teil.

00:53:14: Genau, also vor allem an der Klare Nette ist die Luftführung wichtig.

00:53:18: Basics sind ja eigentlich dafür da, damit man sich dann musikalisch ausdrücken kann.

00:53:22: Das wäre so das große Ziel.

00:53:25: Und dafür übt man eigentlich auch.

00:53:27: Und das versuche ich meinen Studenten und Studentinnen und Schüler und Schülerinnen irgendwie schmackhaft zu machen, dass man ja übt, um sich ausdrücken zu können, um dann selbst gestalten zu können, um ja ein Werk nach seinen Vorstellungen spielen zu können.

00:53:46: Und Hast du da jetzt für uns als Hörbeispiel irgendeine besondere Stelle, irgendein besonderes Werk, das wir uns jetzt anhören könnten?

00:53:56: Ja, da gibt es natürlich, was im Studium ganz häufig vorkommt,

00:54:01: ist

00:54:01: vielleicht das Glarinettensolar aus DOSCA, El Uchevan Lestelle.

00:54:06: Da oben da leuchten die Sterne, das ist ein ganz wunderschöne Aria und ein wunderschönes Glarinettensolar.

00:54:16: Meilenstein irgendwie oder als großes Solar, wie auch sehr am Herzen liegt, dass ich auch schon selbst spielen durfte.

00:55:13: So, und jetzt noch dein ultimativer Tipp fürs Üben für uns alle.

00:55:51: Der ultimativer Tipp.

00:55:52: Ja.

00:55:53: Denn viele schon oft gehört haben, nicht zu schnell üben.

00:55:56: Langsam üben, haben meine Professoren immer gesagt, ich hab das, Leute, das lang nicht wahrhaben, aber je älter ich werde, desto wichtiger ist oder desto... Wichtiger wird mir das auch und mehr versuche ich das auch zu vermitteln.

00:56:11: Okay, langsam üben.

00:56:13: Und die tägliche Routine wahrscheinlich.

00:56:15: Ja, je häufiger man natürlich zum Üben kommt, dazukommt, desto besser sitzt alles.

00:56:22: Sehr gut.

00:56:23: Danke schön, Christoph,

00:56:24: dass du die alten Zeichen

00:56:25: haben hast.

00:56:27: Talentierte Geschwister, die einerseits das gleiche Instrument spielen und üben sollen und andererseits auch auf einem zweiten Instrument noch prälieren.

00:56:37: Wie funktioniert das bei denen mit dem Üben?

00:56:40: Ist der Platz genug?

00:56:42: Hören wir uns an, was Philipp und Melissa Bescheid dazu zu sagen haben.

00:56:55: Jetzt wurden zum Thema Üben von mir schon einige Personen befragt.

00:57:00: Orchestermusiker.

00:57:02: ein sehr junger Schüler, ein Direktor einer Schule, der gleichzeitig natürlich auch Fachreferent und Lehrer für sein Instrument ist und zu sehr vielen Wettbewerben mit Schülerinnen und Schülern fährt.

00:57:16: Und jetzt habe ich zwei besondere Schüler hier und zwar ein Geschwisterpaar.

00:57:21: Und wie das unter Geschwistern so ist, wenn man sogar ein Instrument gleich spielt und wie man das mit dem Üben angeht, das interessiert mich jetzt.

00:57:32: Möchtest du euch gleich selbst vorstellen, wer da mir jetzt gegenüber sitzt?

00:57:36: Ja, wir sind Philipp und Melissa Bescheid.

00:57:40: Ich spiele Carinetta und Orgel.

00:57:42: Und ich spiele Harmonica und Klavier.

00:57:46: Wie hat das bei euch eigentlich mit den Musikieren angefangen?

00:57:49: Wann waren so die ersten Berührungspunkte?

00:57:51: Was war euer erster musikalischer Weg?

00:57:54: War das immer schon das Klavier?

00:57:56: oder wie hat das bei euch begonnen?

00:57:59: Ja, also eigentlich hat es damit begonnen, dass wir zum Tag da auf einen Tür von der Musikschule gekommen sind und ich habe da, also mir hat das Klavier halt sofort gefallen und deshalb habe ich dann auch eigentlich in dem Jahr gleich anfangen Klavier zu spielen.

00:58:14: Mittlerweile spiel ich es ja nicht mehr, aber dafür Orgel.

00:58:17: Und Melissa, wie alt warst du

00:58:19: da?

00:58:21: Sechs oder sieben, circa.

00:58:24: Okay, und Philipp bei dir?

00:58:27: Ich muss sagen, Das erste mal, wo ich begeistert war von dem Instrument beim Kindergarten, obwohl bei der Tagesmutter sogar, das war, da war so eine Plastikakordeon und das fand ich ganz nice, wollte ich damit spielen immer.

00:58:43: Und dann war ich eben, wie meine Schwester auch beim Tagdorf in den Tür von der Musikschule, da hat mir die Harmoniker, weil das ja so ähnlich ist, super gefallen, der Lehrer auch und Ja, später, ich bin auch mit dem Klavierspiel angefangen.

00:58:58: Und ja.

00:58:59: Das heißt bei dir, weil die Harmonika zuerst?

00:59:01: Genau.

00:59:02: Okay.

00:59:03: Und Klavier habt ihr dann gleichzeitig begonnen?

00:59:06: Nein, das war, also ich war ein Jahr vor ihm schon.

00:59:10: Gut.

00:59:11: Und

00:59:11: jetzt warst du sechs Jahre alt und Philipp, du warst...

00:59:15: Ich war bei der Harmonika, war ich noch fünf, knapp, und beim Klavier noch sechs.

00:59:22: Könnt ihr euch da jetzt zurückgerinnen?

00:59:23: Wie war das damals mit dem Üben?

00:59:27: Seid ihr da von selbst schon hingegangen?

00:59:29: Habt ihr von euren Lehrern und Lehrerinnen Tipps bekommen, wie ihr das gestalten sollt?

00:59:34: Wie war das?

00:59:34: Philipp, wie war es bei dir?

00:59:37: Also ich muss sagen, beim Üben, Harmonika am Anfang, da habe ich oft mit meinem Opa zusammen geübt.

00:59:47: Da neben gesessen einfach.

00:59:49: Hat geschaut, dass ich halt üb, so... zehn Minuten, zwanzig Minuten am Tag oder so, was am Anfang super ist.

00:59:56: Und ich muss sagen, es ist besonders am Anfang nicht regelmäßig gewesen.

01:00:04: Also, Harmonika, ganz am Anfang schon, jeden Tag mal.

01:00:08: Aber es war eher mehr auf dem letzten Drücker.

01:00:15: Okay.

01:00:17: Und bei dir, Melissa?

01:00:18: Ja, also eigentlich kann ich mich den nur anschließen.

01:00:21: Es war einfach am Anfang so... da hat man auch nicht so schwere Sachen und da fällt halt auch noch nicht so sehr auf in der Stunde, wenn man es jetzt nicht so oft geübt hat.

01:00:33: Und das habe ich halt öfter einfach zu meinem Vorteil genutzt.

01:00:37: Gut, und ihr wart aber dann doch in der Musikschule schon welche, die sehr früh mit Wettbewerben in Berührung gekommen sind.

01:00:46: Und Wettbewerbe bedeuten ja wieder, anders üben.

01:00:49: als jetzt einfach normal für die Stunde.

01:00:53: Wie hat sich das dann gestaltet?

01:00:56: Also ich muss sagen, bei meinem ersten Wettbewerb, das war glaube ich am Klavier,

01:01:02: da

01:01:04: war es schon, dass ich oft in der Musik Schule war und ich meine, ich war trotzdem nicht der fleißigste über, aber am Anfang hat es noch funktioniert.

01:01:20: Ohne viel üben.

01:01:22: Okay.

01:01:24: Wie ist der Wettbewerb dann ausgehangen?

01:01:26: Der erste?

01:01:27: Der war gut eigentlich.

01:01:28: Da habe ich mit der Militärzusammengespiel.

01:01:31: Das

01:01:31: war primaler Musiker,

01:01:32: oder?

01:01:32: Genau, das war viel händig und da haben wir eh einen ersten Preis gemacht.

01:01:35: Ja, super.

01:01:36: Hast du dem noch was hinzuzufügen, wie was für dich für den Wettbewerb zu üben?

01:01:41: Also ich muss wirklich sagen, sehr viel müssen wir da auch unsere Lehrerinnen verdanken, weil die sich einfach Zeit genommen hat, dass wir auch wirklich üben.

01:01:49: Vor allem auch mit ihr üben, weil von selbst hätten wir sicher nicht so viel geübt, dass da auch ein so gutes Ergebnis rauskommt.

01:01:58: Meine Cavillerin sagt oft, ja, die Klavierstunde ist nicht da zum üben, sondern das muss man daheim machen.

01:02:07: Aber dort bei dem Wettbewerb habe ich so ziemlich am meisten nur in der Klavierstunde geübt.

01:02:11: Okay, aber da war es ja wie alt?

01:02:14: Ich war sieben.

01:02:17: Und du dann in dem Fall acht?

01:02:18: Ja, okay.

01:02:19: Ich glaube, da ist es schon wichtig, dass man die stützende Hand von der Lehrerin hat, genau.

01:02:24: Aber die Eltern wahrscheinlich waren auch dahinter?

01:02:27: Nämlich an?

01:02:29: Schon, ja.

01:02:30: Obwohl, bei uns ist es ziemlich locker.

01:02:34: Das heißt, wir müssen selber schauen, dass wir üben.

01:02:37: Das heißt, wir werden da heimlich gezwungen zum Üben.

01:02:39: Was ich auf der einen Seite gut finde, aber auf der anderen Seite muss ich halt selber die ganze Disziplin aufbringen, um zu üben.

01:02:47: Aber, ja.

01:02:50: Philipp, bleib mal gleich bei dir.

01:02:52: Du bist ja jetzt wettbewerbsmäßig auch mit der Harmonika sehr erfolgreich.

01:02:56: Glaubier auch noch, gibt es da auch noch Wettbewerbe, die du dir zum Ziel setzt oder gesetzt

01:03:02: hast?

01:03:03: Ja, also ich mache immer wieder mal beim Primalomusiker-Wettbewerb mit.

01:03:07: Und jetzt im Jena, Ende Jena, habe ich, bin ich beim internationalen Bartok-Wettbewerb.

01:03:16: Und das ist schon nochmal,

01:03:19: um

01:03:19: Ein, zwei Hausecken drüber.

01:03:22: Genau.

01:03:22: Und genau deshalb meine Frage jetzt in diese Richtung.

01:03:26: Jetzt in dem Fall, wenn du bei solchen Wettbewerbenteilen nimmst und auch das Ergebnis, dass du jetzt auf der Harmonika geliefert hast, das braucht ja schon mehrere Stunden.

01:03:34: Da reicht es jetzt nicht mal, wenn ich hin und wieder ein bisschen nur, weil ich talentiert bin, zweimal die Woche oder dreimal die Woche spiel, oder?

01:03:41: Wie schaut da jetzt deine Überroutine aus und wie schaffst du das auch mit zwei Instrumenten?

01:03:46: Es ist bei Wettbewerben.

01:03:50: Es ist schon so, dass man zumindest ein Monat davor anfangen muss, viel, sehr viel zu

01:03:57: üben.

01:03:58: Wie viel ist

01:03:58: viel?

01:04:00: Auf der Harmoniker ist

01:04:01: viel

01:04:03: für mich alles über eineinhalb Stunden auf dem Klavier alles über vier.

01:04:11: Und ich muss sagen, jetzt gerade übe ich, ich versuche es zumindest mindestens drei Stunden am Tag hinzukriegen, am liebsten vier.

01:04:20: Und bei der harmonika ja halt auch weil da bin ich also nicht auch vier stunden sondern dass ich auch halt üb weil da habe ich halt jetzt gerade Unmittelbar keinen wettbewerb Aber dass ich da trotzdem nicht das zu weit hinten lass.

01:04:35: Und bist du jetzt schon da irgendwie so gewillt in die richtung musiker zu gehen Musik zu studieren ist das für dich eine option?

01:04:43: oder wie schaut es da aus mit deinen zukunftsplänen?

01:04:47: ja also Ich muss sagen, ich würde schon gerne was in die Richtung machen, weil es macht mir ziemlich viel Spaß und ich meine es ist ja das schönste, wenn man das Hobby zum Beruf machen kann und es dann immer noch Spaß macht, also ja.

01:05:02: Und in dem Fall ist es schon so, dass sich bei dir jetzt eine quasi über Routine eingependelt hat, weil halt dir das einfach wichtig ist, dass du auch bei den Wettbewerben gut präliest.

01:05:13: Schon ja.

01:05:14: Ja.

01:05:15: Melissa, wie ist es bei dir eigentlich?

01:05:18: Du hast ja jetzt gesagt, Klavier machst du nicht mehr, aber du hast dich jetzt für die Orgel entschieden.

01:05:22: Klarinette spielst du jetzt auch schon länger.

01:05:25: Du bist ja jetzt voriges Jahr auch glaube ich das erste Mal im Landesjugendakademieorchester dabei gewesen.

01:05:32: Ja, wie teilst du dir das ein?

01:05:34: Ja, also für mich ist ja auch so, da ich ja mittlerweile schon jahrelang eigentlich keine Wettbewerbsspiel ist jetzt für mich natürlich die Überzeit nicht bei vier Stunden, mindestens vier Stunden.

01:05:48: Trotzdem natürlich, damit man auch für zum Beispiel das Landesjugend Akademieorchester auch alles kann, muss man natürlich schon auch Monate vorher halt anfangen, gescheit zu üben, jeden Tag zu üben, was man natürlich sowieso machen sollte.

01:06:06: Und ja, genau.

01:06:08: Also ich versuch immer, Zeit zu finden.

01:06:10: Es kommt natürlich darauf an, wenn jetzt in der Schule viel los ist, dann ist es halt mal weniger.

01:06:15: Und es ist ja auch jetzt cool, dass ich eben hier in der Musikschule üben kann, damit wir uns eben nicht überschneiden.

01:06:23: Und ja, genau.

01:06:24: Auf der Orgel habe ich eigentlich eh die meiste Zeit die Kirche für mich also.

01:06:28: Okay, das heißt, es ist schon auch ein Thema bei euch zu Hause, dass es mit gleichzeitig üben einer in dem Zimmer und der andere in dem Zimmer nicht gut funktioniert.

01:06:38: Ja, vor allem, weil ich halt Für mich, wenn ich jetzt zum Beispiel Orgel üben müsste ich natürlich auf dem Klavier.

01:06:43: Und da fehle bis am Klavier, also geht das nicht ganz so gut.

01:06:46: Ja.

01:06:47: Und bei der Karinette ist einfach so, ich bin das halt gewohnt, dass da so ein Raum quasi ist.

01:06:54: Und in meinem Zimmer ist halt, da fühle ich mich nicht so, als könnte ich mich so frei jetzt ausdrücken.

01:07:00: Und deshalb ist für mich einfach praktischer, wenn ich entweder wirklich im Wohnzimmer üben kann oder eben hier.

01:07:05: Okay.

01:07:06: Aber so wie du es jetzt erzählst, es gibt immer Wege, dass man zum Üben finden kann.

01:07:13: Es gibt immer Ausreden, aber es gibt auch immer Wege, wenn man will, oder?

01:07:16: Definitiv.

01:07:17: Man

01:07:17: hat ja keine Zeit, man muss sich die ja nehmen.

01:07:20: Gut.

01:07:21: Wann war für dich eigentlich so der Knackpunkt, Melissa, dass du selbst gemerkt hast, okay, wenn ich übe, dann geht wirklich was weiter und ich sollte das eigentlich täglich machen, wie Zähne putzen.

01:07:32: Ja.

01:07:34: Ich meine, ein bisschen unterschwellig gemerkt hat man es natürlich jedes Mal auch schon früher für die Weltbewerbe, weil man halt eben schon merkt, okay, jetzt dadurch, dass ich jeden Tag so viel geübt habe, ist halt wirklich viel weitergegangen.

01:07:46: Aber ich glaube, wegen dieser Knackpunkt, den du meinst, war eh erst jetzt dafür die Akademie, weil ich halt jetzt wirklich auf dieses Ziel hingearbeitet habe, dass ich alle Stücke so kann, wie ich das gerne hätte, oder dass ich halt auch natürlich überhaupt mal reinkommen.

01:08:02: in die Akademie quasi aufgenommen wird.

01:08:05: Und da habe ich dann halt schon gemerkt, wie es sich nur innerhalb von einer Woche, also wenn man jetzt von wenig üben auf viel üben geht, wie es sich nur innerhalb von einer Woche verbessern kann und auch wie viel mehr Spaß es einfach macht, wenn du dann es wirklich kannst, wenn du, einfach wenn du drauf losspießt und es geht irgendwie der Ansatz ist da und alles, also es ist halt ein viel besseres Rundumgefühl auch, was einen dann zu noch mehr üben.

01:08:31: motivieren kann.

01:08:32: Das ist schön.

01:08:34: Philipp, übst du immer gerne?

01:08:38: Nein.

01:08:39: Und wie motivierst du dich dann trotzdem?

01:08:43: Muss sein.

01:08:44: Also ich sage ja immer Motivation, die schwankt, das ist manchmal ganz wenig, manchmal ganz viel, aber Disziplin bleibt halt

01:08:53: gleich.

01:08:56: Und Disziplin ist halt das Wichtige.

01:08:58: Ich meine, wenn man desto öfter man übt desto mehr Spaß macht es auch besonders wenn man sich dran gewöhnt weil ich mein so was ich zur schule gehen schafft man ja auch obwohl es meistens keinen spaß macht und weil man sich halt einfach dran gewöhnt hat und das geht beim üben genauso

01:09:22: okay.

01:09:23: habt ihr beide abschließend noch tipps für die jüngeren Schülerinnen und Schüler fürs üben.

01:09:33: Ganz wichtig, ganz langsam üben und lieber jeden Tag wenig, alles einmal in der Woche viel.

01:09:42: Danke, Melissa, hast du dir noch was hinzuzufügen oder hast du noch einen anderen Tipp für uns?

01:09:48: Also eigentlich kann ich nur deine Worte wiederholen in vielen Artikulationen üben, vor allem bei Blasenstrumenten, einfach, dass man es dann in der richtigen Artikulation besser kann.

01:10:01: Okay.

01:10:01: Und wahrscheinlich das, was der Philipp gesagt hat ja auch, oder?

01:10:04: Ja,

01:10:04: ganz langsam üben und nicht viel auf einmal ist.

01:10:08: Ein sehr guter Tipp.

01:10:09: Ich muss jetzt ein bisschen schmunzeln, weil ich das jetzt in mehreren Interviews schon von mehreren verschiedenen Leuten gehört habe.

01:10:16: Ich danke euch beiden für die Zeit.

01:10:19: Gibt es abschließend noch irgendein Musikstück, das ihr lebt, das für euch vielleicht Vorbildwirkung hat?

01:10:28: was wir unseren Zuhörerinnen und Zuhörern jetzt beschwingt einspielen könnten als eine kleine Abwechslung.

01:10:36: Mir gefallen die Nocturnen von Chopin sehr gut und am besten gefällt mir da die Opus

01:12:07: forty-eight Nummer eins.

01:12:36: Abschließend darf ich noch die Autorin des Leitartikels zitieren.

01:12:45: Das wahre Ziel des IMS ist das IMS selbst.

01:12:48: Üben

01:12:49: ist ein Prozess voller Umwege, Wiederholungen und Zweifel, aber auch voller Entdeckungen, Freude und Stolz über den eigenen Fortschritt.

01:13:00: Das war's nun wieder für heute.

01:13:01: Vielen Dank, liebe Hörerinnen und Hörer, fürs Wiedereinschalten und Zuhören.

01:13:06: Im Namen der Musikschulservice-Stelle des Landes Steiermark wünsche ich allen noch einen großartigen Start ins neue Jahr, und mögen alle Wünsche und neuen Perspektiven für dieses Jahr in Erfüllung gehen.

01:13:45: Ist dahin verpasst keinen Ton, den ihr singen, spielen oder hören wollt?

01:13:49: Denn Musik

01:13:50: ist Lebensgefühl.

01:13:52: Auf Wiederhören,

01:13:52: Servus und Papa.

01:13:57: Dieser Podcast ist eine entgeltliche Einschaltung des Landes

01:14:09: Steiermark.

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